Also mein Psychiater ist immer kurz angebunden. Ich gehe meistens zu ihm ins Zimmer und er fragt mich, wie es mir geht. Dann gibt er mir ein Rezept für mein Medikament und dann warst das auch. So richtig helfen tut er mir nicht, weil wenn ich ihn sage, dass es mir "solala" gehe, dann meint er immer, ich soll mein Medikament weiterhin nehmen und die Gespräche beim Psychotherapeuten weiter wahrnehmen.
Mein Psychotherapeut ist bis jetzt ganz gut. Er sagt mir ganz klar ins Gesicht, dass die Erkrankung nicht mehr bei mir heilbar ist und ich damit so gut wie es geht leben muss. Er meinte nur, dass ich die Erkrankung positiv sehen soll, da ich ja ein Anspruch auf ne gute EM Rente habe und dadurch nicht mehr vom Jobcenter drangsaliert werden kann, irgendeine Arbeit aufzunehmen mit schlechten Arbeitsbedingungen und Lohn. Das sieht er als Luxus an. Denn hätte ich meine eigentlichen Lebensziele umgesetzt, ne Frau zu heiraten, ein Kind zu bekommen und ein Haus zu bauen, hätte ich ganz andere Probleme gehabt, dass ich z.B. dann arbeiten gehen muss, um das Haus abzubezahlen und nebenbei noch die Familie zu versorgen. Er sagt mir auch direkt ins Gesicht, wenn ich wieder so läppisch werde, damit er mir mein Verhalten vor Auge zeigt und ich so daraus lernen kann, dass ich mich gerade wieder wie ein Kind benehme. Für eine weitere Zusammenarbeit, meinte er des Weiteren, dass er mich auch in die Psychiatrie wieder "stecken" will, wenn er merkt, dass es mir schlechter geht.
Ansonsten befürwortet er so eine TWG, weil es für mich ein geschützter Rahmen ist, dort zu leben und zu arbeiten.
Einen Betreuer für mich würde er auch empfehlen, wenn meine Eltern nicht mehr leben.