Fehldiagnose Schizophrenie

Hi Alana,
Depressionen hatte ich vorher auch, wurde trotzdem eine richtige Psychose, was aber nicht bedeutet das Antidepressiva sinnlos wären wie es die Pharma oder manche Ärzte so hinstellen wollen.

Da wird zu stark mit Diagnosen gehandelt obwohl die Grundprobleme häufig andere sind.

Etwa bekommt man bei einer Psychose/Schizophrenie normalerweise ausnahmslos Neuroleptika, in Antidepressiva sieht man da keinen großen Wert. Problem an den Neuroleptika und der Psychose sind aber die Negativsymptome die sich durch Neuroleptika die das Dopamin blocken eher verschlechtern.

Um diese Negativsymptome zu umgehen braucht es spezielle Antidepressiva die in der Regel keine Explizite Zulassung für Psychose haben, also man muss da quasi bei seinen Arzt drum betteln oder die Diagnose tauschen was alles weniger einfach ist.

Hier im Forum findest du einen Medikamente-Orientierung, dort werden bezüglich der Negativsymptome spezielle Antidepressiva eingesetzt die auch bei deiner Depression oder Burnout sinnvoll sind, was meiner Meinung eher Begleiterscheinungen der Psychose sind oder ein Vorbote, es wäre an sich auch kein Problem wenn man Psychose hat und die oberen Medikamente bekommt, von daher sehe ich insgesamt ein gravierendes Problem bei der Verschreibung der Medikamente. Von daher funktioniert es vielleicht derzeit bei dir mit der Anderen Diagnose besser, auch weil die Therapien eben die es bei Psychose gibt zum allergrößten Teil eher schlecht sind.

Mein Ratschlag an dir wäre es mit dieser Medikamentekombination im Forum mal zu probieren bestehend aus einen Neuroleptikum und zwei Antidepressiva, eines davon ist ein Nikotinentwöhnungsmittel und die Medikamente helfen auch beim Gewicht reduzieren besser als Andere.

Aripiprazol 5mg ist eine Minimaldosis dieses Neuroleptikums die durchaus gut wirkt und dieses Medikament die gröbsten Verstimmungen und psychotischen Symptome fernhalten soll. Anders als üblich wird es bei dieser Anwendung nur Bedarfsweise eingenommen, also mal 7 Tage am Stück und dann 1-2 Monate gar nix, was im Grunde die Negativsymptome mit verbessern soll, denn wenn man gar keine Medikamente einnimmt bekommt man Negativsymptome und andere Symptome, wenn man aber über längere Zeit Neuroleptika einnimmt dann bilden sich auch Negativsymtome . Ärzte verschreiben meist die Medikamente täglich womit sich dieses Problem schwer lösen lässt von daher in dieser Therapie nur Bedarf, der einen ein Stückweit Sicherheit gibt, dazu muss man aber seine Symptome gut kennen und bereit sein die Medikamente auch einzunehmen wenn nötig.

Bupropion ist das eine Antidepressivum und Nikotinentwöhnungsmittel das anders als übliche Antidepressiva auf Dopamin und Noradrenalin wirkt, also eher entgegen dem Neuroleptikum von der Wirkweise her, was die Positivsymptome verbessert und im Grunde auch die Ursache der Schizophrenie weil man da einerseits einen Dopaminmangel im frontalen Kortex hat und im Großhirn ist ein Dopaminüberschuss, Neuroleptika behandeln zwar den Überschuss aber der Mangel bleibt von daher wird weiterhin zuviel Dopamin angeregt, das soll das Bupropion verbessern dieses Ungleichgewicht was es zu einen gewissen Teil auch kann so das sich Positiv und Negativsymptome deutlich bessern sollten und man auch stabil mit weniger Neuroleptika (Aripiprazol) klarkommt. Meiner Erfahrung nach ist es kein kompletter Ersatz für das Neuroleptikum aber für den Ein oder Anderen auf längere Sicht vielleicht schon und wenn man so dieses Neuroleptikum minimal einnimmt, dann hat man mit der Einnahme auch kein Problem.

Weiteres Antidepressivum was Standard bei Depressionen ist wäre das Citalopram, da Aripiprazol anders als übliche Neuroleptika die Libido kaum reduziert oder eher zu anregend sein kann ist das Citalopram sinnvoll und wichtig um das Emotionale was übersteigert sein kann etwas zu dämpfen, dieses wirkt auf das Serotonin, in der Kombi ist das Sinnvoll.

Wichtig sind die beiden ersten Medikamente Bupropion(Mittlere-hohe Dosis) und Aripiprazol(Bedarf) , später macht auch Citalopram(hohe Dosis) sinn, gut letzteres kann man bisschen an seinen Bedürfnissen anpassen und ich würde das erst einnehmen wenn die beiden ersteren Medikamente gut funktionieren, damit man auch bei eventuellen Nebenwirkungen weis von welchen Medikament es kommt würde ich diese nach und nach einschleichen. Citalopram hilft auch gegen Nebenwirkungen die Bupropion machen kann wie etwa Verstopfung oder Blasenschwäche oder etwas bezüglich der Schlafstörungen wo aber das Aripiprazol besser ist, auch von daher ist diese Kombination sehr zu empfehlen.

LG