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Bedarfsmedikation bei Schlaflosigkeit

Emilia97

Member
Hallo zusammen,
ich habe große Einschlafprobleme in meiner eigenen Wohnung. Als Bedarfsmedikament habe ich Atosil 50 mg oder Lunivia 3 mg. Hilft beides nicht.

Meine Grundmedikation ist 800 mg Quetiapin ,400 mg Amilsuprid und 30 mg Mirtazapin.

Ich werde von den Medikamenten nicht müde! Bei meinen Eltern kann ich aber häufig trotzdem gut schlafen. In der eigenen Wohnung klappt es nicht.

Woran könnte das liegen und welche Medikamente könnten mich noch alternativ unterstützen?

Liebe Grüße
 
In meiner Einschlafproblematik hatte mir nur Dominal forte 40 mg geholfen. Alles andere half nichts. Hab ich von meinem damaligen Psychiater verschrieben bekommen.
Wahrscheinlich fühlst du dich bei deinen Eltern geborgener und kannst deshalb besser einschlafen?

Lebst du allein ohne Partner?
 
Zuletzt bearbeitet:
Körperliche Aktivitäten am frühen Abend helfen mir z. B. . Ich nehme auch 650mg Quetiapin abends. Die ersten Jahre konnte ich schlafen wie ein Baby damit. Aber ich brauche seit Jahren schon Truxal zusätzlich 25mg-50mg. Derzeit sogar noch eine halbe Zopiclon. Echt nervig.
 
Dann habe ich leider auch keinen Rat mehr für dich, nur dass ich anfangs dominal 80 mg bekam. Das war ein Hammer aber hat geholfen.
 
Hallo zusammen,
ich habe große Einschlafprobleme in meiner eigenen Wohnung. Als Bedarfsmedikament habe ich Atosil 50 mg oder Lunivia 3 mg. Hilft beides nicht.

Meine Grundmedikation ist 800 mg Quetiapin ,400 mg Amilsuprid und 30 mg Mirtazapin.

Ich werde von den Medikamenten nicht müde! Bei meinen Eltern kann ich aber häufig trotzdem gut schlafen. In der eigenen Wohnung klappt es nicht.

Woran könnte das liegen und welche Medikamente könnten mich noch alternativ unterstützen?

Liebe Grüße
Das hört sich danach an, dass es keine typische Schlaflosigkeit ist sondern eine Schlafangststörung. Da hilft kein schlafmedikament sondern Angst Medikamente, zb wie lyrica. Aber bitte nutze keine benzos dafür!
 
Ja, ich weiß, dass es abhängig macht. Aber kurzzeitig kann man es nehmen und auch am Stück.
 
Ich kenne Einschlafprobleme auch, mir hat Trazodon geholfen. Ich würde aber auch den Psychiater fragen, welchen „Medikamentencocktail“ er empfiehlt.
 
Meine Grundmedikation ist 800 mg Quetiapin ,400 mg Amilsuprid und 30 mg Mirtazapin.
Anscheinend hast du zu viele Medikamente, die bereits Tagsüber sehr stark sedieren, wobei Mirtazapin ein Tetrazyklikum ist, welche wie Trizyklikum in Verbindung mit Antipsychotika nochmal deutlich stärker sedieren können und man da teils um den Faktor 2–4 kleinere Dosierungen braucht.
Für Schlafstörungen würden an sich 2–7 mg Mirtazapin bei Schlafstörungen allgemein ausreichen, was also mit dem Faktor 2 immer noch viel sein kann. 30 mg macht da womöglich übermäßig sediert bzw. einen Überhang über den Tag, dass sich kein Schlaf / Tag Rhythmus mehr einstellen kann. Mirtazapin würde ich von daher dir in Tropfenform vorschlagen, mit 15 mg/ml gibt es das, dann wärst du bei etwa 3–10 Tropfen für den Dosisbereich.

Dazu kommt, dass Quetiapin auch sedierend und schlaffördernd ist. Das könntest du entweder abends in unretardierter Form einnehmen, oder in einer retardierten Form verteilt morgens und abends in unretardierter Form. Da es da anscheinend Lieferengpässe bei der retardieren Form gibt, würde ich dir da eher vorschlagen Abends unretardiert.

Da 800 mg Quetiapin immer noch sehr viel, also Maximaldosis ist und Amisulprid mit 400 mg auch bei akuten Psychosen wirkt, würde ich das Quetiapin mindestens halbieren, da es ab 250 mg antipsychotisch wirkt und du womöglich nur die sedierende Wirkung davon brauchst.

Du könntest da also Amisulprid 400 mg morgens nehmen, was den D2 Rezeptor(Hauptwirkung) gut belegt, worin Quetiapin an sich auch so zu schwach wäre. Quetiapin dann abends eingenommen, mit 250 mg statt 800 mg für ein paar Tage Wochen probieren, ob das ausreicht von der antipsychotischen Zusatzwirkung. Quetiapin deckt dabei andere Rezeptoren ab, die für Therapieresistenz wichtig sein können. Mirtazapin dann für die schlafanstoßende Wirkung 2–10 Tropfen, sodass du gut ein und durchschlafen kannst und morgens noch gut aus dem Bett kommst. Wobei es auch ohne Mirtazapin funktionieren kann.

So als ein paar Dinge, die recht einfach umsetzbar sind, damit sich das mit dem Schlaf wieder einpendelt und was auch bei einer Therapieresistenz ausreichen könnte/sollte, wonach es bei dir klingt.

Du könntest das mit deinem Psychiater möglichst bald besprechen, ob das probeweise möglich wäre.
Bei den Beiträgen gibt es oben ein kleines Drucksymbol, darüber könntest du den Beitrag von mir etwa ausdrucken, um das leichter besprechen zu können. Oder rechts neben dem Drucksymbol kann man auch einzelne Beiträge verlinken.

Beim Amisulprid sind 400 mg eher eine Akutdosis, später für die Erhaltungstherapie sind da auch häufig kleinere Dosierungen um 200 mg ausreichend.
https://psychiatrie-verlag.de/wp-content/uploads/2019/07/Aderhold_Neuroleptika_minimal_2014.pdf
Auf Seite 7 findest du dort die Dosisbereiche der einzelnen Antipsychotika.
 
Hallo zusammen,
ich habe große Einschlafprobleme in meiner eigenen Wohnung. Als Bedarfsmedikament habe ich Atosil 50 mg oder Lunivia 3 mg. Hilft beides nicht.

Meine Grundmedikation ist 800 mg Quetiapin ,400 mg Amilsuprid und 30 mg Mirtazapin.

Ich werde von den Medikamenten nicht müde! Bei meinen Eltern kann ich aber häufig trotzdem gut schlafen. In der eigenen Wohnung klappt es nicht.

Woran könnte das liegen und welche Medikamente könnten mich noch alternativ unterstützen?

Liebe Grüße

Das könnte am Amilsuprid liegen. Schlaflosigkeit ist eine Medikamenten Nebenwirkung. Ich würde das Medikament ausschleichen und dann ganz weglassen.
Es wirkt ja stimmungsaufhellend und Antriebs steigend, vielleicht kannst du deswegen nicht schlafen.

Ich hatte auch mal so ein Antriebs steigendes Medikament und konnte 4 Wochen am Stück nicht schlafen und wurde leider nicht ernst genommen. Ich war damit hellwach und nie müde. Hab es weggelassen und hatte das Problem nicht mehr.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich würde das Amisulprid nicht ausschleichen, wie dir Lumina schreibt, denn dann verstärken sich wieder deine Symptome.
Ich nehme Amisulprid morgens. Am Abend lässt die Wirkung vom Amisulprid nach und ich kann schlafen wie ein Murmeltier. Muss aber dazu sagen, dass ich bei Bedarf abends Lorazepam 1mg einnehme, was schlaffördernd wirkt.
 
Von 400 mg Amisulprid bekommt man keine Schlafstörungen.


Wie kannst du das sagen? Überlass das doch dem Arzt!

Das kann sie ja mit dem Arzt gemeinsam machen. Hab nicht geschrieben dass sie es alleine machen soll. Oder es war ein Missverständnis.

Jedenfalls ist diese Schlaflosigkeit eine Nebenwirkung vom Amilsuprid!!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Diese Schlaflosigkeit ist keine Nebenwirkung von Amisulprid und ich betone keine. Dafür nehme ich das Medi schon zu lange, um das einschätzen zu können. Die Schlaflosigkeit rührt ganz woanders her, aber nicht vom Amisulprid.

Du wirfst hier Sätze rein und hast keine Ahnung. Verurteilst Medikamente, die du nie eingenommen hast.

Man könnte meinen, dass du auf einem Sozialtrip hängen geblieben bist, dass du überhaupt hier schreibst, was auch bedeutet, dass du ein Gegner sämtlicher Medikamente bist.
Sei froh, dass du keine Stimmen hörst, dann würdest du ganz anders reden.
 
Jedenfalls ist diese Schlaflosigkeit eine Nebenwirkung vom Amilsuprid!!
Nee. Das ist nur ein schwacher Partialagonist und in der Dosis bereits kaum noch einer. Dann kommt noch hinzu, dass Amisulprid auch als niederpotent (Typikum oder Atypikum egal) gesehen werden kann, weil man bei diesem Wirkstoff so hohe Dosen braucht, um die Rezeptoren im Gehirn überhaupt relevant zu besetzen.
 
Mein psychiater hat mir gegen schlafprobleme mirtazapin verschrieben, wobei nach seiner aussage 15 mg viel sedierender und damit schlaffördernder wirkt als 30 mg. Bei mir hat es tatsächlich geholfen. Als bedarfsmedikament hat er mir ausserdem zopiclon verschrieben. Vielleicht hilfts es dir ja.
 
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