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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
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Schizophrenie und Arbeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt

Maria89

New member
Hallo an Alle,

ich bin dieses Jahr an paranoider Schizophrenie erkrankt und hatte eine Psychose die aktuell gerade abklingt. Nun soll ich bald in ein paar Wochen über das Hamburger Modell wieder eingegliedert werden auf dem ersten Arbeitsmarkt in meinen alten Job. Ich weiß nicht ob ich mir das zutraue und frage mich ob Menschen dass schonmal mitgemacht haben und damit Erfahrungen haben sowohl mit dem Hamburger Modell als auch generell mit dem Arbeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt. Ist es möglich?
 
Ich bin zwischen den Schüben früher immer auf dem ersten Arbeitsmarkt arbeiten gegangen und hatte da keine Probleme. Allerdings gelingt das nicht jedem. Jetzt, nach mehreren Schüben gelingt mir das nicht mehr, ich bin nur noch müde. Erfahrungen mit dem Hamburger Modell habe ich nicht.
 
Mit Medikamenten ja, ohne Medikamente nein. Du bekommst ein straffes Therapieprogramm und musst dich mit den Medikamenten als geheilt ansehen, wenn die Medikamente versagen, hast du vielleicht deine EM-Rente verspielt (davon gibt es auch eine sogenannte "Teilrente", bei der man immer noch ½ der Zeit arbeiten muss, weil sie nur halb so hoch ist).

Eigene Erfahrungen damit habe ich nicht, ich bin EM und fürchte mich vor der Zukunft, weil mich möglicherweise neue politische Verhältnisse wieder aus meiner ArbeitsGelegenHeit/Zuverdienst_WfbM hinauskatapultieren aber (!) nicht auf den Ersten Arbeitsmarkt, denn ich muss dann einer neuen Klientelbindung der bisherigen WfbMs, für nicht erwerbsgeminderte (!) Personenkreise, gewissermaßen Platz machen (wenn die AFD in die Regierungsverantwortung kommt) und ich habe ja keine Rente und bin zu alt, um mich easypeasy überall bewerben zu können.
 
Kommt drauf an ob die Stelle auf dich so angepasst wird oder nicht.

Ich Arbeite in einem Verein 30H Wo. das gelingt mir trotz meinen Schüben ganz gut.

Bin aber in Bereichen eingeteillt wo man nicht dauerhaft stress und druck ausgesetzt ist.

Weil das ist gift nummer eins für diese Erkrankung.

Unter Medis würde ich das aber nicht schaffen da dauer Down von dem Zeug.

Und ich wüsste auch nicht ob ich eine andere Arbeit schaffen würde, wohl eher nicht da ja bei den meisten dauerstress angesagt ist.
 
Mit Medikamenten ja, ohne Medikamente nein.
Ich habe zwischen meinen Schüben völlig auf Medis verzichten können. Ich hatte sie aber wegen Mangels an Symptomen eigenmächtig abgesetzt. Die Krankheit hat viele Gesichter und was @Maria89 für eine Verlaufsform hat, weiß ich trotz der Schizophrenie-Diagnose nicht wirklich. Darum bin ich auch vorsichtig bei der Einschätzung, ob sie das überhaupt schafft. Mir hat der Stress nichts ausgemacht (obwohl Psychiater mir immer etwas Anderes erklärt haben - die hören scheinbar nicht zu), aber wer mit dieser Erkrankung kann das von sich sagen?
 
Hallo Maria, ich habe 2023 eine Wiedereingliederung nach Hamburger Modell auf dem ersten Arbeitsmarkt erfolgreich abgeschlossen. Was möchtest du wissen?

Leider hatte ich noch einen psychotischen Schub, sodas ich beschlossen habe die volle Rente zu beantragen und erstmal mir mehr Ruhe gönnen.
 
Wenn du ein Umfeld habe und halten kannst, dass nicht zu stark Stigmatisiert und die Arbeits angepasst wird, solls klappern.
 
@ SlowMotion mit wie vielen Stunden hast du im Hamburger Modell angefangen und hast du es als anstrengend empfunden? vermutlich schon wenn du jetzt Rente beziehst
 
Also an uns fuer sich empfand ich das Arbeiten nicht als anstrengend. Nur ich hatte halt jaehrlich im Frühjahr eine Psychose. Und ich dachte damals, dass es vielleicht vom arbeiten kommt. Kam es aber nicht, ich hatte die Psychose auch als ich rentnerin war. Nur jetzt bin ich medikamentoes höher eingestellt, sodass die Psychosen aus bleiben sollten. Ich hab damals mit 3h angefangen. Und je nachdem wie du es möchtest wird ein woechentlicher plan aufgestellt, dass du von Woche zu Woche mehr Stunden bekommst. Sobald du merkst dir wird’s zu viel kannst du erstmal bei denen Stunden bleiben und die mehrstunden verschieben. Irgendwann bist dann hoffentlich fit genug und kannst zur nächsten stufe voranschreiten. Daher kann man auch nicht sagen, so Wiedereingliederung dauert pauschal 4 -6 Wochen und dann ist man bei seiner Zielarbeitszeit angelangt. Bei mir hats damals 4 Wochen gedauert, aber ich hab auch wegen meiner Tochter nur noch 20h gearbeitet. Wünsche dir viel Erfolg!
 
Ich habe vor meiner großen Psychose vor ca 5 Jahren in Teilzeit in einem stressigen Beruf gearbeitet. Nach der großen Psychose war ich ca 1 Jahr krank geschrieben. Danach habe ich eine berufliche Reha gemacht, mit Medikamenten eingestellt.
Ich hatte nach der großen Psychose noch mehrere Episoden, wo meine Wahrnehmung verändert war. So auch in der beruflichen Reha.
Ich weiß jedoch noch, dass ich z.B. nicht mehr so große Angst hatte vor der veränderten Wahrnehmung. Weil ich das schon kannte und einordnen konnte. Insgesamt war jeder Verlauf bei mir weniger stark als der davor.

Nach der beruflichen Reha habe ich erfolgreich eine Umschulung gemacht. In einen Beruf, der weniger stressig sein soll.

Dort arbeite ich nun in Teilzeit. Es ist sicherlich nicht alles optimal, aber arbeiten ist generell möglich in meinem Fall.
 
Schön, dass ihr ihr seid @Maria89 und @freshpizza !

Ich habe damals auch Wiedereingliederung gemacht. Ist zwar machbar, aber man sieht schon wie stark man eingeschränkt ist, durch Therapie, Krankheit und allen.

Meine Empfehlung ist früh genug die Medikamente umzustellen, damit man wieder Hoffnung fassen kann:
https://schizophrenie-forum.com/psychose/attachments/patienteninformation-und-einwilligung-pdf.2761/
Weg in Richtung Vollremission
DAT NET SERT und Transporterhemmung in der Schizophrenie
Hintergründe
 
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