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Diskriminierung & psychische Erkrankung – wie nehmt ihr das wahr?

Maggi

Administrator
Wie erlebt ihr gesellschaftliche Ausgrenzung in Verbindung mit psychischen Erkrankungen?

Inwiefern beeinflusst Rassismus oder Diskriminierung eure Selbstwahrnehmung?

Können kollektive Haltungen wirklich krank machen oder an sich gesellschaftlicher Wahnsinn?
 
Ich habe selbst erlebt, wie verletzend Ausgrenzung sein kann – besonders wenn sie nicht nur von der "Gesellschaft draußen" kommt, sondern auch innerhalb von Gruppen, in denen man eigentlich Verständnis erwartet. Damals wurde ich aufgrund meiner Art und Ansichten ausgegrenzt, auch von Mitbetroffenen. Das hat mich geprägt. Gleichzeitig habe ich damals versucht, Dinge anzusprechen und das Forum (anderes Forum "KNS", was bereits stillgelegt wurde) mitzugestalten – auch wenn ich damit quasi permanent angeeckt bin.
In solchen Momenten fragt man sich: Ist es das eigene Anderssein, das provoziert – oder doch der Mut, Themen zu berühren, die unbequem sind?
 
Zuletzt bearbeitet:
In solchen Momenten fragt man sich: Ist es das eigene Anderssein, das provoziert – oder doch der Mut, Themen zu berühren, die unbequem sind?

Würd sagen beides. Man muss ja nicht "Betroffen" sein um anzuecken. Ausgrenzungen gibt es überall. Würd ich nicht mit Krankheiten in Verbindung bringen.
Ist leider das Gesellschaftsmodell, dass es immer Ausgrenzungen geben wird. In irgendeiner Art und Weise kommt der mit den nicht zurecht usw.
Der eine gönnt dem anderen nichts und "der hat mehr auf dem Wurstbrot als ich" lässt sich nicht abändern.

Alle anderen die bei Leuten auf Krankheiten gehen oder betroffene anprangern, haben selbst nichts auf der Kirsche und sind vom menschlichen unterste Schublade und selbst viel ärmer dran.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Es wird doch (fast) jeder ausgegrenzt, der es wagte "anders" zu sein und nicht mit der Herde geht.
Das hat im Grunde nichts mit Erkrankungen zu tun- nur wenn diese dazu kommen, wird es noch deutlicher.
 
Ich erlebe keine Ausgrenzung, allerdings habe ich eine ungemütliche Nachbarin, die mit meiner Einweisungsangst spielt und mir Angst macht. Allerdings glaube ich, wenn ich gesund wäre würde sie aus anderen Gründen mich genauso wenig mögen. Der Großteil der Gesellschaft geht auf mich zu und verbreitet ein Gefühl der Annahme. So als würde man schauen ob ich aus meinem Schneckenhaus herausfinde, um die Gütlichkeiten des Lebens zu teilen.
 
Ich wohne in einem kleinen Dorf und jeder weiß über meine Psychose bescheid. Ausgegrenzt werde ich wohl eher, weil ich nicht im Schützenverein bin.🙂
Allerdings hat mich die Krankheit sehr einsam gemacht. Freunde und Verwandte habe ich in der Prodomalphase verloren.
 
Ich fühle mich nicht ausgegrenzt aufgrund meiner Erkrankung.
Ich denke einfach nie in diese Richtung.
Anders war ich schon immer, denn als Kind habe ich stark gestottert.
Ich bin es also gewöhnt, anders zu sein...😁
 
Ich erlebte Ausgrenzung, Ignorieren, Umgangen werden bereits in meiner Herkunftsfamilie. Heute habe ich nur distanzierten Kontakt zu meinen Eltern. Wenn ich reise fühle ich mich am besten oder bei meinen Kindern.
 
Ich nehme wahr, dass ich in Ruhe gelassen werde, besonders seit das Hartz IV weg ist (bei mir schon vor 2023, durch Rausfall wegen AU/EM), dass aber die Institutionen speziell für seelische Gesundheit mich potentiell bedrohen, nämlich vor allem in meiner Selbstständigkeit und selbstständigen Lebensgestaltung, aber auch durch Einschränkung meiner Wahlfreiheit in Sachen Zeitstruktur/Arbeit und Verbraucherentscheidungen (bedingt durch das geringe Budget in Sozialhilfe). Eigentlich ist vieles, dem ich in der Zeit meiner Krankheit begegnet bin, rechtlich gar nicht zulässig, siehe auch hier:

Convention on the Rights of Persons with Disabilities (CRPD) | Division for Inclusive Social Development (DISD)
 
Ich versuche es nicht mehr so an mich heran zu lassen, was andere über mich denken könnten.

Früher nahestehende Kontakte flohen mir zunehmend, auch von mir selbst ausgehend konnte ich diese nicht aufrechterhalten.
Ich möchte dem nicht nachtrauern, ist wohl auch eine Situation die man selbst erlebt haben muss bei sich oder anderen, als dass man sich etwas darunter vorstellen könnte.

Bin aber auch umgezogen was mir hierfür zupass gekommen ist.

Ich war in den kritischsten Zeiten sozusagen auf mich allein gestellt, schon weil ich nicht um Hilfe bitten wollte.
Hiervon ausgenommen freilich Hilfswerke, da habe ich anfängliche Scheu überwunden und bin zu dem Entschluss gekommen das ist sinnvoll und man darf sich das wert sein wenn man Hilfe benötigt.

Und ich versuche eben mir nicht so in den Resonanzbereich zu ziehen was irgendjemand denken könnte oder sagen.
Man tut was man kann, dafür benötige ich keine Bestätigung mehr im Außen um zu wissen, dass es so ist.
 
Ich versuche es nicht mehr so an mich heran zu lassen, was andere über mich denken könnten.

Früher nahestehende Kontakte flohen mir zunehmend, auch von mir selbst ausgehend konnte ich diese nicht aufrechterhalten.
Ich möchte dem nicht nachtrauern, ist wohl auch eine Situation die man selbst erlebt haben muss bei sich oder anderen, als dass man sich etwas darunter vorstellen könnte.

Bin aber auch umgezogen was mir hierfür zupass gekommen ist.

Ich war in den kritischsten Zeiten sozusagen auf mich allein gestellt, schon weil ich nicht um Hilfe bitten wollte.
Hiervon ausgenommen freilich Hilfswerke, da habe ich anfängliche Scheu überwunden und bin zu dem Entschluss gekommen das ist sinnvoll und man darf sich das wert sein wenn man Hilfe benötigt.

Und ich versuche eben mir nicht so in den Resonanzbereich zu ziehen was irgendjemand denken könnte oder sagen.
Man tut was man kann, dafür benötige ich keine Bestätigung mehr im Außen um zu wissen, dass es so ist.
Ganz genau, was ich auch denke...kann es nur gerade nicht so gut formulieren...
Danke!
 
Das muss man ein bisschen philosophisch sehen. Wenn sich theoretisch JEDER Gedanken darüber macht, wie er wahrgenommen wird und entsprechend agiert, ist es doch viel sinnvoller diese Überlegung gleich bleiben zu lassen und authentisch zu sein. Mir ist aufgefallen, seit ich da nicht mehr darüber nachdenke, dass es mir wesentlich besser geht und somit auch die Außenwirkung eine ganz andere ist.
 
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