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“It is plausible that this strategy prevents potential dopaminergic supersensitivity.”
– Prof. Dr. Stephen M. Stahl

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Ausschleichen von Medis - Beruf und Psychose

Aragorn

Member
Hat jemand Erfahrung mit Beruf und Psychose ?

Möchte Medis (F20.0) ausschleichen (nicht in Klinik). Job und Kollegen sind oft negativer Stress.

Habe Sorge, dass ich nicht stabil bleibe.

Für die Zeit Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung? Wer kennt das und wie seid ihr dabei vorgegangen?
Bin z.Zt. noch arbeitsunfähig geschrieben und würde dann verlängern, um abzusetzen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Wenn die Psychose von den Medis unterdrückt wurde, dann wird sie wieder anfangen, sobald du die Medis absetzt.

Ich habe meine Psychose in der Psychiatrie verbracht. Vielleicht wäre auch eine Soteria eine Anlaufstelle. Bei mir war’s ein Kampf, die Medis abzusetzen.

Und unter Arbeitsbedingungen hätte ich das nie geschafft. Es waren 4–5 Monate, zum Teil Horror

Ich bin momentan noch krankgeschrieben.
 
Tom schrieb:
Wenn die Psychose von den Medis unterdrückt wurde, dann wird sie wieder anfangen, sobald du die Medis absetzt.

Ich habe meine Psychose in der Psychiatrie verbracht. Vielleicht wäre auch eine Soteria eine Anlaufstelle. Bei mir war’s ein Kampf, die Medis abzusetzen.

Und unter Arbeitsbedingungen hätte ich das nie geschafft. Es waren 4–5 Monate, zum Teil Horror

Ich bin momentan noch krankgeschrieben.
Gibt es aber Menschen, die abgesetzt haben und symptomfrei sind? Das ist meine Hoffnung. Ziel ist, keine Medis mehr, mir bekommt das nicht.

Wenn es so schwer ist, werde ich wohl AU machen.
 
Tom schrieb:
Wenn die Psychose von den Medis unterdrückt wurde, dann wird sie wieder anfangen, sobald du die Medis absetzt.
Also, ich habe die Medikamente nach 2 Monaten Klinik abgesetzt, die Psychose ist zum Großteil abgeklungen, Restsymptome sind leider übrig geblieben, erst nach einigen Jahren wurde es wieder so schlimm, dass ich freiwillig in die Klinik bin.
 
Samsara schrieb:
Also, ich habe die Medikamente nach 2 Monaten Klinik abgesetzt, die Psychose ist zum Großteil abgeklungen, Restsymptome sind leider übrig geblieben, erst nach einigen Jahren wurde es wieder so schlimm, dass ich freiwillig in die Klinik bin.
Was waren die Restsymptome?
 
Aragorn schrieb:
Was waren die Restsymptome?
Verschiedene Ängste, die hin und wieder aufgetaucht sind, und ich habe mich benebelt gefühlt. Manchmal war ich tagelang frei davon, dann sind sie plötzlich aufgetaucht und wieder verschwunden.
 
@Aragorn,

probier es am besten hiermit:
Medikamente-Orientierung Psychose

Diese Kombination ist vom Körpergefühl fast wie wenn du keine Medikamente einnehmen würdest. Aripiprazol ca. 5–10 mg ist eine relativ kleine Dosis, die du so später nur bedarfsmäßig einnehmen kannst. Die Antidepressiva übernehmen einen wichtigen Teil der Wirkung und helfen, sehr stabil und motiviert zu sein.

Also probier lieber das (mithilfe deines Arztes), als dich auf blinde Absetzexperimente einzulassen, die mit realen Risiken einhergehen.
 
Maggi schrieb:
Aragorn,
Also probier lieber das (mithilfe deines Arztes), als dich auf blinde Absetzexperimente einzulassen, die mit realen Risiken einhergehen.
@Maggi

Vielen Dank für die Antwort.

Wie ist das beim Rentenantrag? Die wollen mit Sicherheit vorher eine Reha. Ich bin für eine Reha, aber nicht fähig, wegen Angst vor Ärzten, Klinik, Diagnosen.

Mein Neurologe würde mir eine Rehaunfähigkeit attestieren.
Gibt es eine Alternative zu einer medizinischen Reha, ohne in eine Klinik zu müssen?
 
Ich bekomme seit ungefähr 10 Jahren Erwerbsminderungsrente, dazu Grundsicherung, weil die Rente nicht zum Leben reicht.

Eine Reha war dafür nicht notwendig, ehrlich gesagt wurde mir eine Reha gar nicht vorgeschlagen, und da war ich etwa 21 Jahre alt.
 
@Aragorn
So eine Reha ist nichts Schlimmes. Ich fand es sogar sehr angenehm dort und man hat da ja auch sein eigenes Zimmer zum Schlafen und alles. Hab die ganzen 6 Wochen oder so fast immer ein anderes Gericht bekommen und das Essen war wirklich lecker.
Also eventuell kannst du dir ja selbst sogar eine Reha deiner Wahl aussuchen, ich war im Schwarzwald oder Umgebung (Luisenklinik), da waren auch hauptsächlich andere psychisch Erkrankte, also kaum Schizophrene oder wenn, nur vereinzelt.

Das lässt sich womöglich für dich auch einrichten, dass du das bezüglich deiner Ängste und so hinbekommst und das im Vorfeld beim Rehaantrag mitberücksichtigt wird.

Für mich war das mehr Urlaub als Reha, um es so zu sagen. Das Programm war ganz entspannt und es waren auch viel Bewegung und auch Entspannungsbäder, Massagen mit dabei, also wirklich kein Vergleich mit Klinik, wo man ja schon wegen der Medikamente völlig neben der Kappe ist.
Wenn du keine Reha machen kannst, sollte das kein Grund sein oder sein dürfen, dass du keine EM-Rente bekommst, also das müsste dir dann ohnehin zustehen. Hast du bereits einen Rentenanspruch, also die nötigen Arbeitsjahre, dass du überhaupt eine Rente bekommen würdest? Wenn ja, dann bekommst du eine Rente, die auf den normalen Renteneintritt hochgerechnet wird. Die Höhe der vollen EM-Rente müsste auf deinem Rentenbescheid in einem schwarzen Kästchen stehen.

Zusätzlich darf man bei voller Erwerbsminderung bis zu 3 Stunden am Tag arbeiten. Es gibt auch die Möglichkeit einer Teilerwerbsminderungsrente, die dann greift, wenn du länger arbeiten kannst.

Hast du eine Arbeitsunfähigkeitsversicherung/Berufsunfähigkeitsversicherung vor deiner Erkrankung (Psychose) abgeschlossen? Wenn ja, dann steht dir das eventuell auch zu.

Anlaufstelle wäre meiner Meinung nach erst mal der SPD (Sozialpsychiatrischer Dienst) und dein Psychiater, die dir bei Bedarf helfen sollten.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Maggi

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Das macht Hoffnung!
Ein Bekannter hat eine berufliche Reha gemacht. Er ging von dort in die EU-Rente 2010. Was ist eine berufliche Reha?
 
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