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Diese ->medikamentöse Empfehlung hilft gegen die Negativsymptome der Psychose/Schizophrenie und fördert einen positiven Verlauf der Erkrankung. Es ist wesentlich verträglicher, da nur kleine Dosierungen von Antipsychotika eingesetzt werden und die Wirkstoffe gut aufeinander abgestimmt sind.

Logorrhoe

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https://de.wikipedia.org/wiki/Logorrhoe

Kennt jemand dieses Symptom von sich selber? Ich leide sehr unter meinem Mitteilungsdrang. In Gesprächen unterbreche ich auch andauernd mein Gegenüber, höre kaum zu. Wenn ich manisch bin, wird es ganz extrem, da rede ich ohne Unterlass.

Was tut Ihr dagegen, falls Ihr das Symptom kennt, von Euch selber? Auf die Zunge beißen und einfach mal Zuhören oder sich Ablenken?
 
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Ich kenn das nicht von mir. Ich rede praktisch fast gar nichts am Tag. Ich bin aber auch nicht manisch.
 
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Das kenne ich von mir auch etwas. Das hängt sehr von der Situation ab finde ich, also eher wenn mich Situationen unruhig machen, dann habe ich einen starken Mitteilungsdrang, die Dinge irgendwie richtig zu stellen.
Ansonnsten ist bei mir alles normal.
Wenn ich Neuroleptika nehme, dann kommt es meistens eher zu einer Sprachverarmung, so das eben das genaue gegenteilige Extrem der Fall ist, wo einen praktisch so gut wie alles egal ist.
Am Besten wäre so ein Mittelding, wobei ich glaube das die Krankheit an sich viel mit Kommunikation zu tun hat und man sich vielleicht aus gutem Grund mitteilen möchte.
Extreme kann man ja mit Medikamenten abfedern, aber es kann etwas dauern bis die Medikamenteeinstellung passt und meist ist das mit den Standardtherapien kaum machbar.

Normal hatte ich ganz "manische Symptome" oder "Logorrhoe" wenn ich die Neuroleptika abgesetzt habe, zusätzliche Unruhesymptome tragen finde ich dazu bei.

Mir hat geholfen in solchen Situationen auf die Zunge zu beißen und eine Nacht darüber zu schlafen. Auch kann helfen wenn man sich die Dinge die einen Beschäftigen aufschreibt und mehrmals aufs Wesentliche zusammenfasst.

Medikamentös kann man Unruhesymptome auch mit zusätzlichen Antidepressiva (wie Bupropion) behandeln, was auf längere Sicht ratsam ist. Medikamente wie Citalopram die das Emotionale dämpfen können auch da nützlich sein, wenn man zu emotional an die Dinge herangeht. Neuroleptika dämpfen im allgemeinen sehr und führen normal zu starker Sprachverarmung, also das genaue Gegenteil, da bietet sich im Idealfall eine Intervalltherapie an. Ich hatte das mit dem Aripiprazol(was sich dafür eignet). Durch Einnahmeintervalle lässt sich finde ich noch am Besten das regulieren auch wenn es Schwankungen bedeutet. Anderweitig hätte man ja entweder Dauereinnahme(Sprachverarmung) oder eben ständige Absetzversuche wo es dann verstärkt du solchen manieartigen Symptomen kommt.
Die Medikamente-Empfehlung im Forum eignet sich dafür da so ein Mittelding zu finden. Durch das Burpopion werden Unruhesymptome und Stimmungsschwankungen (die gerade bei der reduzierten einnahme des Neuroleptikums auftreten) reduziert. Die Emotionalität wie beschrieben durch das Citalopram, was man von den Dosierungen her auf sich anpassen kann. Das Aripiprazol eignet sich zur Intervalleinnahme, so nimmt man es beispielsweise für ein / zwei Wochen am Stück (in kleiner Dosis) und ist dann für die diese Zeit und die nächsten paar Wochen gedämpft(leichte Sprachverarmung), das lässt dann wieder nach, bis man merkt das es zuviel wird oder leichte Frührwansymptome auftreten, dann ist es wieder Zeit für diese Intervalleinnahme. So hätte man dann ein Mittelding zwischen Dauereinnahme und Absetzen.
Die zusätzlichen Antidepressiva werden täglich eingenommen und sollen diese manieartigen Symptome die sonnst schneller auftreten etwas abdämpfen, so das man längere Zeit kein Neuroleptikum einnehmen muss ohne größere Unruhe oder emotionale Schwankungen.

Bei mir ist "Logorrhoe" oder manieartige Symptome also meistens ohne Neuroleptika aufgetreten, wie ist es bei dir @Mutante, treten diese Symptome bei dir auch unter regelmäßiger einnahjme und normaler Dosis der Neuroleptika bei dir auf?

Bei einer Psychose spricht man da glaube ich auch mehr von Wahn als von Manie, ich bin mir da ehrlich gesagt etwas unsicher was den Begriff Manie angeht, da sich dieser ja eher auf die Bipolare Störung bezieht.

Insofern kurz zusammengefasst:
-Sich auf die Zunge beißen kann schon helfen. Bei Dingen wo man sich zu sehr reinstresst, kann es helfen das aufzuschreiben und gedanklich aufs wesentliche zusammenzufassen oder eine gewisse Ordnung reinzubringen.
-erstmal zurück halten eine Nacht darüber Schlafen
-mit Medikamenten das soweit regulieren, das man so ein Mittelding findet, wo man das gut kontrollieren kann ohne zu sehr gedämpft zu sein(Sprachverarmung). Geeignet wäre so eine Intervalleinnahme mit diesen zusätzlichen Antidepressiva.


Bei mir ist die Situation gerade etwas anders, weil ich schon ein Jahr kein Neuroleptikum mehr einnehme und nur noch Antidepressiva brauche. Wenn man diese kritische Phase überwunden hat, dann geht das auch so. Die Antidepressiva helfen wie gesagt auch gegen Unruhe und das man sich emotional zu sehr reinsteigert. Hat bei mir aber 5 Jahre gedauert bis ich das Aripiprazol ganz absetzen konnte.

Ich bin kein Fan davon das man mit Medikamenten alles abschaltet. Ich finde man sollte einfach Extreme die man schwer kontrollieren kann auf beiden Seiten vermeiden, also wenn man zu sehr gedämpft ist, dann ist es auch nix. Etwas aufgedreht kann man schon sein, aber am besten in einen Rahmen wo man sich noch auf die Zunge beißen kann, also da kann man auch medikamentös dran arbeiten. Es setzt eben voraus das man auch selbst sich gut auskennt und kleine Dosisanpassungen vornehmen kann oder so eine Intervalleinnahme.
 
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@Mutante
ich hab jetzt auch sehr viel geschrieben, könnte man als "Logorrhoe" bezeichnen, aber manchmal macht es ja auch Sinn mehr zu reden. Ich glaube dieses Mitteilungsbedürfniss haben wir im Akutfall auch weil sonnst vielleicht ein Mangel bestand, also der Körper reagiert über, damit man mitteilungsfreudiger wird.
Ich war vor der Psychose und auch so eher jemand der relativ schüchtern ist und wenig redet, aber das hat sich damit gebessert. Längere Texte zu schreiben fällt mir leichter, da bringe ich persönlich etwas Ordung in meine Gedanken, von daher finde ich schreiben keine so schlechte Idee. Man kann ja auch Tagebuch schreiben oder einen Blog, also etwas suchen wo man sich vielleicht verausgaben kann ohne zu große irritationen bei Anderen zu erzeugen.
Manchmal kann das im nachhinein ja auch unangenehm sein wenn man eben zu sehr Andere ins Wort fällt, aber auch das kann man lernen. Gibt es auf der anderen Seite bei den Gesunden genauso, nur ist das da "normal". Meist geht es ja auch darum das man als Betroffener von der Diskussion her in einer etwas schwächeren Position ist, wenn man etwa etwas ändern möchte, dann braucht es auch längere Erklärungen. Kurze stimmige Sätze sind eher eine Form von Machtsprache und da geht es auch in Diskussionen darum wer bestimmt was der Grundtonus ist und meiner Erfahrung ist man da in einer schwächeren Ausgangslage mit dieser Erkrankung, gibt ja auch Themen die einen selbst betreffen oder einen wichtig sind.
 
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Alter, deine Posts sind immer zu lang. Kein Mensch liest sich das durch. Einfach zu lang.
 
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Vielleicht der ein oder Andere schon. Ich versuche mich in Zukunft bisschen kürzer zu halten.
 
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Jo man weiß es nie. Es gibt ja bekanntlich immer massenweise stille Mitleser und Lurker. Grade wo unsere Beiträge öffentlich zugänglich sind.
 
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