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Wie sind eure Erfahrungen mit Abilify/Aripiprazol?

DMA

Well-known member
Hi,

ich würde gerne wissen, welche Erfahrungen Ihr mit dem Medikament gemacht habt.

Ich persönlich nehme schon seit Jahren die Mindestdosis von 5mg und komme mittlerweile ganz gut damit zurecht.
Was mir an Abilify/Aripiprazol gut gefällt, ist vor allem, das die Mindestdosis bei mir reicht, denn ich bin ein echter Tablettenmuffel und möchte nur das Nötigste einnehmen.
Als Nebenwirkungen habe ich zur Zeit eine chronische Rotznase und verschwommenes Sehen.

Wie sieht's bei Euch aus?
 
Ich nehme es auch aber erst seit 7 Wochen kann mich nicht entscheiden welches NL besser ist Olanzapin oder Aripiprazol.
Hatte bisher nur als Nebenwirkungen Durchschlafstörung und anfangs leichte Kopschmerzen.Wie ist das bei dir auch nach Jahren immer noch Nebenwirkungen?Überlege evtl mir doch Seroquell verschreiben zu lassen
 
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Ich nehme seit Juni Abilify.
Anfangs 10 dann nach paar Wochen 5 mg.
Hatte Nebenwirkungen, welche sich teilweise gelegt haben.
Seit fast drei Wochen nehme ich 3mg in Tropfenform. Werde es demnächst auf 2mg reduzieren.
Hoffe dadurch wieder etwas lebhafter zu werden.
Ich habe so Angst vor einer unkontrollierten Gewichtszunahme, dass ausser Abilify für mich nichts anderes derzeit in Frage kommt.
Es heisst eigentlich unter Abilify würde man viel weniger zunehmen.
Da will ich nicht wissen wie ich bei anderen Neuroleptika zunehmen würde.
 
Die Nebenwirkungen bleiben, solange du das Medikament nimmst.
Aber gewöhnt man sich nicht irgendwann komplett daran oder der Körper passt sich an.Habe vorher 11 Jahre lang Olanzapin genommen hatte dort eigentlich keine Nebenwirkung ausser direkt nach der Einnahme.Nimmst du auch Aripiprazol?Wann nimmst du es?
 
Seit fast drei Wochen nehme ich 3mg in Tropfenform. Werde es demnächst auf 2mg reduzieren.
Hoffe dadurch wieder etwas lebhafter zu werden.
Wenn das Reduzieren irgendwann ins Stottern gerät, dann merkst du das normal, wenn der psychische Stress immer weiter zunimmt, bis zur Psychose. Bei mir war etwa 2,5mg (gebröselt) damals zu schwach. Da hat der Stress dann immer weiter zugenommen.
Das lebhaftere kann durchaus sein, da anfangs Negativsymptome besser werden, was sich dann mit der Absetzpsychose irgendwann umkehrt.

Ich stelle mir das mit dem Dopamin im Kopf eher bildlich wie ein Wasserfass vor, was irgendwann überläuft. Wenn du jetzt für Monate oder Jahre 5-10mg eingenommen hast, dann ist es immer noch sehr viel, also das Wasserfass ist leer und würde sich bei 2,5mg oder auch 0mg(weniger Nebenwirklungen) über Monate hinweg wieder füllen. Im Grunde spielt es da meiner Meinung nach keine Rolle, ob du 2 oder 0mg einnimmst, da ich früher beides probiert habe, langsam und schnell zu reduzieren.
Im Grunde hast du bei 2mg vielleicht schon keine ausreichende Wirkung dann füllt sich das Fass vielleicht etwas langsamer als wenn du es komplett weglässt.

Du könntest, wenn du magst ein eigenes Thema dazu aufmachen wie ein Tagebuch, um die Veränderungen zu beschreiben, was vielleicht dir selbst und anderen später hilft, das besser einzuordnen und auch rechtzeitig gegenzusteuern, wenn es psychotisch wird. Nur als Gedanke, da es dir und anderen ja helfen kann. Vielleicht auch im internen Bereich etwa, wenn es zu persönlich ist, kleine Veränderungen aufzuschreiben. In der Phase können eben Reizbarkeit, innere Unruhe dazukommen und Symptome. Bei mir ist es, als bei mir das Fass bereits voll war, durch ständige Absetzversuche dann meist nur etwa wenige Wochen oder Monate ungefähr bei 2,5mg gutgegangen, aber das ist schon zu lange her, um mich an die Zeiträume zu erinnern. Auch deswegen fände ich das ganz spannend, wenn wir da klare Zeiträume hätten, weil der Rückfall bei den meisten Betroffenen vorprogrammiert ist.

Falls du merkst, dass es schiefläuft, sollst du also rechtzeitig die Dosis erhöhen statt dich damit dann herumzuquälen bis du vielleicht einen schweren Rückfall bekommst.

Bupropion fände ich wichtig begleitend, aber das kannst du, um den Unterschied zu merken, dann etwa beim nächsten Anlauf zur Stabilisierung probieren, da Bupropion diese Lebhaftigkeit extrem fördert, also du da gerade beim reduzieren/absetzen des Aripiprazols durchs zusätzliche Bupropion viel größere Erfolge bei Lebhaftigkeit Kognitionen und Negativsymptome haben müsstest.

Kann gut sein, wenn man den Unterschied kennt, wie es ohne und mit ist, von daher auch ok, falls du kein Bupropion parallel nimmst? Oder hast du Bupropion bereits?
Wenn du es etwa ohne probierst, dann weißt du später, wenn du das ähnlich mit Bupropion (täglich normalisiert zur Stabilisierung) probierst, welche Wirkung bei dir vom Einzelwirkstoff ausgeht, weil du ja einen Vergleich zu ohne hättest.
 
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Gute Idee mit dem Tagebuch.
Werde versuchen ab WE eines zu führen.
Nehme noch 10 mg Citalopram.
Bupropion hatte ich vier Jahre lang, bekomme ich nun nicht mehr verschrieben.
Hatte darunter auch einen komischen Husten bis zum würgen.
Der ist nun weg, seit ich abgesetzt habe damals.
 
Gute Idee mit dem Tagebuch.
Werde versuchen ab WE eines zu führen.
Nehme noch 10 mg Citalopram.
Bupropion hatte ich vier Jahre lang, bekomme ich nun nicht mehr verschrieben.
Hatte darunter auch einen komischen Husten bis zum würgen.
Der ist nun weg, seit ich abgesetzt habe damals.
Du kannst es auch zusammen mit Citalopram SSRI einnehmen, wobei das Citalopram einige Nebenwirkungen von Bupropion NDRI aufhebt. Die ergänzen sich wirklich gut, insbesondere da Citalopram die Emotionen dämpft, die beim Reduzieren und vorübergehenden Absetzen stärker zurückkommen. Wenn man eben übermäßig nach dem Bauchgefühl geht, leichter ins Depressive rutscht.
Bupropion ist eher gegen innere Unruhe und Reizbarkeit, wenn man Wut und so Dinge verspürt, es hilft länger aufs Aripiprazol zu verzichten.
Beides ergänzt sich ideal. Bupropion ist eines der wenigen Antidepressiva ohne Serotoninwirkung, welches SSRI gezielt selektiv ergänzt wird.

Kann also gut sein, dass Husten und würgen dann passé ist. Bupropion wirkt da eher einseitig, da ist dann Citalopram als reiner Serotoninwiederaufnahmehemmer wie ein Gegengewicht. Habs Jahre kombiniert. Aktuell nehme ich statt Citalopram (+Trimipramin-Tropfen zum schlafen) ein SARI Antidepressivum also Trazodon, was eine SSRI Komponente hat und etwas schlaffördernd ist.
Bupropion würde aber bei so reduzieren und Absetzen auch so Schlafstörungen sehr begünstigen, da es wach macht, deswegen wäre Citalopram+Bupropion optimal, aber Trimipramin-Tropfen (mini-Dosis) durchs Bupropion notwendig.
Irgendwann ist auch bei den Trimipramin Tropfen die Schlafstörungen wieder durchgekommen, weil das auch im Übergang zur Psychose stärker auftritt und von daher ich in meinem Fall dann immer Aripiprazol 5mg für nur ca. 2 Wochen(ca. vierteljährlich) den Schlaf und Psyche stabilisiert haben.

Ich glaube, du bist auch so auf einem sehr gutem Weg @Hoffnung2025 und musst dir ja keinen Stress machen mit den Umstellungen. Nur wenn du merkst das du an deine Grenze vom reduzieren des Aripiprazol's kommst, dann könntest du im nächsten Schritt Aripiprazol wieder erhöhen, zum Citalopram, Bupropion ergänzen und es nochmal probieren.
 
Ich nehme seit über 20 Jahren 15 mg und komme gut damit zurecht.
 
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Viel mehr als 20 Jahre wird es nicht sein ?!

Screenshot 2025-10-08 213404.jpg
 
Viel mehr als 20 Jahre wird es nicht sein ?!

Anhang anzeigen 1998
Komischerweise hab ich das in einem anderen Thema fast zeitgleich gesucht, nur in einem anderen Kontext und Thema. 🙂
Welche KI nutzt du, @Baronet ?

wann ist Abilify auf den Markt gekommen
Abilify® (Wirkstoff: Aripiprazol) wurde in Deutschland im Juni 2004 eingeführt. Es gehört zur dritten Generation der atypischen Antipsychotika und wurde zunächst zur Behandlung von Schizophrenie und später auch für bipolare Störungen und andere Indikationen zugelassen.

🧪 Hintergrund zur Einführung​

  • Hersteller: Ōtsuka Pharmaceutical Co., Ltd.
  • Wirkmechanismus: Partialagonist am Dopamin-D₂-Rezeptor, kombiniert mit serotonergen Wirkungen
  • Besonderheit: Gilt als „Dopaminstabilisierer“ – wirkt je nach Dopaminlevel agonistisch oder antagonistisch
  • Darreichungsformen bei Einführung:
    • Tabletten (5–30 mg)
    • Schmelztabletten
    • Lösung zum Einnehmen
    • Injektionslösung
    • Depotpräparate (später eingeführt)

 
Vielleicht solltest du dir diesen Link mal zu Herzen nehmen und nicht wegen jedem Pfurz die KI anschmeißen:
Ich bezweifle das so eine einfache Frage viel mehr als eine google Suchanfrage kostet. Vermutlich im Centbereich von den Stromkosten.

Da die KIs vermutlich mit allen Benutzerdaten irgendwie trainiert wird, ist die Nutzung durchaus sinnvoll, da wenn Pharmalügen, das alles verzerren sollten, dann sind die Stromkosten viel höher, weil man dann sich auf nichts mehr verlassen kann und alles ständig neu berechnet werden muss.
Die Pharmaindustrie haben ihre eigenen unkontrollierten LLMs und da geht es um Profit und Gewinne.
Machen wir also da den Platz für Lügen frei, dann werden wir irgendwann nichts anderes mehr sehen und vielleicht auch keine Korrekturmöglichkeit mehr haben.

Insofern sollte man als normaler User sehr wohl diese KIs auch im Sinne des Klimaschutzes nutzen, damit Lügen möglichst früh herausgebügelt werden bevor diese die Energiekosten hochtreibt sodass Antworten extrem viel Strom brauchen.

@April, oder was meinst du dazu?
Der Stromverbrauch sollte wirklich minimal sein bei solchen Wiederholungsfragen. Eher ist es so, dass wenn Lügen ohne unsere Kontrolle in die KIs eingespeist werden, dann führt die zu großen Verzerrungen und Unsicherheiten, die sehr viel Strom dann beanspruchen, da alles ständig neu berechnet werden muss.

Bin ja kein IT-Fachmann, aber so in der Art stelle ich mir das vor.
Von daher wäre für mich Umweltschutz, wenn man es nutzt aber auch kritisch die Antworten von KI hinterfragt, die natürlich Fehler macht, von daher ist es gut und wichtig diese Medienkompetenz aufzubauen.

Für Recherchen (10 Minuten und sehr lange Antworte ) muss man meist ein Abo kaufen. Copilot und Open AI sind da bei um die 20€ im Monat. Diese Funktionen sind aber auch limitiert, also vielleicht ca. 10 Recherchen im Monat.
 
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