Psychose- & Schizophrenie Forum | Computational Psychiatrie & Selbsthilfe

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Dieses Forum richtet sich an Betroffene mit Psychose, an Angehörige sowie an alle, die sich sachlich und medizinisch fundiert informieren und austauschen möchten.

Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen mit Medikamenten, modernste Therapien und neurobiologische Erklärungsmodellen. Persönliche Erfahrungen werden im Zusammenhang mit medizinischen Informationen und Behandlungswegen überprüft und individuelle schonende Behandlungsmöglichkeiten aufgezeigt.

Das moderierte Forum bietet kostenlose Beratung an, um die eigene Therapie und Medikation zu optimieren.

Ziel ist es eine fundierte Orientierung für eigene Entscheidungen und Gespräche mit Behandelnden zu bieten und damit das individuelle Leid von Betroffenen und deren Angehörigen effektiv zu lindern.

Grund zur Hoffnung: Intervalltherapie mit Bupropion

🔗⭐ PDF herunterladen: Medikamentöse-Orientierung

Behandlungskonzept, welches mit Bupropion (Antidepressivum und Nikotinentwöhnung) eine stabilere Reduktion des Antipsychotikums ermöglicht. Das dämpfende Antipsychotikum wird dabei nur selten und bedarfsgerecht benötigt.


Zur möglichen Vermeidung dopaminerger Supersensitivität
schrieb Prof. Dr. Stephen M. Stahl:

“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
Prof. Dr. Stephen M. Stahl, persönliche Korrespondenz

Vertiefung & Hintergründe:

🔗 PRAXIS-GUIDE – für das Arztgespräch

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Ich brauche Hilfe

patricia62738

New member


Schizophrenie​


Hallo Guten Morgen,

Mein Papa ist zu Besuch, und leider wirken anscheinend seinein Tabletten u.a seine Spritze eventuell nicht mehr und jetzt führt er Selbstgespräche mit einer tiefen u. Normalen Stimme. Ich habe das noch nie richtig live erlebt , weil meine Eltern sich Früh getrennt haben. Und jetzt weiß ich nicht, wie ich mich verhalten soll.

Ich habe mich dann zu ihm gesetzt und dann war es wieder weg, aber sobaldner alleine war, war es wiederum ganz schlimm , er hat rumgeschrien.

Wäre um euer Antworten wirklich Froh.
 
Hallo Patricia,
hier findest du Medikamente die helfen und besser als diese Depotspritzen sind:
Medikamente-Orientierung bei Psychose

Das Aripiprazol ist ein relativ gut verträgliches Neuroleptikum, was aber etwas Unruhig macht und leichte Stimmungsschwankungen grade beim Absetzen verstärkt da sein können. Es wirkt aber sehr gut und schon bei kleinen Dosierungen um die 5mg.
Wichtig sind vor allem die Antidepressiva wie das Bupropion was unter anderem auf das Noradrenalin wirkt, das hilft gegen so Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit sehr, also am besten dir das genau mal durchlesen im Link.
Citalopram ist ein Standard SSRI Antiderpressivum was auch eher Unruhig macht aber die Nebenwirkungen des Bupropions ausgleicht, gleichzeitig die Libido etwas reduziert die unter Aripiprazol erhöht sein kann.
Trimipramin-Tropfen ist ein älteres trizyklisches Antidepressivum was den Schlaf fördert, also das sollte Abends in eben geringer Dosis eingenommen werden.
Mein Tipp wäre erstmal mit 5mg Aripiprazol(statt den anderen Neuroleptika anzufangen), dann Bupropion zusätzlich auf 300mg steigern und dann Citalopram und Trimipramin-Tropfen dazu, also Schritt für Schritt.

Weist du welchen Wirkstoff dein Vater hat? Also die Depotspritzen gibt es eigentlich nur Aripiprazol und Xeplion(oder neuere Wirkstoffe davon) die da eingesetzt werden. Problem an den Spritzen ist das man da von der Dosis her stark gebunden ist und diese meist auch relativ hoch dosiert sind, oft setzen die Betroffenen das dann auch ab und dann kommen diese Probleme wieder hoch.

Die Medikamentekombi die ich dagegen empfehle soll eben mit gering dosierten Aripiprazol auskommen also Neuroleptikum was durch diese speziellen Antidepressiva noch weiter reduziert und auf längere Sicht abgesetzt werden kann(oder zumindest wirklich nur ein minimal Bedarf des Neuroleptikums) die Antidepressiva braucht es täglich und sind eher weniger Standard, da sollte man also mit dem Arzt/Psychiater drüber reden ob man das so mal ausprobieren kann. Leider liegt das von daher an den Betroffenen da Eigenverantwortung zu zeigen weil diese Standardtherapien eh meist schlecht sind sind die Psychiater da normal relativ verständnisvoll.

Also am besten genau an die Empfehlung halten oder das so ausdrucken damit sich der Arzt auch was drunter vorstellen kann. Leider macht sich die Pharmaindustrie da keine so große Mühe und die möchten da vor allem ihre Medikamente verkaufen, von daher sind solche bessere Alternativen meist auch recht unbekannt.
 
Danke für deine Antwort, er ist gestern wieder heim gefahren, Weil er selbst gemerkt hat , das es ihm nicht gut geht. Heute war er beim Arzt und bespricht Alles. ..

Mfg

Und Einen schönen Tag
 
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