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Schwerpunkt: Intervalltherapie mit Bupropion

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Patientenbasiertes Behandlungskonzept mit kontinuierlichem Bupropion und zeitlich begrenzten antipsychotischen Behandlungsphasen. Die Übersicht beschreibt persönliche Langzeiterfahrungen und die zugrunde liegenden pharmakologischen Überlegungen.


Zur möglichen Vermeidung dopaminerger Supersensitivität
schrieb Prof. Dr. Stephen M. Stahl:

“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
Prof. Dr. Stephen M. Stahl, persönliche Korrespondenz

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Bin Depressiv

Lucky

Well-known member
Ich bin depressiv und weis nicht wieso. ich nehme an das es mit dem omega3 zusammenhängt das ich seit ca 2 monaten einnehme. ich habe das omega3 schlagartig abgesetzt. zusätzlich nehme ich auch noch lithium ein kann das weglassen von dem omega3 irgendwelche auswirkungen auf den lithium spiegel haben ? auch noch nehme ich risperidon 4 mg tägliich und 150mg amisulprid und 100mg quetiapin zum schlafen. was meint ihr ? 'Das merkwürdige die derpessionen haben mit dem weglassen des omega3 angefangen. Chatgpt sagt schon das einen indirekten Zusammenhang gibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin depressiv und weis nicht wieso. ich nehme an das es mit dem omega3 zusammenhängt das ich seit ca 2 monaten einnehme. ich habe das omega3 schlagartig abgesetzt. zusätzlich nehme ich auch noch lithium ein kann das weglassen von dem omega3 irgendwelche auswirkungen auf den lithium spiegel haben ? auch noch nehme ich risperidon 4 mg tägliich und 150mg amisulprid und 100mg quetiapin zum schlafen. was meint ihr ? 'Das merkwürdige die derpessionen haben mit dem weglassen des omega3 angefangen. Chatgpt sagt schon das einen indirekten Zusammenhang gibt.
Sind immerhin drei Antipsychotika, was an sich schon sehr kritisch zu sehen ist, da die Mortalität bei 1 und 2 Antipsychotika beim Faktor 3 liegt und dann bei 3 Antipsychotika auf 6 ansteigt.

Omega‑3 ist nicht dafür bekannt, Lithium oder Antipsychotika abzuschwächen oder Depressionen zu verstärken. Wenn sich deine Stimmung verschlechtert hat, seit Amisulprid neu dazu kam, könnte das eher an der Gesamtwirkung der Medikamente liegen. Mehrere Antipsychotika plus Lithium können emotional dämpfen.

Seit wann nimmst du das Amisulprid zusätzlich und wie hat sich seitdem die Stimmung bei dir verändert?
An sich wirkt es ja unter 300 mg antidepressiv und du hast nur 150 mg. Da du aber noch zwei andere Antipsychotika hast, spricht das für eine zu starke Blockade der D-Rezeptoren, was Motivation und Antrieb nimmt. Das Amisulprid kommt dann eher additiv dazu, sodass die D2 Rezeptoren etwa sehr stark blockiert sind. 4 mg Risperidon ist ja auch schon einiges.

Da du überhaupt ein weiteres Antipsychotikum bekommen hast, spricht das für Supersensitivität. Dagegen habe ich von der Studienlage gelesen, dass Aripiprazol helfen kann, damit sich Supersensitivität zurückbildet. Aripiprazol wäre auch so antidepressiv und wirkt bereits in kleinen Dosierungen (5–10 mg) sehr stark. Quetiapin könntest du als Add-on dabei erstmal beibehalten und Risperidon+Amisulprid durchs Aripiprazol ersetzen. Da du früher mal Schwierigkeiten mit Aripiprazol hattest und auch so viel Medikamente einnimmst, würde ich so eine Umstellung in der Klinik machen lassen. Ist deine Gesundheit.

In so einem Fall ist Omega‑3 fast sicher nicht der relevante Faktor. Die Kombination aus mehreren Antipsychotika, Lithium und einem neu hinzugekommenen Amisulprid liefert dagegen gleich mehrere plausible Erklärungen für eine Zunahme depressiver Symptome.

Ich gehe das einmal sauber und systematisch durch, so wie du es magst.


🧩 1. Omega‑3 ist hier mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit irrelevant​

Omega‑3:

  • verändert keine Neurotransmitter, die Lithium oder Antipsychotika beeinflussen,
  • hat keine pharmakokinetischen Interaktionen,
  • führt nicht zu depressiven Verstimmungen.
Wenn jemand unter dieser Kombination depressiver wird, ist Omega‑3 praktisch nie der Auslöser.


🧩 2. Die wahrscheinlichsten Ursachen liegen in der Psychopharmakakombination​

A) Amisulprid neu → häufige Verstärkung depressiver Symptome​

Amisulprid hat ein bekanntes biphasisches Wirkprofil:

  • < 300 mg: primär präsynaptische Blockade → antidepressiv
  • > 300 mg: postsynaptische D2-Blockade → antipsychotisch, aber oft emotional dämpfend
Wenn die Dosis im antipsychotischen Bereich liegt, kann es:

  • Antrieb dämpfen
  • Emotionen abflachen
  • Depressive Symptome verstärken
Das ist ein sehr typisches Muster.


B) Drei Antipsychotika gleichzeitig → hohe Gesamt-D2-Blockade​

Mehrere Antipsychotika addieren sich in ihrer Wirkung:

  • mehr motorische Dämpfung
  • mehr emotionale Abflachung
  • mehr Antriebsverlust
  • mehr Müdigkeit
Das wird von Betroffenen oft als „Depression“ beschrieben, obwohl es eigentlich eine neuroleptische Dämpfung ist.


C) Lithium kann ebenfalls dämpfen​

Lithium ist stimmungsstabilisierend, aber:

  • bei manchen Menschen macht es flach,
  • bei höheren Spiegeln antriebsarm,
  • in Kombination mit starken D2-Blockern verstärkt es die Dämpfung.
Wenn Amisulprid neu dazu kam, kann die Gesamtwirkung kippen.


🧩 3. Zeitlicher Verlauf spricht gegen Omega‑3 und für Amisulprid​

Du sagst:

  • Omega‑3 seit 2 Monaten
  • Amisulprid relativ neu
  • depressive Verstärkung jetzt
Das Muster passt perfekt zu:

  • neuroleptischer Dämpfung durch Amisulprid,
  • verstärkt durch die bestehende Polypharmazie.
Es passt nicht zu Omega‑3.
 
das amisulprid ist nicht neu dazugekommen, aber die depressionen kamen als ich das omega3 abgesetzt wurde

Mögliche indirekte Effekte​


  • Omega-3 kann stimmungsstabilisierend wirken → kann die Wirkung von Lithium unterstützen.
  • In seltenen Fällen berichten Menschen über veränderte Nebenwirkungen (z. B. mehr Müdigkeit oder Magen-Darm-Beschwerden), aber das ist individuell.
  • Sehr hohe Dosen Omega-3 können das Blut verdünnen, was zwar nichts mit Lithium selbst zu tun hat, aber medizinisch relevant sein kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Von Omega 3 was ich damals genommen habe, ist mein Cholesterin noch höher angestiegen. Ich habe das dann auch weggelassen.
Dein Körper muss sich erst daran gewöhnen, dass du das weglässt.

Wie kommt dein Psychiater dazu dir so viele Medikamente zu verschreiben? Hat er seine goldenen Türklinken seiner Villa noch nicht abbezahlt? (Kleiner Scherz am Rande)
Ich finde aber du nimmst zu viele Medikamente. Amisulprid würde in der Tat genügen. Evtl auf 200 mg erhöhen. Dann nimmst du ja auch noch Lithium und Abilify. Unglaublich.
 
Das dachte ich mir auch im Nachhinein das ich das hochdosierte Omega3 nicht einfach so hätte absetzen sollen. Es waren 2 Kapseln glaube 1200 MG EPA+dha
 
So nach 4 tagen Nichtannahme vom omega3 gehts mir wieder besser, die Depressionen sind weg ich glaube das lag wirklich am omega3
 
Kann auch eine Weihnachtsdepression gewesen sein. Normalerweise kriegt man keine Entzugserscheinungen von Nahrungsergänzungsmittel. Aber jeder Körper tickt anders.
 
Ja könnte auch gewesen sein an Weihnachten war ich so traurig das ich alleine war, ich hab mich da voll reingesteigert, hab sogar geweint
 
Siehste da kann man traurig werden, wenn man an Weihnachten alleine ist. Aber ich bin kein Arzt, ich schreibe nur meine Vermutungen.
 
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