Kennt das jemand - Bösartigkeit auf Psychose?

@desmond
auch das trifft in Teilen auf mich zu, wobei ich eine positive Einstellung zum Leben trotz leichter Isolation gefunden habe. Also ich denke da hast du noch viel potenzial das Leben etwas locker zu sehen und tust dir vielleicht auch gut, wenn du es mal versuchst Freundlichkeit auszustrahlen.
Also das klingt für mich fast wie wenn du etwas Akut bist, denn da nimmt man das Umfeld auch bösartig wahr und das ist eben vielleicht schädlich, wenn du es Anderen ranlaufen lässt, weil diese dann über dich schlecht denken.

Vielleicht hängt die Stabilität von uns Kranken auch stark von unserem Umfeld ab, also ich glaube, wir sind da die großen Meinungsmacher und manchmal ist ein Lächeln oder ein Dank oder ein paar gute Worte eben besser, auch wenn es einem innerlich übel geht. Wenn Andere dich blöd anfahren würden, würdest du dich auch aufregen. Diese Wechselwirkung solltest du vielleicht auch bedenken, also es ist viel einfacher einen guten Eindruck zu hinterlassen, als wenn man eben unfreundlich ist und so, das wird sich länger gemerkt.

Aber steht dir und jedem ja frei, ich möchte nur sagen das man in vieler Hinsicht auch, was die Psychose angeht, bei sich selbst anfangen muss und alles etwas gelassener sehen ist eben im Akutfall oder wenn man zu wenig Medikamente einnimmt eben auch sehr schwierig.

Also ich hatte mich früher nur begrenzt unter Kontrolle und weis das die Medikamente eben helfen diese Probleme weich zu machen, also eine Art Egaleinstellung und Freundlichkeit fördern, wenn man sich aber zuweit in die Psychose bewegt, dann kommt das große Misstrauen und da kann man andere Menschen auch verletzen, die sich vielleicht auch vor dir fürchten und so.

Nur so als ein paar Gedanken dazu. Manchmal kann man aufgrund der Medikamente wenig gegen den negativen Verlauf der Erkrankung ausrichten, aber es gibt wie hier im Forum mit der Empfehlung auch gute alternative Therapieoptionen wo es mit wenig Neuroleptika schon gut funktioniert und trotzdem stabilisiert ist.
Sich mit der eigenen Erkrankung und Therapie auseinanderzusetzen kostet zwar Zeit, aber es lohnt sich. Offenheit für Sichtweisen anderer kann auch förderlich sein, selbst wenn man zuerst sich seinen Teil dazu denkt.