Frage an alle Betroffenen
Naja. Wichtig ist aber auch erstmal Krankheitsakzeptanz. Wenn es bei ihr sicher ist. (Und das ist es nach 2 Jahren meistens) dass sie Schizophrenie hat. Also: immer wiederkehrende oder dauerhafte psychotische Symptome / positive oder negative..
Dann sollte man sich erstmal der Tatsache stellen, dass dies kein Zuckerschlecken ist, sondern eine ernsthafte und chronische Erkrankung. "Chronisch" bedeutet: für immer.
Es gibt auch hier im Forum (und gab in der Vergangenheit viele Stimmen) von Menschen die Jahrzehnte lang krank waren und dann doch wieder vollständig genesen sind.
Und besonders wichtig ist: Auch mit der Erkrankung ist ein gesundes und sogar normales Leben möglich. Viele Betroffene gehen ganz normal arbeiten, leben selbstständig und man merkt ihnen ihre Krankheit nicht an.
Aber natürlich ist der erste Schritt eine Krankheitsakzeptanz. Also zu akzeptieren, dass viele Betroffene eben sehr krank sind ihr ganzes Leben lang und es kein Patentrezept für eine Heilung gibt. Für viele ist der richtige Weg nach der Diagnose in die Rente..
Aber natürlich hat silverstrade Recht und das ist auch das was du gerne online findest. Schizophrenie ist "gut behandelbar" also man kann permanent an allen Ecken etwas verbesssern und es gibt immer noch etwas was besser behandelt werden kann.
Wenn du hier in Kontakt bleibst und mit den Therapeuten und Psychiatern, dann wirst du sicher immer wieder Anregungen bekommen was der nächste Schritt sein könnte.
Ich schreibe das bloß so, weil du sagst "sie ist schon 2 Jahre krank" .. das ist nicht besonders lang. Ich glaube alle hier im Forum sind wesentlich länger krank...
Es gibt Chancen auf eine Spontanheilung. Und grade nach 2 Jahren, wenn sie bspw erst kürzlich nochmal eine Akutphase hatte und momentan keine dauerhaften positiv Symptome, dann könnte sie durchaus Glück haben und in wenigen Monaten wieder zurück zu ihrem Alten Ich finden.
Aber für viele Schicksale hier ist dies nicht der Fall gewesen, sondern wir mussten uns eher von unseren eigentlichen Plänen verabschieden und unser Leben neu ausrichten. Im Rahmen der Krankheit und mit Blick auf das was noch möglich ist.
Ich wünsche euch viel Erfolg und gib die Hoffnung nicht auf, dass sie eine positive Prognose hat, aber stell dich auch darauf ein, dass dies keine "kurze Phase" sein könnte..