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Angst vor Klinikaufenthalt

Heyoka

Member
Hallo Zusammen,
ich hoffe ihr erlebt gerade alle eine eher freudige als einsame, - eher sinnige als stressige Zeit! Und könnt dieses Jahr 2025 gut enden und davon ziehen lassen, - und guter Dinge in das kommende, neue Jahr starten!!

Ich schreibe, weil ich gerne eure ehrliche Meinung hören will, und mich zur Zeit auch ratlos fühle und Hilfe brauche..
Ich habe heute den Entschluss gefasst, mich für einen stationären Klinikaufenthalt anzumelden und hoffe das ich diesen auch durchziehen werde. Ich war während meines mittlerweile 10 Jährigen Krankheitsverlaufs die meiste Zeit über sehr therapieresistent und tue mich schwer damit, Hilfe anzunehmen, obwohl es immer wieder Phasen gab und gibt, wo ich es alleine nicht schaffe und mich wirklich schrecklich fühle. Ich wurde nie stationär behandelt, war bisher nur in einer Tagesklinik, und befinde mich seither in der Nachbehandlung. Auch andere Therapien sind nie richtig angeschlagen.. Ich bin derzeit auf einer Warteliste für eine Verhaltenstherapie, doch darf ich da noch mit einer ganzen Weile rechnen, bis diese beginnen wird.

Obwohl ich mit einem guten Gefühl und auch einer gewissen Hoffnung jetzt diesen Schritt gehen will, habe ich die Sorge, das meine Medikamente höher dosiert werden, als ich es möchte und für richtig halte. Das ist auch gut möglich, da ich für Symptom Psychose wirklich sehr niedrig eingestellt bin. Es ist so, und das hat meine Erfahrung mehrfach gezeigt, das die Nebenwirkungen die ich hatte einfach immer sehr unangenehm für mich waren und ich auch bei leicht höherer Dosierung deutliche Veränderungen gespürt habe. Der Effekt war dann meistens das ich mich hingehend meiner Minussymptomatik einfach furchtbar fühle. Die Medis lindern meine Plussymptome, und auch den negativen Stress und emotionalen Schmerz, - Das Chaos und den Lärm in meinem Kopf. Das weiß ich auch. Aber diese schwer depressiven Gefühle und die Nebenwirkungen fand ich für mich immer noch viel unerträglicher...

Ich würde mich über eure Meinung, euren Rat und eure Erfahrungen freuen!

Liebe Grüße,
Heyoka
 
Das ist schwierig. Im Krankenhaus wird gerne mal mehr gegeben. Du könntest dort anrufen und fragen ob man etwas vereinbaren kann wegen der Medikamente. Schade dass du aus diesem Grund Bedenken haben musst. Gerade wenn man so eingestellt ist wie es genau passt und darüber nichts verträgt ist ein stationärer Aufenthalt nicht so einfach, weil dort andere Prinzipchen vorherrschen. Wenn sie nicht auf deinen Wunsch eingehen würde ich nicht stationär gehen, weil du den Schutz und die Atmosphäre gar nicht geniessen könntest.
Frohen 2. Weihnachtstag.
 
Hey du,
Niemand auf dieser Welt kann dich zwingen, Medikamente zu nehmen. Es gibt stationär bestimmt auch andere Angebote, die dir weiterhelfen können.

Nimmst du ein Antipsychotikum und ein Antidepressivum?

Bei mir hat das AD voll angeschlagen, ich war nach der psychotischen Episode schwer depressiv.
 
Hi zusammen,
Lieben Dank für eure Nachrichten!

Ich habe mich schließlich doch gegen einen Klinikaufenthalt entschieden. Es waren einfach zu viele Angst-Gedanken, die ich im Bezug auf einen stationären Aufenthalt hatte und habe, und meine Ausgangslage hat sich zum Glück auch seither wieder verbessert.

Sicher wäre es ein Schritt, der mich gut weiterbringen könnte und mich vieles lehren könnte.

Aber ich denke da ich schon so lange (seit meinem 18. Lebensjahr - Ich bin jetzt 27) mit dieser Sache lebe, habe ich so ein bisschen meine eigenen Methoden gefunden und Skills entwickelt, störende Symptome, - und mein überreiztes Nervensystem in solchen Episoden, langsam wieder zu regulieren.

Um, wenn auch jetzt mit Verzögerung, noch auf deine Frage zu antworten @Helen; ich nehme seit einiger Zeit schon Aripiprazol. Das wirkt ja antipsychotisch und auch anti-depressiv, beziehungsweise stimmungsstabilisierend. Habe aber auch mal seperat ein Antidepressivum verschrieben bekommen; Ich glaube es hieß Sertralin?! Das habe ich nicht so gut vertragen 😅

Ich befand mich tatsächlich, als ich diesen Thread eröffnete, in einem Versuch (natürlich mit meiner seit Jahren mich behandelnden Ärztin geplant und abgesprochen) das Abilify von 5mg, noch weiter runterzudosieren, und es vielleicht sogar komplett auszuschleichen. Dummerweise ist Sie dann krank geworden, und hatte anschließend Urlaub über die Feiertage...
Das Timing war also einfach blöd! 😅😂

5mg habe ich eine gute Zeit geschafft zu halten, worauf ich wirklich stolz bin, da früher noch um Einiges höher und anders dosiert war. Ich habe aber auch wirklich eine lange Zeit darauf hingearbeitet!

Es auszuschleichen hat leider nicht geklappt... Naja 🤷‍♂️

Liebe Grüße,
Heyoka
 
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