Hallo, woher weißt du das mit der Intervalltherapie? Hat die jmd der Medis verweigert hat schon geholfen? Und ist es so umsetzbar? Wenn ich das der Ärztin meiner mum zeige, holt die gleich wieder den Oberarzt und daß ist voll der Metzger was Medis angeht, der läßt überhaupt nicht mit sich reden (verhandeln). Grüsse Mary
Ich habe diese wegen der eigenen Psychose mit ausgeprägten Negativsymptomen selbst entwickelt über die letzten 15 Jahre seit ich erkrankt bin.
Vor etwa 10 Jahren wurde ich beim Bupropion fündig, da es bei den vorherigen ständigen absetzversuchen stabilisiert hat. Also ich hab die Antipsychotika wirklich nur minimal genommen und war dann vermutlich wie deine Mutter ständig halbpsychotisch an der Grenze zum psychotischen unterwegs?
Das erklärt auch, weshalb sie scheinbar keine dopaminerge Supersensivität entwickelt hat, trotz ihres Alters. Nur weis ich das die Zeit sehr schlimm war und ja da verstehe ich wenn Betroffene irgendwann vielleicht aufgeben, vor allem wenn man abbaut.
Du kannst diese Ausführung mit der Broschüre ja deiner Mutter, und irhen Ärztin zeigen oder ihren Oberarzt direkt wenn das möglich ist darauf ansprechen. Die Broschüre kann man als individulle Möglichkeit verstehen wie man ohne Kontinuierliche Antipsychotikaeinnahme die NEgativsymptomen in Griff bekommt und zu einem positiven Verlauf überhaupt kommen kann, denn die Standardpsychiatrie bisher kaum leistet. Deswegen ist da im untereren bereich eine Unterschiffts und Zusimmungsmöglichkeit für deine Mutter und ihre Ärztin bzw. Oberarzt, damit beiderseits dem zugestimmt wird.
Wenn sie kein Aripiprazol mag, dann kann sie stattdessen auch Cariprazin versuchen, was bezüglich CYP2D6 keine wechselwirkung hat und von daher besser geeignet sein kann, nur bei Intervalleinahme Cariprazin vielleicht 3-7 Tage braucht bis es wirksam ist und Aripiprazol etwas schneller eher nach 2-3 Tagen beginnt zu wirken. Also dann müsste sie die Einnahmeintervalle die auf Bedarf etwa im viertel oder Halbjahr nur für 2-3 Wochen gedacht sind, dann etwas früher beginnen, sobald sie verschlechterung bei innerer Unruhe oder Reizbarkeit oder leichte Frühwarnsymptome merkt. Da das keine von den Leitliniengedeckte Standardtherpie ist, die alle kontinuierliche Antipsychotikaeinnahme voraussetzen ist diese beidseitige Informelle zustimmung wichtig da deine Mutter, du und ebenso ihre Ärzte erstmal über die genaue Wirkweise und Anwendung informiert sein müssen, damit sie das zu ihrem Nutzen einnimmt und bei Nebenwirkugnen wie Schlafstörungen die in den Absetzphasen ohne Antipsychotikum, oder strärkeren Emotionen Libido in diesen Phasen die richtigen Wirkstoffe bedarfsgerecht ergänzt.
Cariprazin ist dem Aripipiprazl ähnlich und kann sehr gut oder sogar besser funktionieren aber da fehlt es an Erfahrungwerten und selbst wenn diese da sind hier im Forum melden sich meist ja nur aktive User zurück und selbst wenn es viel mehr positive Erfahrungen gibt, gehen diese ja hinterher ihr Leben wieder nach.
Bupropion ist das wichtigste Medikament dabei aber es kann auch zu Allergiereaktionen wegen dem Wirkstoff kommen (etwa 5%, ich hatte das auch und habs nur für Wochen abgesetzt und klappte dann doch), auch kann Bupropion wenn man es steigert Miktionsstörungen schwache Blase machen. Da müsste man dann ein SSRI Antidepressivum wie Escitalopram ergänzen was für deine Mutter gut wäre weil das normale Citalopram in der Broschüre eher vom Herz nachteilig sein kann. Oder Sertralin wäre auch ein funktionierendes SSRI. Andere SSRI sind weniger geeignet, deswegen steckt die Broschüre das ab. Diese SSRI helfen die Miktionsstörungen wenn welche auftreten vom Bupropion aufzuheben, aber hilfen auch bei Obstipation die von den schlaffördernden Medikamenten wie Tripipramin-Tropfen (trizyklisches Antidepressivum welches sich sehr positiv auch auf den REM-Schlaf auswirkt und stark sediert). Quetiapin wäre in dem Rahmen zumindest vorübergehend auch statt Trimipramin-Tropfen denkbar. Da diese Wirkstoffe manchmal zu Mundtrockenheit und Obstipation (Verstopfungssymptome) auch Quetiapin fürhen, macht da eben auch das Escitalopram oder Sertralin (SSRI Antidepresivum Sinn. Ein großteil des Serotonins ist im Darm und SSRIs machen generell einen weichen Stuhlgang. Somit gleicht das Nebenwirkungen aus, wie in der Kurzfassung beschriebe. Zusätzlich wenn man beim Absetzen kein Antipsychotikum hat, dann stabilisiert in dem Fall das Bupropion (NDRI-Antidepressivum), nach Wochen und Monaten kann dann aber ohne den Antipsychotkum, die Emotionen Libido und Gefühlswahrnehmung stark zunehmen, das man ins magische Denken geht oder Gefühlen mehr als dem was man weis vertraut, deswegen ist im Grunde das SSRI-Antidepressivm wie Escitalorpam da in der übergangsphase wichtig, da es die Emotionen die dann übermäßig zurückkommen und auch ins Depressive gehen dann damit etwas abfängt.
Für die Intervallphase könnte auch Quetiapin(minimale Schlafdosis etwa 25-75mg sich statt den Trimipramin-Tropfen) eignen und damit die Intevalle ohne Antipsychotika verlängern indem nur Bupropion(Hauptwirkstoff kontinuierlich immer nötig) + Escitalorpam (Emotions und Libidodämpfung, auch reduktion esotherischen oder magischen Denkens möglich und Nebenwirkungsprophylaxe).
Also wenn ich deine Mutter wäre könnte sie so erstmal wirklich das Cariprazin probieren (da es an sich einfacher handhabar wie Aripiprazol sein kann aber Erfahrungslage erstmal vorhanden sein muss).
Quetipain nur bei Schlafstörungen bedarfsweise einnehmen.
Dann Bupropion (NDRI-Antidepressivum) zum Cariprazin ergänzen , da Bupropion hilft das man das Cariprazin für Monate stabil absetzen kann was sonst nur Tage oder Wochen halbwegs klappen würde. Druchs Burpopion verbessern sich die Negativsymptome grundlegend und langzeitig im laufe der kurzen Intervalle auch Positivsymptome.
Wenn sie statt Trimipramin-Tropfen das Quetiapin in kleinen bedarfsgerechten Dosierungen zum Schlafen in den Absetzphasen nimmt (da Bupropion gerade da sehr wach macht) dann könnte das Quetiapin den Schlaf fördern und die Wirkung der ganzen Antidepressiva auch die antipsyotische Nutzwirkung des Bupropions so, dass sie über längere Zeit also halbjahr oder Jahr vielleicht gar kein Cariprazin und Antipsychotikum braucht und vielleicht nur 25mg Quetiapin stabil ausrichen.
Ist aber theoretisch.
Wenn deine Mutter die Wahl hat würde ich das machen.
Du kannst einfach die Broschüre 3 mal ausdrucken und anmerken das statt Aripiprazol sich Cariprazinzum Bupropion besser eignen kann da Cariprazin keine CYP2D6 Wechselwirkung auftritt. Das macht es für ihre Psychiater einfacher das ohne Spiegelkontrollen kombinieren zu können. Deine Mutter muss keine sofortige Intervalleinnahme im Blick haben, aber du kannst ja sagen das sie schon suizidprobleme hatte und alles absetzen wollte und deswegen diese Kompromisslösung für deine Mutter die auch sehr Negativsymptome hat sich gut anhört. Die Broschüre gibt die Unterschriftsmöglichkeit damit deine Mutter das abseits der Leitlinien bekommen kann und ihre Ärzte informell darüber informiert wurden.
Es ist normal das Psychiater sich von akuten Betroffenen da kaum heinreden lassen, aber wenn du da für deine Mutter mit sprichst und den Überblick behältst bzw. die Einnahme soweit kontrollierst, dann stimmen die Ärzte vielleicht auch zu wenn deine Mutter das von sich aus möchte.
Sie kann also statt Aripiprazol das Cariprazin nehmen.
Statt den Trimipramin-Tropfen in der Broschüre kann sie Quetiapin (Minimal-Dosis) probierne, was die Absetzintervalle ohne weiteres Antipsychotikum(Cariprazin) auf 6 bis 12 Monate leicht verlängern kann. Da ist Bupropion wichtig da es über NET innere Unruhe und Reizbarkeit reudziert (wenn da etwas durchkommt Cariprazin) und über DAT wirkt es antipsychotisch (wenn da frühwarnsymptome durchkommen auch Cariprazin).
Sie kann da also flexibel sein, du solltest aber was auch wegen dieser Erfahrung extrem Wertvoll für ander ist hier im Forum alles dokumentieren und kleinste Nebenwirkungen bei der Umstellung einfach mit ansprechen, da ich das gern begleite und es kein Problem sein sollte.
Viele Betoffene machen eben ihr eigenes Ding und setzen immer wieder ab weil man keine solche Alternativen angeboten bekommt. Erfahrungen mit normalen Absetzversuchen hat deine Mutter ja und das wäre mit der bereitschaft die notwendigen Antipsychotika einzunehmen weil man da nur 2-3 Wochen im Viertel bis Halbjahr ein Antipsychotikum in ausreichender Wirkdosis braucht und keine 365 Tage im Jahr. Das ist ein enormer Verträglichkeitsvorteil.
Die Antidepressiva sind mild also greifen in keinster weise so maßiv wie Antipsychotika ein und damit kann sie dann durch die Intervalle mit jedem absetzintervall ihre Negativsymptome nachhaltig deutlich verbessern und wird auch das mit den Positivsymptomen sehen das sie trotz Absetzintervalle da sehr stabil wegen dem Bupropion ist und es langfristig zu einen insgesamt besseren Verlauf kommt. Kann also besser als vor der Erkrankung werden.