Clozapin nach 17 Jahren wechseln wegen schwerer Obstipation? Erfahrungen & Ratschläge gesucht
Hallo zusammen,
ich nehme seit etwa 17 Jahren Clozapin. Das Medikament hat mir über die Jahre hinweg sehr gut geholfen, und ich komme im Alltag inzwischen bestens damit zurecht – mit einer gravierenden Ausnahme: der Verdauung.
Inzwischen habe ich massive Probleme mit der Darmentleerung und bin auf sehr hohe Dosen an Abführmitteln angewiesen. Da dieser Zustand dauerhaft extrem belastend ist, ziehe ich aktuell einen Medikamentenwechsel in Erwägung.
Mir ist durchaus bewusst, wie schwer ein erfolgreicher Wechsel nach so langer Zeit der Stabilität sein kann und welche Risiken damit verbunden sind. Dennoch möchte ich mich informieren, ob es gangbare Wege gibt.
Mich würden eure Erfahrungen und Einschätzungen zu folgenden Punkten interessieren:
- Erfahrungen beim Wechsel: Hat jemand von euch nach jahrelanger Clozapin-Einnahme erfolgreich auf ein anderes Präparat gewechselt? Falls ja, welches hat sich als stabilisierend erwiesen?
- Teilweiser Wechsel / Dosisreduktion: Gibt es Erfahrungen mit einer Reduktion von Clozapin in Kombination mit einem zweiten Antipsychotikum, um die anticholinerge Last auf den Darm zu senken?
- Darm-Management: Gab es bei euch spezielle gastroenterologische Ansätze oder Präparate, die bei clozapininduzierter Obstipation noch geholfen haben, wenn Standard-Laxanzien an ihre Grenzen stießen?
Selbstverständlich werde ich jeden Schritt ausschließlich in enger Absprache mit meinem behandelnden Psychiater und Gastroenterologen gehen. Mir geht es hier vor allem um den Austausch von Praxiserfahrungen und Orientierungshilfen für mein nächstes Arztgespräch.
Vielen Dank für eure Rückmeldungen!