Seit fast drei Wochen nehme ich 3mg in Tropfenform. Werde es demnächst auf 2mg reduzieren.
Hoffe dadurch wieder etwas lebhafter zu werden.
Wenn das Reduzieren irgendwann ins Stottern gerät, dann merkst du das normal, wenn der psychische Stress immer weiter zunimmt, bis zur Psychose. Bei mir war etwa 2,5mg (gebröselt) damals zu schwach. Da hat der Stress dann immer weiter zugenommen.
Das lebhaftere kann durchaus sein, da anfangs Negativsymptome besser werden, was sich dann mit der Absetzpsychose irgendwann umkehrt.
Ich stelle mir das mit dem Dopamin im Kopf eher bildlich wie ein Wasserfass vor, was irgendwann überläuft. Wenn du jetzt für Monate oder Jahre 5-10mg eingenommen hast, dann ist es immer noch sehr viel, also das Wasserfass ist leer und würde sich bei 2,5mg oder auch 0mg(weniger Nebenwirklungen) über Monate hinweg wieder füllen. Im Grunde spielt es da meiner Meinung nach keine Rolle, ob du 2 oder 0mg einnimmst, da ich früher beides probiert habe, langsam und schnell zu reduzieren.
Im Grunde hast du bei 2mg vielleicht schon keine ausreichende Wirkung dann füllt sich das Fass vielleicht etwas langsamer als wenn du es komplett weglässt.
Du könntest, wenn du magst ein eigenes Thema dazu aufmachen wie ein Tagebuch, um die Veränderungen zu beschreiben, was vielleicht dir selbst und anderen später hilft, das besser einzuordnen und auch rechtzeitig gegenzusteuern, wenn es psychotisch wird. Nur als Gedanke, da es dir und anderen ja helfen kann. Vielleicht auch im internen Bereich etwa, wenn es zu persönlich ist, kleine Veränderungen aufzuschreiben. In der Phase können eben Reizbarkeit, innere Unruhe dazukommen und Symptome. Bei mir ist es, als bei mir das Fass bereits voll war, durch ständige Absetzversuche dann meist nur etwa wenige Wochen oder Monate ungefähr bei 2,5mg gutgegangen, aber das ist schon zu lange her, um mich an die Zeiträume zu erinnern. Auch deswegen fände ich das ganz spannend, wenn wir da klare Zeiträume hätten, weil der Rückfall bei den meisten Betroffenen vorprogrammiert ist.
Falls du merkst, dass es schiefläuft, sollst du also rechtzeitig die Dosis erhöhen statt dich damit dann herumzuquälen bis du vielleicht einen schweren Rückfall bekommst.
Bupropion fände ich wichtig begleitend, aber das kannst du, um den Unterschied zu merken, dann etwa beim nächsten Anlauf zur Stabilisierung probieren, da Bupropion diese Lebhaftigkeit extrem fördert, also du da gerade beim reduzieren/absetzen des Aripiprazols durchs zusätzliche Bupropion viel größere Erfolge bei Lebhaftigkeit Kognitionen und Negativsymptome haben müsstest.
Kann gut sein, wenn man den Unterschied kennt, wie es ohne und mit ist, von daher auch ok, falls du kein Bupropion parallel nimmst? Oder hast du Bupropion bereits?
Wenn du es etwa ohne probierst, dann weißt du später, wenn du das ähnlich mit Bupropion (täglich normalisiert zur Stabilisierung) probierst, welche Wirkung bei dir vom Einzelwirkstoff ausgeht, weil du ja einen Vergleich zu ohne hättest.