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Eliiia

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8 Dez. 2023
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1
Könnt ihr mir auflisten, welche Nebenwirkungen ihr bei Aripiprazol, bzw Abilify habt?
Bei mir:
Müdigkeit ein grosses Symptom. Vielleicht auch bedingt durch die Postpsychotische Depression, die bei mir nicht diagnostiziert wurde. Wenn, dann ist Sie gering. Grund ist die Gefühlslosigkeit.
Ich möchte schlafen, um nichts zu fühlen. Auf der Arbeit, welche ich mit 40% absolviere, habe ich keine Probleme ausser die oben genannte Gefühlslosigkeit.
 
Bleierne Müdigkeit und Gefühlslosigkeit. Ich habe dann die Einnahmezeit von morgens auf früher Abend geändert. Die Müdigkeit ist weg, die Gefühlslosigkeit ist geblieben.
 
Abilify hat mich sehr müde gemacht, ich habe dann auf Rexulti gewechselt.
 
Früher habe ich 10 mg Abilify genommen. Es hat bei mir bewirkt, dass ich nicht gut schlafen konnte, hatte Ein- und Durchschlafprobleme.
Seltsam, dass es bei euch Müdigkeit bewirkt, denn angeblich soll es aktivierend wirken.
Oder habt ihr das, weil ihr auch Schlafprobleme habt?
 
Früher habe ich 10 mg Abilify genommen. Es hat bei mir bewirkt, dass ich nicht gut schlafen konnte, hatte Ein- und Durchschlafprobleme.
Seltsam, dass es bei euch Müdigkeit bewirkt, denn angeblich soll es aktivierend wirken.
Oder habt ihr das, weil ihr auch Schlafprobleme habt?
Nein, habe keine Schlafprobleme. Nehme abends 150mg Quetiapin und schlafe wie ein Stein. Vor Quetiapin hatte ich aber Einschlafprobleme.
 
Könnt ihr mir auflisten, welche Nebenwirkungen ihr bei Aripiprazol, bzw Abilify habt?
Bei mir:
Müdigkeit ein grosses Symptom. Vielleicht auch bedingt durch die Postpsychotische Depression, die bei mir nicht diagnostiziert wurde. Wenn, dann ist Sie gering. Grund ist die Gefühlslosigkeit.
Ich möchte schlafen, um nichts zu fühlen. Auf der Arbeit, welche ich mit 40% absolviere, habe ich keine Probleme ausser die oben genannte Gefühlslosigkeit.
Im Anhang findest du eine Liste mit Nebenwirkungen.
Müdigkeit kommt teilweise von der Sedierung, aber eigentlich macht Aripiprazol nur leicht müde. Ist im Grunde bei fast allen Neuroleptika so, dass verstärkt Müdigkeit auftreten kann.
Wenn du Aripiprazol absetzt oder sehr reduziert einnimmst, kann die Psychose auch dazu führen, dass stärker Müdigkeit auftritt.
Um das zu reduzieren kann ich dir zusätzlich Bupropion (SNDRI Antidepressivum) + Citalopram (SSRI) empfehlen, Bupropion verbessert wachheit und Konzentration, wirkt gegen leichte Unruhe und Reizbarkeit/Stimmungsschwankungen. Da du von postpsychotischen Depressionen schreibst, kann das eben am Absetzen des Aripiprazols liegen. Diese Antidepressiva verhindern kein abrutschen in die Depression oder Psychose, aber zögern das hinaus, sodass mithilfe dieser Antidepressiva Aripiprazol eventuell nur selten eingenommen werden kann, bzw. du dich dann auch wacher und insgesamt besser fühlst.
https://schizophrenie-forum.com/psychose/beitraege/behandlung-von-psychose.569/
 

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Ich glaube manchmal, dass die Wirkung von Abilify nicht ganz so stark ist. Es drückt die Psychose / Manie erst nach ca. 3 Wochen bei mir weg.

Dass es aktivierend wirkt, halte ich für Marketing der Hersteller bzw. ich glaub da nicht dran.
ich hab meistens schlechte Stimmung davon, wenn ich 10 mg oder mehr nehme.
 
@Maniac91 bei mir hat es teilweise schon über Nacht gewirkt, also direkt nach der Einnahme. Bei mir eher so 1-2 Wochen bis ich das Aripiprazol wieder absetzen kann und Monate meine Ruhe habe.
 
ich merke es so nach 3-4 stunden, was sich auch mit dem cmax von abilify deckt (max. plasmakonzentration). meine nase fängt an zu laufen, ich bin körperlich verlangsamt und krieg nichts mehr auf die ketten :p
 
Bei mir ist Schläfrigkeit auch ein großer Faktor. Komme zu 90 prozent nur mit nem mittagschlaf durch den Tag. Habe jeden tag ca 14h Schlaf/ruhephase mit 7,5mg Aripiprazol.
Und leichte Depressionen habe ich immer wenn ich neuroleptika genommen habe.
 
Bei mir ist Schläfrigkeit auch ein großer Faktor. Komme zu 90 prozent nur mit nem mittagschlaf durch den Tag. Habe jeden tag ca 14h Schlaf/ruhephase mit 7,5mg Aripiprazol.
Und leichte Depressionen habe ich immer wenn ich neuroleptika genommen habe.
Das hatte ich auch, als ich das Aripiprazol 15mg morgens genommen habe. Habe dann umgestellt auf 17.00 Uhr Einnahme und jetzt geht es mir gut damit. Vielleicht besprichst du das mal mit deinem Doc?
 
Das würde ich auch unterschreiben. Meine Antriebslosigkeit ist nicht weggegangen.
Gegen die Antriebslosigkeit hilft das Bupropion (SNDRI Antidepressivum) wobei dann eventuell eine Intervalleinnahme von Aripiprazol nötig ist. 15mg ist auch einiges, eventuell kannst du von der Dosis etwas heruntergehen. Hattest du schon mal 10 oder 5mg bekommen und war das zu schwach?
Bei mir ist Schläfrigkeit auch ein großer Faktor. Komme zu 90 prozent nur mit nem mittagschlaf durch den Tag. Habe jeden tag ca 14h Schlaf/ruhephase mit 7,5mg Aripiprazol.
Und leichte Depressionen habe ich immer wenn ich neuroleptika genommen habe.
Dauert manchmal etwas, bis sich das einpendelt mit dem Schlaf. Bei höheren Dosierungen vom Aripiprazol sollte sich der Schlaf eher verkürzen.
Ich für meinen Teil bin auch da vom Bupropion überzeugt, da es wach und konzentriert macht, also dahingehend effektiv hilft, auch was Negativsymptome angeht.
Ist eben dann etwas Zusätzliches, aber kann man ja im Auge behalten bzw. mal ausprobieren.
Von der Konzentration und Wachheit habe ich beim Autofahren sehr vom Bupropion profitiert, da ist das etwas anderes. Mit Aripiprazol war ich eher unruhig, mit Neigung zur Müdigkeit. Gerade was längere Strecken angeht, war das schwierig.

Jup hatte ich auch vor, hab ende Januar den nächsten Termin. Aber ich werd's mal ab morgen ausprobieren ;)
Kann also auch bei höherer Dosis sich der Schlaf tendenziell verkürzen, wobei das meiner Meinung nach keine Dauerlösung ist.
 
Dauert manchmal etwas, bis sich das einpendelt mit dem Schlaf. Bei höheren Dosierungen vom Aripiprazol sollte sich der Schlaf eher verkürzen.
Ich für meinen Teil bin auch da vom Bupropion überzeugt, da es wach und konzentriert macht, also dahingehend effektiv hilft, auch was Negativsymptome angeht.
Ist eben dann etwas Zusätzliches, aber kann man ja im Auge behalten bzw. mal ausprobieren.
Von der Konzentration und Wachheit habe ich beim Autofahren sehr vom Bupropion profitiert, da ist das etwas anderes. Mit Aripiprazol war ich eher unruhig, mit Neigung zur Müdigkeit. Gerade was längere Strecken angeht, war das schwierig.
Ich hab zu große Angst, dass das Bupropion ne Psychose auslöst. Gehört ja leider zu wirkstoffgruppe der Amphetamine. Gleichzeitig würde es total die erlösung sein wenn es gegen die Negativsymptomatik hilft, was ich mir auch gut vorstellen kann weil es ja aufs Dopamin Auswirkung hat.
Du fährst ja gerade eine intervalleinahme von 5mg richtig maggi ?
Ich werde ende Januar auch auf 5mg runterdosieren mal gucken ob da eine verbesserung auftritt...
 
Ich hab zu große Angst, dass das Bupropion ne Psychose auslöst. Gehört ja leider zu wirkstoffgruppe der Amphetamine. Gleichzeitig würde es total die erlösung sein wenn es gegen die Negativsymptomatik hilft, was ich mir auch gut vorstellen kann weil es ja aufs Dopamin Auswirkung hat.
Du fährst ja gerade eine intervalleinahme von 5mg richtig maggi ?
Ich werde ende Januar auch auf 5mg runterdosieren mal gucken ob da eine verbesserung auftritt...
Ich finde deine Angst unberechtigt. Bei mir waren die Negativsymptome die Hölle, also für mich und Andere eine Zumutung.
Das Bupropion wirkt eh erst effektiv, wenn du das Aripiprazol zeitweise absetzt, vorher sollte so und so die Wirkung des Aripiprazol's überwiegen.

Ich hab meine Intervalleinnahme gerade erst gehabt. Solange ich das Aripiprazol nehme, die Woche vorher und danach bis es sich einpendelt ist es schon schwieriger vom Schlaf und der Motivation. Psychotische Symptome sind bei mir insgesamt mit dem Bupropion über die Zeit besser geworden, da tritt bei mir eher nur etwas Paranoia / Misstrauen auf.
Die Schwere der Akutsymptome hängt bei mir davon ab, wie früh ich den Aripiprazolbedarf einnehme, das Bupropion nehme ich weiterhin und während der kompletten Zeit, also schon einige Jahre und in relativ hoher Dosis (600mg).
Du wirst mit 150mg oder 300mg beginnen, wo du dir da glaube ich gar keine Gedanken machen musst, dass es so zu einem Rückfall kommt. Solange du das Aripiprazol durchgängig einnimmst, ist da meiner Meinung das Risiko nahe 0.

Solange du mit deinen Negativsymptomen gut leben kannst ok, ich hatte beides also Negativsymptome und auch ausgeprägte Positivsymptome, mit und ohne Aripiprazol waren Wahnvorstellungen da, mir hat es beiderseits geholfen.
 
Ich finde deine Angst unberechtigt.
Also wenn mir 2 Psychiater dringend davon abraten und man im Internet mehere Quellen findet, in denen steht, dass das Medikament Psychosen auslösen kann finde ich die Angst davor einen Rückfall zuerleiden alles andere als unberechtigt! Klar kommt es immer auf den Einzelfall drauf an, kann gut gehen, kann schief gehen.
Meine Negativsymptomatik ist teilweise immernoch sehr präsent, aber einen Rückfall kann ich mir auf jeden Fall nicht leisten... dann wär's das gewesen.
Aber schön, dass es bei dir hinhaut und zu ner Verbesserung führt!
 
Also wenn mir 2 Psychiater dringend davon abraten und man im Internet mehere Quellen findet, in denen steht, dass das Medikament Psychosen auslösen kann finde ich die Angst davor einen Rückfall zuerleiden alles andere als unberechtigt! Klar kommt es immer auf den Einzelfall drauf an, kann gut gehen, kann schief gehen.
Meine Negativsymptomatik ist teilweise immernoch sehr präsent, aber einen Rückfall kann ich mir auf jeden Fall nicht leisten... dann wär's das gewesen.
Aber schön, dass es bei dir hinhaut und zu ner Verbesserung führt!
Die Frage wäre, welche Erfahrungen die beiden Psychiater mit dem Medikament haben. Meine damalige Psychiaterin kannte den Wirkstoffnamen kaum und hat sich auf dem Rezept verschrieben.
Probieren geht über Studieren. Zumindest ist Angst ein bewährtes Mittel um jemanden abzuhalten etwas zu machen und ich sehe mich da weniger als Einzelfall, wo es mal gutgegangen ist. Nachteile hatte ich an sich überhaupt keine, außer dass es manisches Verhalten wie wenn man viel einkauft begünstigen kann, hat es bei mir definitiv die Positivsymptome gelindert.
Ich vermute, dass Positivsymptome auch aufgrund von Negativsymptomen entstehen, also der Körper aufgrund von Dopaminmangel in bestimmten Hirnregionen überreagiert. Das würde auch erklären, warum Bupropion auch Positivsymptome eher lindern kann.

Müsstest du eben auf eigenes Risiko hin dir verordnen lassen.
Das Neuroleptika im Durchschnitt 20-30 Lebensjahre nehmen hält die Psychiater auch von keiner Verordnung ab und über Nebenwirkungen wird man da nur selten gründlich aufgeklärt.
Ich finde, man muss selbst sehen, wo man bleibt und bisher ist Schizophrenie unheilbar, also Ärzte haben ebenso keine Lösung oder Plan wie man die Erkrankung wirklich in Griff bekommt. Das mit den Neuroleptika unterdrückt im Grunde hauptsächlich die Symptome und diese sind auf Dauer für uns auch sehr schädlich.
 
@Roger_
Merlish bekommt auch das Bupropion:
https://schizophrenie-forum.com/psychose/beitraege/gestochen-scharf-sehen-was-tun.1397/post-32802

In den Leitlinien ist Bupropion bei Schizophrenie und Nikotinsucht sogar vorgesehen. (Empfehlung 109)
https://register.awmf.org/assets/guidelines/038-009k_S3_Schizophrenie_2019-03.pdf

Klar kommt es auf den Einzelfall an wie du schreibst, aber wer sagt, dass du die Ausnahme bist. Das können die zwei Ärz, dieie dir davon Abgeraten haben vermutlich selbst kaum wissen. Ich würde es mir trotzdem aufschreiben lassen, solange du dich auch im Akutfall halbwegs im Griff hast, sollte der Nutzen den Risiken weit überwiegen.
 
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