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Schwerpunkt: Intervalltherapie mit Bupropion

🔗⭐ Medikamente-Orientierung: Kurzfassung

Patientenbasiertes Behandlungskonzept mit kontinuierlichem Bupropion und zeitlich begrenzten antipsychotischen Behandlungsphasen. Die Übersicht beschreibt persönliche Langzeiterfahrungen und die zugrunde liegenden pharmakologischen Überlegungen.


Zur möglichen Vermeidung dopaminerger Supersensitivität
schrieb Prof. Dr. Stephen M. Stahl:

“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
Prof. Dr. Stephen M. Stahl, persönliche Korrespondenz

Vertiefung & Hintergründe:

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Schwerpunkt: Intervalltherapie mit Bupropion

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Bupropion (Negativsymtome)

Canx02

Well-known member
Hilfe ich gehe in 22 Tagen auf langzeittherapie für 6 Monate hab extreme Probleme mit amisulprid 300mg starke Nebenwirkungen und negativsymtome mir wurde bupropion als Zusatz oft vorgeschlagen ich möchte das Medikament kombiniert bekommen meine Angst ist das ich auf Therapie gehe und die Ärzte meine negativsymtome nicht ernst nehmen und es mir nicht verschreiben ich weiß nicht was ich tun soll meine Dosierung ist zu hoch und mir fehlt als Zusatz bupropion mein psychater meinte zuletzt in der Therapie können sie es dir evtl. verschreiben aber ich habe keine Garantie das die Ärzte mich da ernst nehmen soll ich es mir einfach vor der Therapie von meinem Hausarzt verschreiben lassen ?

Danke
 
Du klingst etwas verwirrt vom schreiben. Aber das ist völlig Ok. Bupropion solltest du probieren, da es die Wirkung der Antipsychotika verbessern sollte und du das Amisulprid vielleicht später dann leichter reduzieren kannst.
Wie lange bist du erkrankt? Wenn dein Psychiater:in dir das Bupropion angeboten hat, dann solltest du es am besten darüber probieren, da Hausärzte eher ungern Fachärzte übergehen.
Nur wenn du wirklich kein Buproprion bekommen würdest, dann müssten wir uns überlegen wie du da strategisch vorgehen kannst.

Also erkundige dich proaktiv und wenn du das Bupropion verträgst, dann wird vieles besser werden.

Hier findest du Fallberichte von Betroffenen, im Grunde nur durch 150 mg Bupropion sich der PANSS wesentlich von 100 auf 50 oder 40 verbessert hat.
Europe PMC

Ich hatte anfangs einen allergischen Ausschlag vom Burpropion, aber habs nach kurzen Absetzen dann doch vertragen. Zum Glück, weil meine gesundheitliche Situation immer besser wurde.
 
Ich bin seit 3 jahren an paranoide Schizophrenie und adhs erkrankt und sorry hab zurzeit Schwierigkeiten mich passend auszudrücken und viel Stress ,ich habe es meinem psychater vorgeschlagen und er fand die Idee gut und meinte das es in der langzeittherapie durchgeführt werden soll meine Angst ist nur das sie es mir dort nicht verschreiben und ich dann amisulprid alleine aushalten muss also dachte ich mir evtl. vorher mir bupropion verschreiben zu lassen
 
Also mein Lebensgefährte behauptet, dass meine Frustationstoleranz zu niedrig ist. ADHS ist nicht vorhanden. Allerdings ab und an Sitzunruhe wo ich geneigt bin viel herumzulaufen.
Letzteres liegt wohl an den Medikamenten.
 
@Benda: Um dir das Grundproblem vorher zu klären. Auch ein Beispiel mit Sertralin, was fälschlicherweise als SSRI eingeordnet wurde.

Hoffe, du verstehst, dass wir keine solchen dogmatischen Sichtweisen brauchen. Amphetaminderivat = Leser denkt im Pharmakologischen: Weist Drogeneingenschaften auf. Insofern wäre auch „β‑Keto‑Amphetamin“ zu sagen irreführend. Besser wäre β‑Keto‑Derivat oder β‑Keto‑Gruppe, wenn man in die Chemie abgleiten muss.



Chemisch gehört Bupropion zu den substituierten Cathinonen, also β‑Keto‑Derivaten der Phenethylamine.
Pharmakologisch ist es jedoch ein NDRI und nACh‑Antagonist – ohne jede Amphetamin‑typische Wirkung.
Deshalb sind die Bezeichnung ‚β‑Keto‑Derivat‘ oder ‚Cathinon‘ präziser und vermeidet Missverständnisse.

Du sagst auch, dass wir hier keine Experten sind. Dann sollten wir erst recht keine Begriffe verwenden, die voraussetzen, dass man sich in allen Fachgebieten zu 100 % auskennt. Du weißt bestimmt, @Benda, wie es mit Vorurteilen ist: Diese erst einmal aus den Köpfen herauszubekommen, ist schwieriger, als sich in der Pharmakologie etwas bedeckt zu halten und mit komplexen, missverständlichen Bezeichnungen um sich zu werfen, die du vermutlich selbst mit den Vorurteilen verbindest.

Stell dir vor, du hast ADHS, aber man gibt dir kein Bupropion oder Methylphenidat, weil man es als Droge sieht, obwohl es keine Drogeigenschaften hat? Könntest du das verantworten? Es gibt Länder, die noch rigoroser mit Drogen umgehen, und es dann mit Medikamenten gegen ADHS aufgrund so eines Missverständnisses auch mau aussehen könnte? Oder ist das dein Ziel? Ich sehe das eben auf Schizophrenie bezogen als gravierend und als Grund, warum man erst in den vergangenen Jahren auf die Idee gekommen ist, Bupropion genauer diesbezüglich zu untersuchen, wobei man da vermutlich auch noch ganz am Anfang steht. Studien muss man sich einerseits leisten können und auch das moralische Recht haben, diese durchzuführen.

Kannst du mir objektive Studien bei Schizophrenie und ADHS mit Bupropion zeigen? Du hast von tausenden Betroffenen geschrieben, die Bupropion bekommen, und sogar das in Studien, dass es 50 % der Schizophrenie-Betroffenen ausmacht. Kannst du mir diese Studien heraussuchen, bitte?
Dann hätten wir etwas Objektiveres, um über diese Diagnostik von ADHS zu sprechen. Wir können uns ja erst einmal darauf einigen, dass viele Schizophreniesymptome fast identisch mit den Symptomen von ADHS sind. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Wahrnehmung bei Schizophrenie je nach Medikament und im Verlauf sehr variabel ist, also die Diagnose kann sich stetig verändern und hängt vom Behandlungsfortschritt ab. Man muss also auf keine Grunderkrankung Schizophrenie F20.X Klassen stehen bleiben, sondern indem man Medikamente umstellt, kann sich das verändern. Beim Wechsel zu Partialagonisten merkt man das sehr deutlich, wobei Bupropion und Ergänzungen da besonders wichtig sind, um negative Aktivierung in funktioneller positiver Aktivierung umzusetzen und damit Nebenwirkungen auch gezielter behandelbar sind. Nebenwirkungen sind auch nur Wirkungen, die in eine anders gewollte Richtung gehen.
Indem man sich stärker mit den Rezeptorbindungsprofilen beschäftigt, kann man Nebenwirkungen dann auch ausgleichen.
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Komorbide psychiatrische Störungen in einer klinischen Stichprobe von Erwachsenen mit ADHS und Zusammenhänge mit Bildungs-, Berufs- und sozialen Merkmalen: eine Querschnittsstudie - PubMed
Prävalenz von Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörungssymptomen bei Patienten mit Schizophrenie - PMC
Kartierung der genetischen Landschaft bei 14 psychiatrischen Erkrankungen – Nature
Gemeinsame genetische Architektur zwischen Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung und Lebensspanne - PMC
Langzeitsicherheit von ADHS-Medikamenten bei Patienten mit Schizophrenie-Spektrum-Störungen - PMC
Lebenslanges gleichzeitiges Auftreten psychiatrischer Störungen bei neu diagnostizierten Erwachsenen mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und/oder Autismus-Spektrum-Störung (ASS) - BMC Psychiatry
https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0890856712005916
Komorbide ADHS und Schizophrenie und die Anwendung von Psychostimulanzien: ein Scoping-Review-Protokoll - PMC

Ist nur eine Auswahl, um Dir den Einstieg in die selbstständige Suche zu erleichtern. Und die Links hab ich eben mal auf die schnelle per Google exemplarisch rausgesucht. Such selbst und vor allem lies es, MIR persönlich fehlt dazu die Zeit, aber ich bin auch nicht wie Du auf Sondermission. Ich hab gar nicht vor, in DEIN Thema und deine Sichtweise tiefer als bisher einzusteigen, ich wollte dein Thema nur ANREICHERN. Was Du aus meinen Impulsen machst, bleibt Dir überlassen, wissenschaftliche Artikel und Studien zu dem Thema gibts jedenfalls reichlich.
 
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