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Wie nehmt ihr Stimmen in eurem Kopf wahr?

  • Ersteller Ersteller Gelöschtes Mitglied 1913
  • Erstellt am Erstellt am
G

Gelöschtes Mitglied 1913

Hallo allesamt,

2003 hat es bei mir angefangen, dass ich Stimmen hörte. Zuerst dachte ich es seien Engel, das Himmelreich und Gott die zu mir sprechen. Jahrelang habe ich Träume, Visionen und Erscheinungen erlebt die mich haben glauben lassen, dass ich etwas übernatürliches göttliches erlebe. Währenddessen habe ich zugleich Erlebnisse gehabt in denne ich psychisch und körperlich z.B. Schmerzen im Körper erlebt habe. So dachte ich dann, dass ich trotz dieser göttlichen Erlebnisse von Dämonen und bösen Geister verfolgt werde. In den letzten Jahren ist das ganze nur noch negativ geworden. Diese Stimmen die zu mir sprechen haben mir erklärt, dass daran nichts göttliches ist und sie für alle meine Erlebnisse (Halluzinationen) verantwortlich sind. Sie haben sich mir vorgestellt und gesagt, dass sie sich Seelengeister nennen. Sie sagen, dass sie die guten Menschen belohnen und die bösen bestrafen, wenn sie es für richtig halten und das sie sehr mächtige Wesen sind. Ich höre jetzt seit einigen Jahren permanent Stimmen die mich fertig machen und von mir Sachen verlangen die ich nicht machen möchte. Sie sind irgendwie in der Lage mir alles aus meinem Leben zu erwähnen und sagen mir, dass ich einfach ein schlechter Mensch bin den sie kein bisschen respektieren. Sie sagen, dass sie mich loswerden wollen und das ich mich aus ihrem Land verpissen soll, weil ich ein Nichtsnutz bin. Ich könnte euch noch viel mehr erzählen. Ich möchte aber einfach nur wissen wie ihr mit Stimmen im Kopf umgeht. Ich bin zwar in ambulanter Behandlung. Die Medikamente helfen aber nicht. Diese Stimmen oder diese sogenannten Seelengeister sagen, dass ich nicht krank bin und deswegen keine Behandlung brauche. Also habe ich den Glauben an Medikamente verloren und habe diese auch abgesetzt. Diese Stimmen machen mich nur noch fertig. Und das von Morgens bis Abends. Ich fühle auch nichts mehr und kann nicht mehr weinen. Das ist alles eine unglaubliche Belastung für mich. Was sind Eure Erlebnisse, wie geht ihr damit um?
 
Ich höre schon seit 30 Jahren Stimmen und habe mich daran gewöhnt weil sie mir helfen im Alltag zurechtzukommen. Geben mir guten Rat und sind positiv an meiner Seite.
Nun sind aber seit 3 Jahren quälende Geister hinzugekommen die mich immer wieder belästigen und mir Kopfschmerzen bereiten. Sie reden kein Wort, aber ich spüre sie wie Metall in meinem Kopf. Die sind sehr krass. Medikamente helfen da auch nicht. Nehme nur noch die niedrigste Dosis meines Amisulprids als Grundbasis, da die Stimmen gedämpft sind und ich sie nicht so laut höre.

An deiner Stelle würde ich gegen ihren Willen dennoch Medikamente einnehmen. Das Amisulprid wird sehr oft bei Stimmen eingesetzt, was du mal ausprobieren solltest. Aber eine höhere Dosis bis 200 mg solltest du schon einnehmen.

Ansonsten würde ich denen sagen, dass du ein wertvoller Mensch bist und die negativen Äußerungen deiner Stmmen ignorieren.

Lass dir nicht alles gefallen.
 
Hallo Gelöschtes Mitglied 1913,

Ich höre seit 2008 Stimmen, die aber unter risperidon 5mg in den Hintergrund getreten sind. Sprich mit deinem Psychiater über eine mögliche Medikation. Ohne Medikamente kriegt man das mit den Stimmen nicht in den Griff.

Viele grüsse
 
Durch das Forum hier habe ich irgendwie wieder Hoffnung gefunden. Lese viele Gemeinsamkeiten. Das lässt mich wahrnehmen, dass ich nicht alleine bin. Habe heute auch vor zur Psychiatrie zu gehen um mir neue Medikamente geben zu lassen. Ich brauche auch noch Medikamente, damit ich wieder etwas fühlen kann. Fühle nichts mehr in mir keine Freude, Liebe usw. Danke
 
Gelöschtes Mitglied 1913, das hört sich ja schrecklich an. Ich habe nur für eine kurze Zeit wirklich fremde Stimmen gehört, mit den Medikamenten ist das besser geworden. Jetzt habe ich nur noch ab und zu sinnlose, fremde Gedanken. Also nichts akustisches. Dennoch stören sie mich.

Gelöschtes Mitglied 1913, warst du nun beim Psychiater und hast dir was verschreiben lassen? Ist es besser geworden?

Viele Grüße,

Benjamin
 
Gelöschtes Mitglied 1913, das hört sich ja schrecklich an. Ich habe nur für eine kurze Zeit wirklich fremde Stimmen gehört, mit den Medikamenten ist das besser geworden. Jetzt habe ich nur noch ab und zu sinnlose, fremde Gedanken. Also nichts akustisches. Dennoch stören sie mich.

Gelöschtes Mitglied 1913, warst du nun beim Psychiater und hast dir was verschreiben lassen? Ist es besser geworden?

Viele Grüße,

Benjamin
Hallo Benjamin, ja mir geht es jetzt besser. Nehme regelmäßig meine Medikamente. Höre immer noch Stimmen. Irgendwann gewöhnt man sich dran. Für mich ist es momentan das wichtigste mein Leben stabil leben zu können. An die Stimmen musste ich mich ja irgendwann gewöhnen. Vielleicht ist es ja ein Hinweis für jemanden, dass seine Krankheit nicht zu besiegen ist und man irgendwie daraus stärker wird. Akzeptieren und irgendwie weitermachen. Hat bei mir gedauert aber mittlerweile komme ich Recht gut zurecht.
 
Mittlerweile höre ich nur noch Gedankeneingebungen, die nicht von mir stammen.

Früher waren es laute akustische Stimmen.

Das ändert sich mit der Zeit.
 
Ich denke die kriegst nicht mehr weg, wenn Jahrzentelang mit denen zu tun hattest. Ich bin gar nicht darauf klargekommen. Habe schreckliche Dinge mir selbst angetan, weil ich nicht mehr weiter wusste. Letzten Endes wurde ich eingewiesen und seitdem nichtmal mehr den Hauch einer Stimme.
Ich bin total durchgedreht. Die gaben befehle usw. wollte die auch testen, ob sie die Wahrheit sagen usw. Hat alles nicht gestimmt was sie sagten. Dann kamen meine eigene Methoden.
 
Eine Freundin von mir, aus der Selbsthilfegruppe, ging es ähnlich. Sie meinte sie kann mit diesen Stimmen nicht leben und wollte sich vor einen Lastwagen stürzen. Daraufhin sind die Stimmen verschwunden.

Ich komme gut klar mit meinen Stimmen. Höre sie auch schon sehr lange. Mittlerweile höre ich sie nur noch über meine Gedanken.
 
Ich denke die kriegst nicht mehr weg, wenn Jahrzentelang mit denen zu tun hattest. Ich bin gar nicht darauf klargekommen. Habe schreckliche Dinge mir selbst angetan, weil ich nicht mehr weiter wusste. Letzten Endes wurde ich eingewiesen und seitdem nichtmal mehr den Hauch einer Stimme.
Ich bin total durchgedreht. Die gaben befehle usw. wollte die auch testen, ob sie die Wahrheit sagen usw. Hat alles nicht gestimmt was sie sagten. Dann kamen meine eigene Methoden.
Ich hatte und habe es auch schwer. Wie bereits erwähnt. Irgendwann gibt man auf und versucht das Beste draus zu machen. Ist nicht einfach. Was soll's. Das soll aber nicht heißen, dass andere auch aufgeben sollen. Die Stimmen sind halt ständig da. Dumme Sache.
 
Ich hatte und habe es auch schwer. Wie bereits erwähnt. Irgendwann gibt man auf und versucht das Beste draus zu machen. Ist nicht einfach. Was soll's. Das soll aber nicht heißen, dass andere auch aufgeben sollen. Die Stimmen sind halt ständig da. Dumme Sache.
Irgendwann kommt der Tag an dem was Neues aus dem Alten machen kannst. Ja kann verstehen das aufgeben manchmal der einfachere Weg scheint. Du bist noch im hier und jetzt. Ich weiß ist eh eine krass negative Welt und wenn man dann pessimistisch ist kann mans gar nicht übel nehmen. Entscheidung liegt immer bei dir. Deswegen hast deinen „freien“ Willen.
 
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