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schizophrenie / phantasie

brillchen

Well-known member
meint ihr, gibt es einen link zwischen pantasie und schizophrenie? sind schizophrene möglicherweise
phantasievoller als andere, ist schizophrenie quasi ein sprechrohr für sonst nicht bearbeitete unsere themen?

wie schon gehabt wurde sie als segen gesehen in manchen kulturen..

wenn "wir", sollte ich das sagen dürfen---zusammen in einer "schublade" wären, was wäre unsere
haupt-gemeinsamkeit? ich frage aus neugier..

vielleicht ist es auch so, dass man "uns" gar nicht unbedingt so schubladisieren kann, es geht mir
ja nicht darum, jemanden oder eine gruppe von menschen zu schubladisieren im negativen,
ich meinte eher für die bessere beschreibung der krankheit, ob es da nenner gibt.
ja und die schublade, eh, sorry ich hab nix gegen die. ich denke es wäre eine interessante schublade.

vielleicht ist es die phantasie, der wahn---woher auch immer der kommt--wer weiss..
wenn ihr euch gekränkt fühlt wegen der schublade..seht ihr darin etwas negatives?

ich hoffe nicht.

LG

weiter:

ich sehe "uns" als kämpferInnen. vielleicht sollte man das thema ja auch gar nicht ansprechen.
ich hab heut einfach keine lust auf zensur.

ich sehe uns als phantasievolle KämpferInnen.
Und will gar nicht näher darauf eingehen.
wir kennen alle die probleme der welt.

ich bin, was die leistung anbelangt, reduziert. und muss noch alles andere in meinen alltag hinein-bringen.
vielleicht bin ich für ein bedingungsloses grundeinkommen. wer weiss.

bin zwar nicht wirklich dafür. man sollte auf seinem beruf arbeiten können.


dies ist seit langem ein längerer bericht ohne zensur. ich freue mich, schreiben zu können und die
sozusagen "wiedererlangte freiheit" zu schreiben.

sollte irgend ein einwand bestehen, der gegen diesen text spricht, bitte melden.
 
Dein gesamter Text hat mir sehr gefallen und angesprochen.
dies ist seit langem ein längerer bericht ohne zensur. ich freue mich, schreiben zu können und die
sozusagen "wiedererlangte freiheit" zu schreiben.
Meinst du Selbstzensur? Kenne das auch in Situationen, wenn ich etwas durch Medikamente eine Art Gedankenentzug habe und sehr unsicher im Schreiben bin.

Ich glaube auch, dass Schizophrenie etwa die Kreativität steigert, auch einfach mit Problemen im Kleinen wie im Größeren anders umzugehen und andere auch problematische Aspekte sichtbarer zu machen.
Du sprichst auch an, dass wir im Grunde von unten kommen, also viele durch die Erkrankung wissen, wie tief man bei so etwas fallen kann und wie schwer es damit ist, selbst sein Brot zu verdienen.

Fantasievolle Kämpferin trifft es da wirklich gut, da wir jeder für sich schon bisschen Kämpfer sein müssen und teils Wahn und diese Themen auch geistige Herausforderungen sind. Selbst wenn wir mit und ohne Medikamente eingeschränkt sind, so kann die Erkrankung doch den Unterschied machen.

Einstein meinte mal, dass man Probleme nie mit derselben Denkweise löst, wie diese entstanden sind. Da wir Schizos oder Psychotiker womöglich anders denken, können wir gute Problemlöser sein. Vielleicht dauert es Jahre, bis man sich gesundheitlich fängt, aber kann auch ein kämpferisch versöhnender Weg sein, mit sich und der Welt etwa.

Vielleicht auch ein Weg hin von einer bedeutungslos anmutenden Existenz hin zu einem Farbenfrohen leben, wo man die Dinge lernt woraufs ankommt.
 
Hallo brillchen,

Das ist eine interessante theorie und sie würde erklären warum die krankheit bei jedem so unterschiedlich verläuft. Trotzdem macht mir diese theorie etwas angst weil mein sohn auch sehr fantasievoll ist. Meinst du das hier überdurchschnittlich viele eine schwierige kindheit hatten und sie deshalb ihre phantasie nicht richtig ausleben konnten. Das würde etwas mut machen weil man dann der krankheit nicht so hilflos ausgeliefert wäre. Dann wäre das nicht nur eine krankheit die zwangsläufig ausbricht wenn man eine körperliche veranlagung dazu hat. Ich glaube nicht dass das die phantasie alleine betrifft es gibt sicherlich auch körperliche ursachen und stress spielt sicherlich auch eine rolle. Aber es wäre eine schöne schublade wenn es auf die phantasie zurückzuführen ist.
 
Früher habe ich mich für Fantasievoll gehalten, heute mit 5mg Aripiprazol eher nüchtern und geerdet. Ich bin mir zeitweise nicht sicher was besser ist. Eins weiß ich aber gewiss: Paranoide Gedanken und wirre Beziehungsideen möchte ich auf keinen Fall mehr haben.
 
schlussendlich sind wir wohl trotzdem alle in verschiedenen schubladen..tut mir leid für deinen sohn, ich hoffe er findet einen guten umgang mit der krankheit..diese kann jeden treffen. ich wünsche euch viel glück.

klang jetzt ein bisschen karg. es gilt auf jeden fall, die positiven aspekte der person zu stärken, dabei kann kunst gut helfen, mit den problemen die sie mitbringt umzugehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich las vor Kurzem, dass von Geburt Blinde nicht schizophren sein können.
Dann hab ich mir gedacht, vielleicht sind wir einfach nur Menschen, die zu viel „gesehen“ haben, also Traumata oder Kränkungen oder schreckliche Angst miterlebt haben. Aber auch die Genetik spielt rein. Dass im Hirn gewisse Reize nicht richtig oder anders verarbeitet werden. Das Einzige, was uns vielleicht von anderen psychischen Krankheiten trennt ist wirklich der „Wahn“, diese Deformation der Realität, die uns durchdrehen lässt, sei es akustisch, optisch, olfaktorisch, oder gedanklich. Wir sind phantasievoll. Schöner Text von dir.
 
meint ihr, gibt es einen link zwischen pantasie und schizophrenie? sind schizophrene möglicherweise
phantasievoller als andere, ist schizophrenie quasi ein sprechrohr für sonst nicht bearbeitete unsere themen?

wie schon gehabt wurde sie als segen gesehen in manchen kulturen..

wenn "wir", sollte ich das sagen dürfen---zusammen in einer "schublade" wären, was wäre unsere
haupt-gemeinsamkeit? ich frage aus neugier..

vielleicht ist es auch so, dass man "uns" gar nicht unbedingt so schubladisieren kann, es geht mir
ja nicht darum, jemanden oder eine gruppe von menschen zu schubladisieren im negativen,
ich meinte eher für die bessere beschreibung der krankheit, ob es da nenner gibt.
ja und die schublade, eh, sorry ich hab nix gegen die. ich denke es wäre eine interessante schublade.

vielleicht ist es die phantasie, der wahn---woher auch immer der kommt--wer weiss..
wenn ihr euch gekränkt fühlt wegen der schublade..seht ihr darin etwas negatives?

ich hoffe nicht.

LG

weiter:

ich sehe "uns" als kämpferInnen. vielleicht sollte man das thema ja auch gar nicht ansprechen.
ich hab heut einfach keine lust auf zensur.

ich sehe uns als phantasievolle KämpferInnen.
Und will gar nicht näher darauf eingehen.
wir kennen alle die probleme der welt.

ich bin, was die leistung anbelangt, reduziert. und muss noch alles andere in meinen alltag hinein-bringen.
vielleicht bin ich für ein bedingungsloses grundeinkommen. wer weiss.

bin zwar nicht wirklich dafür. man sollte auf seinem beruf arbeiten können.


dies ist seit langem ein längerer bericht ohne zensur. ich freue mich, schreiben zu können und die
sozusagen "wiedererlangte freiheit" zu schreiben.

sollte irgend ein einwand bestehen, der gegen diesen text spricht, bitte melden.

Ich muss dich leider enttäuschen.

Schizophrenie hat überhaupt nichts mit normaler Fantasie zu tun.

Fantasie ist etwas Willentliches und Kontrolliertes.
Jeder Mensch hat Fantasie – sie ist völlig normal.
Bei mir ist sie ziemlich stark ausgeprägt, da ich jeden Tag luzide/lebhafte träume habe. Hab meine eigene Traumwelt. Es gibt Leute die träumen nicht, und da glaube ich dass da die gute Vorstellungskraft fehlt.

Schizophrenie ist eine neurobiologische Erkrankung, bei der bestimmte Bereiche im Gehirn anders arbeiten. Die Hirnchemie ist in Ungleichgewicht.
Das führt bei manchen Betroffenen zu:
Halluzinationen (z. B. Stimmen hören, die nicht da sind)
Wahnvorstellungen (Überzeugungen, die für sie real wirken, obwohl sie es nicht sind)
Verändertes Denken
Wichtig:
Diese Erlebnisse sind nicht gewollt, nicht fantasievoll ausgedacht und für die betroffene Person absolut echt.

Es ist keine kreative Vorstellungskraft, sondern eine Störung der Wahrnehmung und Informationsverarbeitung im Gehirn.

Es müssten viele fantasievolle Menschen, Künstler, Dichter, Schreiber, Schizophrenie haben! Wenn es abhängig von der Fantasie wäre.
 
Ich las vor Kurzem, dass von Geburt Blinde nicht schizophren sein können.
Dann hab ich mir gedacht, vielleicht sind wir einfach nur Menschen, die zu viel „gesehen“ haben, also Traumata oder Kränkungen oder schreckliche Angst miterlebt haben. Aber auch die Genetik spielt rein. Dass im Hirn gewisse Reize nicht richtig oder anders verarbeitet werden. Das Einzige, was uns vielleicht von anderen psychischen Krankheiten trennt ist wirklich der „Wahn“, diese Deformation der Realität, die uns durchdrehen lässt, sei es akustisch, optisch, olfaktorisch, oder gedanklich. Wir sind phantasievoll. Schöner Text von dir.

Blinde können sehr wohl schizophren sein.
Aber optische Halluzinationen geht bei ihnen nicht, da das Gehirn nie gelernt hat Bilder zu verarbeiten.
Sie können eher akustische und taktile Halluzinationen haben.
 
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