Psychisch krank und Gesellschaft
Hallo New Member,
ich denke dass jeder schon irgendwann Mal Erlebnisse mit Mobbing oder ähnlichem gemacht hat.
Bei mir war es so, dass ich 18 Jahre lang in einem mittelständischen Betrieb beschäftigt war und mich dort eigentlich wohl gefühlt hatte. Anfangs sah es nicht danach aus, da ich damals eine ältere Kollegin hatte, die sich schwer tat und die laufenden Umstellungen die in einem Unternehmen statt finden, mit zu machen. PC Kenntnisse hatte sie gleich null Usw. Aber statt zuzugeben, dass sie etwas nicht kann, war sie richtig fies, weil sie dachte dass sie nach 17 Jahren in der Firma einen besonderen Status hätte. Im nachhinein erfuhr ich, dass die Niederlassung diese Frau schon viel früher hatte versucht loszuwerden, aber sie hatte durch ihren Diabetes 50 % GdB und da sagte der Sozialrichter, dass sie bleiben könne. Nun hatten sie sie wieder an der Backe und ich als Neuling musste mich damals mit ihr auseinander setzen. Sie war eine falsche Schlange, machte ständig Fehler, tat einem süss und scheinheilig freundlich und hinterrucks lief sie ständig zum Chef und erzählte im wenn ich mich mal um 50 pfennig verrechnet hatte. Ich war nach ein paar monaten so am Ende, dass ich gekündigt habe, weil ich nicht mehr konnte. Ich fand auch gleich einen neuen Job bei einem katholischen Verlag, da kam ich aber vom Regen in die Traufe.
Ich hatte damals eine Arbeitszeit von 4 Stunden am Vormittag kam aber täglich erst zwischen 14.00 uhr und 15. 00 aus dem Büro. Ich arbeitet sogar zu hause weiter. Ich bereute sehr bald den Schritt dort angefangen zu haben. Die kollegen waren zwar netter, aber Hilfe konnte ich von denen auch nicht erwarten weil die ganze Firma komplett umstrukturiert wurde und mein direkter Vorgesetzter ein ziemlich arroganter Schnösel war und mich extra mit Arbeit überhäufte.
Ich hatte dann tatsächlich Glück und mein ehemaliger chef rief mich an und bat mich um eine gemeinsame Unterredung bei einem Essen. Er wollte mich wieder zurückhaben und bot mir eine Gehaltsabrechnung an, da ich ja mit der “älteren Kollegin“ solche Schwierigkeiten hatte. Er stellte mich auch über sie und sagte ich solle mich nicht von ihr unterbuttern lassen, da ICH jetzt das Sagen hätte.
Ich kündigte beim Verlag und ging zurück zu dieser üblen Tante. Aber ich hatte jetzt eine Position, die es mir ermöglichte diese frau in ihre Schranken zu verweisen und es funktionierte. Sie war zwar nach wie vor unfähig und ich arbeitet für sie mit, aber da sie vorher ja auch fast nichts getan hatte, liess sich das Ganze in Grenzen halten. Als wir dann eine Serverbindung zur Zentrale bekamen, wars bie ihr aus und mit viel Geschrei mit dem Chef bekam sie eine kleine Abfindung und musst 2 Jahre vor ihrer Verrentung die Firma verlassen. Das passiert allerding auch erst, nachdem jemand von der Zentrale uns einarbeiten sollte und festgestellt hat, dass diese Dame komplett unfähig ist auch nur irgendwas ordentlich zu erledigen.
So ist es leider im Arbeitsleben. Die Angst seinen Job zu verlieren lässt manche Menschen zu Bestien werden und die gehen über Leichen.