Helfen als Angehöriger

Ich hatte mittlere Reife und hab dann einen handwerklichen Beruf(Industriemechaniker) gelernt. Also nix besonderes.
Von daher konnte ich da etwas vorsorgen. Bin so mit 24 etwa an der Psychose erkrankt und hab vielleicht so mit 16 oder 17 damals die Ausbildung angefangen. Die hab ich sogar sehr gut bestanden und wollte eigentlich ein Technikerstudium mit der Begabtenförderung nebenbei zur Arbeit machen, was aber dann aufgrund der Erkrankung nix wurde.
Eine BU hab ich da zum Glück abgeschlossen im Vorfeld. Damals hatte ich glaube ich sogar Depressionen zu dem Zeitpunkt, aber das ist kein Ausschlusskriterium für die BU.
Gut ich bin praktisch ohne Vater aufgewachsen weil er einen schweren Gehirntumor hatte und von daher hinterher geistig behindert und ein Pfegefall war, halbseitige Lähmung, Sprachstörungen usw., also da ging es bei mir weniger ums Studieren sondern auch so eher darum Geld zu verdienen. Damals hab ich mich schulisch auch kaum interessiert und hätte Abitur schon aufgrund von Deutsch und Englisch kaum geschafft, aber da ich dann depressiv wurde wollte ich eigentlich schulisch weiterkommen, aber so ein Technikerstudium ist ja auch alles Fachgebunden(Metalbau etc.) und mir hätte damals schon etwas medizinisches Studieren und so schon gefallen, aber da hätte ich zu viel nachholen müssen und das mit der Psychose hat dann eh alles auf den Kopf gestellt.
Damals hab ich mit CAD/CAM am PC so Programme für CNC Fräsmaschienen für den Prototypenbau gemacht, hab da bei Loewe(Fernsehhersteller) in der Entwicklung gearbeitet. So auch Designmodelle gefertigt wie die Designer sich das vorgestellt haben, aber hauptsächlich für die Konstruktion eben so Testaufbauten gemacht.
War letztendlich schon ein guter und schöner Job was ich dann hatte, aber wenn man Depressionen hat ist man eben trotzdem so eine Sache und mit der Psychose und unter Risperdal, war das Arbeiten eine Qual und ich konnte nur noch so ganz einfache Dinge machen, weil das Zeug mich sehr eingeschränkt hat. Damals standen betriebsbedingte Kündigungen(Insolvenz) an, von daher wurde ich dann da mit ausgestellt. Gut ich hab dann noch ein paar mal bei anderen Firmen probiert zu arbeiten, wofür ich damals zu instabil war, trotzdem waren das zum Teil auch gute Erfahrungen, man lernt da ja auch viel fürs Leben dazu.
Ich glaube das mir die Arbeit auch geholfen hat so später an meiner Therapie bezüglich der Medikamente zu arbeiten, also auf der Arbeit ging es eben um technisches, Schnittwerte von Spezialfräsern und so wo man eben auch so seine Frässtrategien brauchte um diese Teile in kurzer Zeit zu fertigen, insofern konnte man da auch etwas kreativ sein und war geistig relativ anspruchsvoll.