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Quetiapin und Leberschäden

goped

Well-known member
Als ich mal Quetiapin wollte sagte mein Psychiater nein, weil es die leber kaputtmacht. ist das wirklich so schlimm, ? ich nimm noch ne menge ein z.b: Risperidon, Amisulprid, lithium, und nachts 100mg Quetiapin. Weil das ganze ja auch über die leber verstoffwechselt wird. ist das wirklich so mit der leber ?
 
Kannst ja mal deine Blutwerte bestimmen lassen. Ansonsten ist es nicht geläufig, dass quetiapin leberschäden verursacht, dein Arzt redet Quatsch. Ich glaube risperidon ist viel schädlicher und verursacht Depressionen.
 
Kannst ja mal deine Blutwerte bestimmen lassen. Ansonsten ist es nicht geläufig, dass quetiapin leberschäden verursacht, dein Arzt redet Quatsch. Ich glaube risperidon ist viel schädlicher und verursacht Depressionen.
Risperidon verursacht zumindest bei mir definitiv mehr Depressionen als Quetiapin. Ich habe bereits von 0,5mg Risperidon in der Kombi mit 650mg Quetiapin eine deutliche Beeinträchtigung der Stimmung wahrgenommen. Aktuell nehme ich 1,0mg Risperidon. Natürlich muss man die Kombination beachten. Zwei NLs gleichzeitig zu nehmen, macht es nicht besser. Aber ich will wieder auf Quetiapin als alleiniges NL langfristig kommen, gerne auch mit etwas mehr Quetiapin (700mg).
 
Neuroleptika im Allgemeinen werden über die Leber metabolisiert. So mehr man davon nimmt, umso schlechter für die Leber. Clozapin kann zu massiven Blutbildstörungen führen. Das sind heftige Medikamente, die allesamt heftige Nebenwirkungen haben. Daher muss man die Werte immer kontrollieren lassen. Aber Schizophrenie ist eben auch die schwerwiegendste psychiatrische Erkrankung, die es auf dieser Welt gibt.
 
Eine Freundin von mir nimmt schon seit 20 Jahren Clozapin und sie hat nur leicht erhöhte Leberwerte bekommen, dafür hört sie keine Stimmen mehr.
Übertreibt es nicht so mit euren man könnte schon sagen Wahngedanken, was die Nebenwirkungen betrifft.
Es ist alles im grünen Bereich, wenn man regelmäßig seine Blutwerte checken lässt und dann gegensteuert mit Leberpräparaten aus der Apotheke beispielsweise.
 

🧾 Evidenzlage zu Quetiapin und Leberbelastung​

QuelleBefundBewertung
AkdÄ (2006)Fallbericht: Patientin entwickelte nach Quetiapin-Therapie massiv erhöhte Leberwerte (GPT 1245 U/l, GOT 982 U/l). Insgesamt 431 Verdachtsfälle, davon 10 mit Leber-Galle-Störungen.Sehr seltene, idiosynkratische Reaktion; Fachinfo weist auf häufige Transaminasenerhöhungen hin.
Arznei-Telegramm (2014)Mehrere Fälle von akutem Leberversagen innerhalb weniger Wochen nach Therapiebeginn. Health Canada fordert Meldung solcher Fälle.Bestätigt seltene, aber ernste Risiken; Quetiapin wird extensiv in der Leber metabolisiert.
Med-Mag (2024)Übersicht zu Langzeitschäden: Quetiapin kann Transaminasen erhöhen, selten Hepatitis oder Leberversagen.Langfristige Überwachung empfohlen, aber kein generelles hohes Risiko.


🔍 Vergleich mit Clozapin​

  • Clozapin ist ebenfalls bekannt für seltene, aber teils fulminante Leberschäden (bis hin zu Lebernekrose).
  • Quetiapin zeigt ein ähnliches Muster: meist milde Transaminasenerhöhungen, selten schwerwiegende Fälle.
  • Keines der beiden Medikamente gilt als „stärker“ hepatotoxisch im Alltag, sondern beide erfordern regelmäßige Leberwertkontrollen.

⚖️ Fazit​


  • Quetiapin kann die Leber belasten, aber das Risiko ist selten und idiosynkratisch.
  • Regelmäßige Kontrolle der Leberwerte ist bei beiden Substanzen (Clozapin und Quetiapin) sinnvoll.
  • Aussagen wie „Quetiapin geht stärker auf die Leber“ sind zu pauschal. Die Daten zeigen eher: beide können selten schwerwiegende Schäden verursachen, aber nicht systematisch häufiger bei Quetiapin.


Mit KI erstellt


@goped
Du nimmst insgesamt zu viel ein, was die Mortalität um ein Vielfaches steigert.
Man sollte normal maximal zwei Antipsychotika einnehmen! Lithium belastet die Nieren, da würde ich dir Litihum-Orotate 5 mg (Mikrodosis gegebenenfalls doppelte Dosis 10 mg bei dir) empfehlen, da die Orotate-Form mit geringeren Dosierungen auskommt.
Hier bekommst du das vergleichsweise sehr günstig.
Dabei würdest du dann aber keinen normalen Lithiumspiegel mehr haben, da Lithium ansonsten in sehr hohen Dosierungen eingesetzt wird.

Hier genaueres bezüglich der Dosierungen:
Kurzantwort: Die üblichen psychiatrischen Lithiumdosierungen (Lithiumcarbonat) liegen bei 900–1800 mg/Tag (entspricht ca. 150–300 mg elementarem Lithium) mit Zielspiegeln von 0,6–1,0 mmol/l. Im Vergleich dazu enthält Lithiumorotat als Nahrungsergänzung meist nur 120–130 mg Lithiumorotat pro Kapsel, was etwa 4–5 mg elementarem Lithium entspricht. Das ist also etwa 30–60-fach niedriger als die therapeutische Dosis in der Psychiatrie.

🧾 Vergleich: Lithiumcarbonat vs. Lithiumorotat​

FormTypische DosierungElementares LithiumAnwendungMonitoring
Lithiumcarbonat (medizinisch)900–1800 mg/Tag150–300 mg LithiumTherapie bipolarer Störungen, Depression, SuizidprophylaxeRegelmäßige Blutspiegelkontrollen (0,6–1,0 mmol/l), Nieren- & Schilddrüsenwerte
Lithiumorotat (Supplement)120–130 mg/Kapsel4–5 mg LithiumNahrungsergänzung, Mikrodosierung für Stress, Stimmungsausgleich, NeuroprotektionKeine Spiegelkontrolle nötig; Dosierungen meist 1–5 mg Lithium/Tag
Low-dose Lithium (Substitution)5–10 mg Lithium/Tag5–10 mg LithiumExperimentell bei Stress, Post-COVID, DemenzpräventionKeine Spiegelkontrolle; Off-label, nur unter ärztlicher Begleitung


🔍 Wichtige Unterschiede​

  • Lithiumcarbonat: Hochdosis, klinisch etabliert, aber mit relevanten Risiken (Nieren, Schilddrüse, Intoxikation).
  • Lithiumorotat: Niedrigdosis, frei verkäuflich in manchen Ländern, keine etablierten psychiatrischen Indikationen, eher als „Neuro-Nährstoff“ oder Spurenelement diskutiert.
  • Bioverfügbarkeit: Lithiumorotat wird teils als besser zellgängig beschrieben, aber die Datenlage ist begrenzt.
  • Sicherheit: In Mikrodosierungen (1–5 mg Lithium/Tag) gilt es als gut verträglich; toxische Spiegel sind praktisch ausgeschlossen.

⚖️ Fazit​

  • Lithiumcarbonat = klinisch wirksame Hochdosis mit strenger Kontrolle.
  • Lithiumorotat = Nahrungsergänzung in Mikrodosierung, nicht vergleichbar mit psychiatrischer Lithiumtherapie.
  • Der Unterschied ist quantitativ enorm: Lithiumorotat liefert nur einen Bruchteil der Menge, die für eine psychiatrische Wirkung nötig wäre.

Handlungsempfehlungen:
Lithium (deutlich höhere Dosierungen) durch Lithium-Orotate 5mg tauschen um Nieren zu schonen.
Quetiapin 100 mg bei belassen, solange Leberwerte ok sind. Ein Leberwert darf ja glaube ich im Blutbild manchmal abweichen, bei mehreren ist es kritisch.

Amisulprid und Risperidon kombiniert würde ich eher kritisch sehen, auch weil beide Prolaktinerhöhung machen, was auch die Knochen angreifen kann.
Eventuell wäre Aripiprazol 5 mg (kleinste Tablettendosis) zum Risperidon oder Amisulprid(eines der Beiden) besser, da Aripiprazol den Prolaktinspiegel senken bzw. normalisieren kann.

Fazit:
Lithium durch Lithium-Orotata (Microdosis 5–10 mg ersetzen), um Nieren zu schonen. Dabei ist hinterher kein Lithiumspiegel mehr nötig, da wesentlich kleinere Dosierungen, die aber gezielter im Gehirn ankommen, statt den Körper zu überfluten.

Quetiapin erstmal beibehalten, erstmal nur bei schwierigen Leberwerden reduzieren bzw. absetzen.

Risperidon + Amisulprid wirken beide auf den Prolaktinspiegel.
Besser Amisulprid durch Aripiprazol 5 mg bis max. 10 mg ersetzen. Damit kann sich auch Supersensitivität (wenn man immer mehr braucht) zurückbilden, da Aripiprazol da laut Studien helfen kann. Bei Schlafstörungen oder Akathisie besser 5 mg Aripiprazol, weil Akathisie bedeutet, dass mehr als 80 % der D2 Rezeptoren in dem Fall belegt sind und die Wirkung eher zu stark ist. Additiv könnte die Kombi Risperidon + Aripiprazol besser als Amisulprid + Aripiprazol sein, da Aripiprazol D2 und D3 ähnlich gut wie Amisulprid belegt (über 80 %) und man das an sich eher vermeiden möchte. Risperidon hat in deinem Fall ein breites günstigeres Profil und damit kommst du ja gut zurecht, deshalb, da lieber Aripiprazol 5 mg ergänzen statt Amisulprid.
Rezeptorbindungsprofile von Antipsychotika

Wenn du Amisulprid mit Aripiprazol 5 mg (max. 10 bis 15 mg) getauscht hast, dann kannst du Quetiapin womöglich reduzieren bzw. absetzen, da Aripiprazol (morgens eingenommen) in geringer Dosis den Schlaf auch so fördern kann.
Quetiapin nur, wenn nötig als antipsychotischer Wirkverstärker, da es ähnlich wie Clozapin ein breites Rezeptorprofil anspricht. 100 mg ist da eine gute Dosis, da man eher unter 150 mg (Einschätzung) bleiben sollte.
 
Maggi, ich vertrage abilify nicht !
Was für Dosierungen hattest du den damals? Über 5 mg ist kritisch und macht Akathisie. Psychiater setzen häufig viel zu hohe Dosierungen ein und meist ist D2 bereits blockiert, wie bei dir durch Risperidon. Aripiprazol gibt es auch in Tropfenform, wo du das langsam mit 1 mg ansetzen kannst und sagen wir auf 3 mg ganz reduziert testen könntest.

Ist eines der wenigen Medikamente, was Supersensitivität aufgrund des stärkeren Partialagonismus wieder korrigieren kann, da du etwa immer mehr Antipsychotika so brauchst und bereits viel einnimmst.

Aripiprazol(Abilify) gibt es in Tropfenform. Das könntest du probieren. Übliche Dosierungen gehen von 5-30mg wobei Aripiprazol bei 5mg (monotherapie) schon ausreichend stark wirken kann bei einer akuten Schizophrenie. Wenn dir dein damaliger Arzt wie häufig üblich 15mg oder so verordnet hat, dann ist Akathisie logisch da mehr als 80% der D2 Rezeptoren belegt sind, die bereits mit Risperidon oder anderen Antipsychotika belegt sind.

Vermutlich war deine Dosis Abilify viel zu hoch und du warst vorher schon überdosiert.
Kannst du dich an die Nebenwirkungen (etwa Akathisie = Sitzunruhe) vom Abilify erinnern?
Akathisie ist in dem Fall ein Zeichen von Überdosis, da diese auftritt, wenn mehr als 80 % der D2 Rezeptoren belegt sind, was therapeutisch keinen Nutzen macht.

Abilify kann in kleinen Dosierungen fast gar keine Nebenwirkungen machen, wenn du sonst keine anderen Unverträglichkeiten als Akathisiesymptome/Unruhe hattest?
Auch sollte man langsam umstellen auf Aripiprazol, da zu abrupter Wechsel auch Probleme machen kann (vermutlich hat man das bei dir zu hochdosiert und abrupt gemacht.)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe damals abilify bekommen, ich weiß es weil ich in der einschleichphase sexuell sehr aktiv war, und dann war da so ein komischer Zustand wie unter Drogen, und ich hatte unbegründete Angst
 
Ich habe damals abilify bekommen, ich weiß es weil ich in der einschleichphase sexuell sehr aktiv war, und dann war da so ein komischer Zustand wie unter Drogen, und ich hatte unbegründete Angst
Dieser komische Drogenzustand ist in den ersten 1–2 Wochen, bis die Psychose abgeklungen ist. Also ein Zeichen, dass es wirkt, was dann wieder aufhört, wenn man aus dem Schub draußen ist.
Die Psychose steigert die Libido und die sexuelle Dämpfung auch beim Aripiprazol tritt verzögert ein, auch wenn diese beim Aripiprazol milder ausfällt als bei anderen Antipsychotika.
Du kannst zum Aripiprazol bei zu starker Libido später immer noch ein SSRI Antidepressivum ergänzen, da die Serotoninwirkung auch Libido reduziert.

Vermutlich wurdest du zu schnell auf Aripiprazol umgestellt, ohne einschleichen. Vielleicht kannst du die Dosis von damals ja erfragen.
Mein Tipp wäre für dich, dass du dir gezielt 5 mg Aripiprazol oder besser Abilify-Tropfen verordnen lässt.
Da du Risperidon parallel hast, ist dieses sexuell eh stark dämpfend.
Damals hat man mir bei Erstbehandlung auch mal Risperidon(14 Tage Depot) + Aripiprazol vor der Entlassung gegeben, ohne dass ich das mitbekommen habe.
Aripiprazol kann als Monotherapie eingenommen zwar einerseits dämpfend, aber auch etwas sexuell anregend sein, weshalb da etwas Bremsendes vielleicht bei manchen Betroffenen nützlich sein kann, wobei SSRI Antidepressiva(Citalopram) einen libidosenkenden Effekt haben, ohne das man ein weiteres Antipsychotikum braucht.

Im Grunde könntest du also langfristig auch auf Monotherpaie Aripiprazol umstellen und Citalopram SSRI ergänzen.

Vielleicht kannst du die Umstände erfragen, welche Dosis Abilify du damals bekommen hast.

Ich würde an deiner Stelle Tropfen oder 5 mg (kleinste Tablettenform) von Aripiprazol nochmal probieren, da sich in der Zeit einiges verändert haben kann und wenn du entweder Risperidon oder Amisulprid dann durchs Aripiprazol ersetzen kannst.
Amisulprid+Aripiprazol könnte auch gut funktionieren(ohne Risperidon), wichtig ist das die Dosierungen beider Substanzen möglichst klein bleiben, da Amisulprid und Aripiprazol D2 stark blockieren. Amisulprid vielleicht ca. 50-300 mg in Kombi mit 3-10 mg Aripiprazol (morgens).
Quetiapin tendenziell weiter reduzieren auf 50 mg abends oder absetzen.
 
Maggi du hast da was falsch verstanden, in der einschleichphase war ich sexuell sehr aktiv weil das bei abilify so ist und dann irgendwann hatte ich einen drogenähnlichen Zustand, was vom abilify kam. Vielleicht wars ja eine Wechselwirkung mit anderen Neuroleptika aber das weiß ich nicht.
 
Vielleicht sollte ich das abilify nochmal ausprobieren, weil diese Nebenwirkungen die ich hatte die gibts irgendwie bei abilify nicht, ich glaube ich hatte damals clozapin und mir wurde abilify eingeschlichen und es könnte wechselwirkungen geben zwischen diesen 2 medis. Werde mal meine psychiaterin fragen ob ich in die psychiatrie kann und abilify nochmal ausprobieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Maggi du hast da was falsch verstanden, in der einschleichphase war ich sexuell sehr aktiv weil das bei abilify so ist und dann irgendwann hatte ich einen drogenähnlichen Zustand, was vom abilify kam. Vielleicht wars ja eine Wechselwirkung mit anderen Neuroleptika aber das weiß ich nicht.
Dieser drogenähnliche Zustand ist wie gesagt ein Zeichen, dass es akut wirksam ist. Also ein positives Signal, dass es wirkt. Dies hört nach 1–2 Wochen wieder auf, wenn die Symptome ganz abgeklungen sind. Angst, die du vorher beschrieben hast, empfinde ich als ungewöhnlich und könnte darauf hindeuten, dass man bei dir direkt mit 15 mg angefangen hat, statt 5mg (was häufig ausreicht)

Hast du vor der Einschleichphase des Abilify das vorherige Medikament vielleicht schon längere Zeit abgesetzt und warst in der Phase, wo sich bei dir eine Absetzpsychose angekündigt hat, als du Abilify verordnet bekommen hast?

Aripiprazol ist sexuell weniger stark dämpfend als andere Antipsychotika und kann womöglich kurzzeitig zu Beginn der Einnahme etwas anregend sein, bis die Psychose abgeklungen ist. Da du Drogenwirkung hattest, warst du da noch in der Wirkphase, also noch in der Psychose, wo erhöhte Libido auch so möglich ist.
Du würdest ja bei Einnahme, von Aripiprazol parallel dazu Risperidon oder Amisulprid nehmen, also sollten diese die Libido auch so deutlich reduzieren. Aripiprazol-Monotherpaie wäre leichte sexuelle Anregung möglich neben der parallelen Dämpfung, da könnte man ein SSRI-Antidepressivum ergänzen, was die Libido auch reduziert. In deinem Fall hast du ja schon dämpfend Risperidon oder Amisulprid. Risperidon + Abilify oder Amisulprid + Abilify sollten normal die leichte Anregung und Libidosteigerung vom Abilify locker abfangen.
SSRI Antidepressiva sind mild, gut kombinierbar und kann man wie Citalopram immer noch ergänzen, wenn die Libido gesteigert ist, was ja auch unangenehm sein kann.

Du kannst ja berichten, falls du Abilify ergänzt, ob das bei der parallelen Medikation auch so ist.

Abilify kann zu Beginn der Einnahme (1–2 Wochen bis Psychose abgeklungen ist) auf jeden Fall dieses leichte "Dorgengefühl" machen, was dann wieder aufhört.
Da vorher ja eine Psychose meist sich angekündigt hat, ist einfach sehr viel Dopamin im System, was erstmal heruntergedämpft, werden muss. In der Phase ist die Libido erhöht, also durch die Psychose selbst und womöglich regt das Aripiprazol bis es voll wirkt, etwas an. Sex oder Selbstbefriedigung kann ja wie eine Beruhigung in dieser noch angespannten Phase sein.
Nach 2–3 Wochen sollte das Drogengefühl komplett weg sein, also dieses Gefühl ist wirklich wie ein Indikator, dass es wirkt.
Erhöhte Libido sehe ich eher so, dass sich durch den unbehandelten psychotischen Schub vorher viel Dopaminüberschuss gebildet hat und es eben ein paar Wochen dauert, bis das herunter gedämpft ist.
Da Aripiprazol Partialagonist ist, wird Dopamin mittel aktiviert und gleichzeitig stark gedämpft. Zu Beginn der Einnahme könnte es sein, dass diese aktivierende Wirkung etwas überwiegt bis die Wirkung voll da ist und sich dadurch die damalige Libidosteierung bei dir miterklärt.



Hattest du damals parallel dazu ein anderes Antipsychotikum?
Wurdest du damals umgestellt oder hast vorher die Antipsychotika schon längere Zeit abgesetzt?
Warst du kurz vor oder in einem psychotischen Schub und hast dann kurz vor Rückfall Aripiprazol(Monotherpaie) bekommen?

Wie lange hast du Aripiprazol eingenommen und kannst du dich an die Dosis erinnern? Vielleicht hast du ja die Packung noch zu Hause oder einen Arztbrief von damals?


Vielleicht sollte ich das abilify nochmal ausprobieren, weil diese Nebenwirkungen die ich hatte die gibts irgendwie bei abilify nicht
Ich würde es an deiner Stelle nochmal probieren (max. 5 mg Aripiprazol in Kombi mit Risperidon oder Amisulprid). Die Tropfenform wäre zu Beginn(müsste 1 mg pro Tropfen oder so sein) vielleicht besser, um langsam auf 5 mg (kleinste Tablettendosis) zu steigern.
Drogenwirkung ist erwünscht am Anfang, aber kann auch diesmal ausbleiben, da du ja bereits stark antipsychotisch therapiert bist und somit dieser Effekt eher gering ausfallen sollte.
Deine damaligen Angstsymptome sehe ich als eher ungewöhnlich und könnten darauf hindeuten, dass du zu hochdosiert wurdest.

Hattest du damals Akathisie (Sitzunruhe) oder Unruhe vom Abilify bekommen? Das deutet auf Überdosierung hin, da über 80 % D2 Rezeptorblockade Akathisie auftritt. Ist aber im klinischen Alltag eher "normal", da man ja die Medikamente häufig übermäßig hoch dosiert. Zeit ist ein wesentlicher Faktor, da Blockaden über 80 % wenig nutzen bringen und es teils auch paradoxe Nebenwirkungen(Psychotisch Symptome) bei zu hohen Dosierungen gibt.

Probiers nochmal aus, wenn du die Möglichkeit hast.
 
Ich hatte damals wahrscheinlich clozapin und es könnte zu Wechselwirkungen gekommen sein weil chatgpt sagt das ist das 1 medi bei dem es zu Wechselwirkungen kommen kann. Aber Risperidon und amisulprid kommen auch gleich als Wechselwirkung. Ich glaube der drogenähnliche Zustand heißt deriliosation

Aber das kann auch abilify alleine auslösen
 
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