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Mach, so gut du kannst

LordHabicht

Well-known member

Mach, so gut du kannst​


In meiner täglichen Mental Health Stunde um 15 Uhr lege ich mich nach der heißen Dusche immer auf mein Bett und mache einen Body Scan.

Ein Body Scan ist eine Achtsamkeitsübung, bei der man die Aufmerksamkeit nacheinander durch alle Teile des Körpers lenkt, um Verspannungen und Empfindungen wertfrei wahrzunehmen und so eine tiefe körperliche und mentale Erdung zu erreichen.

Da gibt es tolle Youtube Videos, wie zum Beispiel dieses hier:

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Eine Formulierung hat sich mir besonders eingeprägt und sie wurde zu meinem Achtsamkeitsmantra im Alltag. Der Sprecher sagt oft: „Lass diese Anspannung nun los, so gut du kannst".

So denke ich nun oft:

  • Lass los, so gut du kannst
  • Enstpann dich, so gut du kannst
  • Relax, so gut du kannst
  • Sei im hier und jetzt, so gut du kannst
  • Sei fröhlich, so gut du kannst
  • Lass diese Sorge jetzt los, so gut du kannst
  • akzeptiere diese Situation, so gut du kannst
Die Botschaft dahinter ist, dass wir es nicht perfekt machen müssen, egal was wir tun. Viele Menschen neigen zum Perfektionismus, welcher Veränderung und Entwicklung im Keim ersticken kann. Mit dem Satzteil „so gut du kannst“, erkennen wir an, dass wir uns Mühe geben und uns auf den Weg machen. Wir geben unser Bestes, so gut wir können und mehr erwartet niemand von uns. Wir gehen Schritt für Schritt in eine fröhliche, gelassene Lebensrealität – „so gut wir können“.

In der Schizophrenie-Therapie (und eigentlich für jeden Menschen) ist genau diese Selbstmitgefühl-Haltung der Schlüssel: Wir akzeptieren den Ist-Zustand, ohne ihn zu bewerten, und geben uns den Raum, uns im Rahmen unserer aktuellen Möglichkeiten zu bewegen. Wir müssen nicht funktionieren und makellos sein.

Der Sprecher sagt an einer Stelle: „Alles ist gut, so wie es ist“. Aus dieser Perspektive können wir auch auf unser (nicht immer perfektes) Leben blicken. Mit Achtsamkeit und vor allem: Akzeptanz.

In diesem Zusammenhang passt auch die Kintsugi-Mentalität. Kintsugi ist eine japanische Kunstform in denen die Brüche in Trinkschalen mit Gold veredelt werden. So ist es auch mit unserer Seele. Im Laufe unserer Krankheitsgeschichte haben wir Wunden und Narben angesammelt. Doch diese machen unsere Identität aus, sie sind ein Teil von uns und wir können sie stolz vor uns her tragen, sie gehören zu unserer Geschichte.


Ein Body Scan ist eine wunderbare Methode um sich zu erden und zur Ruhe zu kommen – sich mit dem Körper zu verbinden und zu relaxen. Es klappt nicht immer, manchmal sind wir unruhig und die Gedanken schweifen ab. Deshalb versuche ich in meiner Mental-Health Stunde zunächst etwas Energie zu verbrennen in dem ich mir eine fröhliche Techno-Musik an mache und 2 bis 3 Lieder lebhaft tanze. Danach kommt meine heiße Dusche als Einstimmung auf die Meditation. Wenn die Gedanken abschweifen, was normal ist, hole ich mich immer wieder zurück zur Übung.

So gut ich kann!
 
Ich meditiere täglich 10 Minuten. Ich habe eine Gongmeditation von einem Besuch bei Buddhisten in Frankreich mitgebracht. Dieser Besuch ist mir in guter Erinnerung geblieben. Kann ich nur empfehlen. Der Ort heisst Plum Village und liegt in der Nähe von Beordaux. Durch diese 10 Minuten beruhigen sich meine Gefühle und ich komme zu mir selbst. Das ist wirklich eine schöne Praxis.
 
Für mich sinds Notizen, die helfen. mir bewusst werden wer ich bin und was ich will. und hier sein. einfach sein. ich habs mal besser und mal weniger im griff. oftmals treffe ich neben das ziel. ich frag mich dann woher das kommt. einfach nicht ge-erdet und ge-eicht.
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