@Marianne,
ich verstehe deinen Freund, da die Psychiatrie mit ihren Medikamenten meist keine zufriedenstellenden Lösungen bietet. Insofern versperren sich viele Betroffene diesen Therapien, die kurzzeitig Symptombesserung bieten, aber langfristig sogar die Selbstheilung damit stören kann.
Du kannst deinem Freund diese Broschüre ausdrucken, da dies einer der einzigen medikamentösen Wege ist, wo man aus dem Teufelskreis der Medikamente aussteigen kann:
https://schizophrenie-forum.com/psychose/attachments/patienteninformation-und-einwilligung-pdf.2761/
Dort sind auch Nahrungsergänzungsmittel zu finden, wie Sulforaphan (Brokkolieextrakt), Lithiumorotat, Vitamine und Mineralien, die wichtig und nützlich sind.
Für die Medikamente benötigt er trotzdem einen Psychiater, nur kann man mit der Einverständniserklärung zumindest eine Verordnung hinbekommen, wo Arzt und Patient dabei abgesichert bleiben.
Dabei wird ein relativ gut verträgliches Antipsychotikum (Aripiprazol) eingesetzt, was in kleinen Dosierungen um 5–10 mg sehr gut angenommen wird.
Diese Therapiemöglichkeit ermöglicht, diese allgemein sonst sehr starken Antipsychotika nur noch selten einnehmen zu müssen.
Spezielle Antidepressiva, vorwiegend Bupropion, helfen in den Phasen ohne Antipsychotikum, sehr lange stabil zu bleiben und damit Negativsymptomen und Kognitionen sich funktionell stetig besser, bis man auch ganz ohne Antipsychotikum leben kann und die Nahrungsergänzungsmittel ausreichen.
Dein Freund hätte damit eine Perspektive, für euch wäre das ein Segen und es wäre ein Weg, mit dem er sich psychiatrische Hilfe suchen und annehmen kann. Die Preise für diese Generika sind günstig, sollten aber von der Krankenkasse erstattet werden.
Ganz ohne Antipsychotika, kann der Rückfall auch schnell kommen. Damit könnte er eine Grundstabilität haben ohne Motivations- und kognitive Probleme, die Standardmedikamente mit sich bringen und ein Leben in Arbeit und Würde fast unmöglich machen.