Zur Depot‑ vs. Tabletten‑Logik – eine sachliche Einordnung
Kurz noch einmal die wichtigsten Punkte zur Problematik gesetzlich ohne Aufschrei zu lösen:
Gesetzesänderungen
Alternative:
Boykott aller Depotpräparate unter den Antipsychotika und lautstarke organisierte Demonstrationen vor den psychiatrischen Kliniken.
Anliegen:
Gerechte finanzielle Verteilung in Richtung Tablettenwirkstoffe, da Brexpiprazol und Lurasidon bis heute trotz EMA-Zulassung und deutlich besserer Verträglichkeit und deutlich geringerer Kosten als Depots keine Erstattungsmöglichkeit besitzen. Stattdessen wurden aber ständig neue Depotprodukte in unnötig hohen Depotzeiträumen (ca. 3 und 6 Monate) zugelassen und Umstellungspflichten auf Generika bei den 2-wöchigen Risperda-Depots und Paliperidon 4-wöchig einfach übergangen, obwohl die Patente längst abgelaufen sind.
Dafür kann man sich Lurasidon, Brexpiprazol, KarXT, Evenamid und das bereits vorhandene Bupropion sicher leisten, wenn man diese unnötige Verschwendung seitens der Depotpräparate unterbindet und einen gesunden Wettbewerb von Generikaherstellern ermöglicht.
Diese Tablettenprodukte müssen sich teilweise in einem einmaligen Patentzeitraum von der Forschung und alles bezahlt machen.
Risperidon und Paliperidon haben von 1990 bis heute patentierte hohe Preise für ihre Produkte erzielt, ohne echte Verträglichkeitsvorteile zu den Tablettenwirkstoffen zu bieten. Die Tablettenform von Risperidon soll sogar für den Kreislauf und Blutdruck teils besser sein als das Depot sein.
Hier muss man endlich mal Transparenz herstellen, welche Hersteller wie stark profitieren, damit überhaupt neue Medikamente wie Brexpiprazol und Lurasidon mit einem Bruchteil dieser immensen Überkosten finanziert werden können, auch Bupropion bei Schizophrenie eine Zulassung bzw. klare Indikation bei Negativsymptomen bekommt, was der Studien- und Evidenzlage entspricht. Aktuell kann es auch verwendet werden, etwa bei zusätzlicher Nikotinsucht (ca. 70 % der Betroffenen sind Raucher), aber im Grunde wäre es eher Off-Label-Use. Vorteile hat Bupropion bei TRS auch bei Speichelfluss etwa.
Fehldeutungen in der Literatur sind bereits richtiggestellt:
Bupropion—myth-busting! | CNS Spectrums | Cambridge Core
Später sollten auch KarXT (auf Muskarin wirksames Medikament) und Evenamit (auf Glutamat wirksames Medikament) als prominente Beispiele noch finanzierbar sein. Lurasidon und Brexpiprazol wären Gebot der Stunde, ohne dass diese interpretierten Mehrkosten tatsächlich ins Gewicht fallen, da die patentierten Tablettenwirkstoffe immer noch viel günstiger als die alten Depotpräparate sind.