@Benda: Um dir das Grundproblem vorher zu klären. Auch ein Beispiel mit Sertralin, was fälschlicherweise als SSRI eingeordnet wurde.
Hoffe, du verstehst, dass wir keine solchen dogmatischen Sichtweisen brauchen. Amphetaminderivat = Leser denkt im Pharmakologischen: Weist Drogeneingenschaften auf. Insofern wäre auch „
β‑Keto‑Amphetamin“ zu sagen irreführend. Besser wäre
β‑Keto‑Derivat oder β‑Keto‑Gruppe, wenn man in die Chemie abgleiten muss.
Chemisch gehört Bupropion zu den substituierten Cathinonen, also β‑Keto‑Derivaten der Phenethylamine.
Pharmakologisch ist es jedoch ein NDRI und nACh‑Antagonist – ohne jede Amphetamin‑typische Wirkung.
Deshalb sind die Bezeichnung ‚β‑Keto‑Derivat‘ oder ‚Cathinon‘ präziser und vermeidet Missverständnisse.
Du sagst auch, dass wir hier keine Experten sind. Dann sollten wir erst recht keine Begriffe verwenden, die voraussetzen, dass man sich in allen Fachgebieten zu 100 % auskennt. Du weißt bestimmt,
@Benda, wie es mit Vorurteilen ist: Diese erst einmal aus den Köpfen herauszubekommen, ist schwieriger, als sich in der Pharmakologie etwas bedeckt zu halten und mit komplexen, missverständlichen Bezeichnungen um sich zu werfen, die du vermutlich selbst mit den Vorurteilen verbindest.
Stell dir vor, du hast ADHS, aber man gibt dir kein Bupropion oder Methylphenidat, weil man es als Droge sieht, obwohl es keine Drogeigenschaften hat? Könntest du das verantworten? Es gibt Länder, die noch rigoroser mit Drogen umgehen, und es dann mit Medikamenten gegen ADHS aufgrund so eines Missverständnisses auch mau aussehen könnte? Oder ist das dein Ziel? Ich sehe das eben auf Schizophrenie bezogen als gravierend und als Grund, warum man erst in den vergangenen Jahren auf die Idee gekommen ist, Bupropion genauer diesbezüglich zu untersuchen, wobei man da vermutlich auch noch ganz am Anfang steht. Studien muss man sich einerseits leisten können und auch das moralische Recht haben, diese durchzuführen.
Kannst du mir objektive Studien bei Schizophrenie und ADHS mit Bupropion zeigen? Du hast von tausenden Betroffenen geschrieben, die Bupropion bekommen, und sogar das in Studien, dass es 50 % der Schizophrenie-Betroffenen ausmacht. Kannst du mir diese Studien heraussuchen, bitte?
Dann hätten wir etwas Objektiveres, um über diese Diagnostik von ADHS zu sprechen. Wir können uns ja erst einmal darauf einigen, dass viele Schizophreniesymptome fast identisch mit den Symptomen von ADHS sind. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Wahrnehmung bei Schizophrenie je nach Medikament und im Verlauf sehr variabel ist, also die Diagnose kann sich stetig verändern und hängt vom Behandlungsfortschritt ab. Man muss also auf keine Grunderkrankung Schizophrenie F20.X Klassen stehen bleiben, sondern indem man Medikamente umstellt, kann sich das verändern. Beim Wechsel zu Partialagonisten merkt man das sehr deutlich, wobei Bupropion und Ergänzungen da besonders wichtig sind, um negative Aktivierung in funktioneller positiver Aktivierung umzusetzen und damit Nebenwirkungen auch gezielter behandelbar sind. Nebenwirkungen sind auch nur Wirkungen, die in eine anders gewollte Richtung gehen.
Indem man sich stärker mit den Rezeptorbindungsprofilen beschäftigt, kann man Nebenwirkungen dann auch ausgleichen.