Hallo
Wenn Bupropion zum Risperidon dazu, dann sicher TDM erforderlich und starke Reduktion der Risperidongabe wegen der Verstoffwechselungshemmung Leber/Risperidon_vor_9-OH-Risperidon (letzteres renal verstoffwechselt).
Ich habe den KI-Beitrag vorher als Spoiler statt als Zitat gemacht und das Fazit so reingestellt, damit es sichtbar wird.
Risperidon wirkt nur mit ca. 35% verglichen zum aktiven Metaboliten Paliperidon mit ca. 65%
Durch CYP2D6 wird Risperidon in den aktiven Metaboliten umgewandelt, was durch Bupropion gehemmt wird.
Risperidon steigt also an, aber wirkt ja an sich schwächer als Paliperidon, somit ist beim Risperidon zwar 100%-200% zu erwarten aber die Gesamtaktive Subatanz steigt nur leicht also um das 1,2-1,3 Fache:
- Gesamtaktive Substanz (Risperidon + Paliperidon) steigt nur leicht → meist +20–30 %, selten mehr
Damit sollten sich starke CYP2D6-Hemmer praktisch mit Risperidon kombinieren lassen, was zumindest für einen Teil der Betroffenen sehr relevant ist. Therapeutisches Drug Monitoring (TDM) ist interessant, aber wäre dann keine zwingende Notwendigkeit.
- Das Verhältnis schwankt extrem:
- CYP2D6‑Ultrarapid‑Metabolizer → viel Paliperidon, wenig Risperidon
- CYP2D6‑Poor‑Metabolizer → viel Risperidon, wenig Paliperidon
Studien zeigen, dass Poor‑Metabolizer
2–3× höhere Risperidon‑Spiegel haben, aber
ähnliche Gesamt‑Wirkstoffspiegel, weil Paliperidon weniger entsteht.
@Benutzer_Trichtersieb
Mir hat eine Betroffene mal auf eine frühere Rundmail zurückgeschrieben, welche Xeplion Depot 25mg hat, also Paliperidon, den aktiven Metaboliten von Risperidon, welcher selbst keinerlei CYP2D6-Interaktion hat.
Diese war schon über 10 Jahre auf Xeplion 25mg + Bupropion 150mg + Lithium eingestellt und hatte seitdem keinen Rückfall mehr. Sie fühlte sich damit happy und fast gesund.
Xeplion 25mg ist ja die kleinste 4-wöchige Depotform von Paliperidon und sollte ganz grob 1mg Risperidon am Tag entsprechen:
Paliperidon (Rohdaten)
Das zeigt zumindest, dass Betroffene mit Paliperidon auch profitieren, und es ist wichtig zu wissen, dass es mit Risperidon auch ohne weiteres funktionieren sollte.
Lithium ist in dem Kontext interessant. Ich habe selbst Lithium-Orotat, ca. 80mg (4 x 20mg Nahrungsergänzungsmittel) am Tag. Lithiumspiegel von etwa 0,16 mmol/l , was im Vergleich zum üblichen Lithium mit 0,6-0,8 mmol/l immer noch wenig ist. Einer der Gründe, weshalb ich vor über einem Jahr dann das Antipsychotikum nach Jahren Intervalltherapie komplett und bis heute absetzen konnte.
Du meintest glaube ich mal, dass normales Lithium ein Risiko für MNS (marginales neuroleptisches Syndrom) bei Schizophrenie anheben kann, mir ist unklar, wo du das her hattest? Lithium-Orotate soll ja direkt im Gehirn wirken, also sich weniger stark im Körper anreichern, weshalb die 0,16 mmol/l immer noch einiges ist aber es wirkt.
Frage:
Wie wirkt Lithium auf NDMA
KI-Antwort:
🧠 Kurze Antwort
Lithium
hemmt über mehrere Signalwege die Überaktivität des NMDA‑Rezeptors, der ein wichtiger Glutamat‑Rezeptor im Gehirn ist. Dadurch wird die neuronale Erregbarkeit reduziert und toxischer Stress verhindert.
🧬 Was bedeutet das im Detail?
1️⃣ NMDA‑Rezeptor = Glutamat‑Rezeptor für Erregung
Der NMDA‑Rezeptor spielt eine zentrale Rolle bei:
- neuronaler Erregung
- Lernen und Gedächtnis
- synaptischer Plastizität
Eine
Überaktivität kann jedoch zu:
- neuronaler Übererregung
- Stimmungsschwankungen
- neurotoxischem Stress
- Symptomen wie Unruhe, Reizbarkeit oder psychotischen Verstärkungen
2️⃣ Lithium wirkt dämpfend auf NMDA – über mehrere Mechanismen
A. Hemmung von GSK‑3
Lithium blockiert das Enzym
GSK‑3, was wiederum:
- die Expression von NMDA‑Rezeptoren senkt
- die Empfindlichkeit des Rezeptors reduziert
➡️
Weniger Glutamat‑Übererregung
B. Stabilisierung der Calcium‑Ströme
NMDA‑Rezeptoren lassen Calcium in die Zelle.
Zu viel Calcium = Zellstress.
Lithium:
- stabilisiert die Calcium‑Homöostase
- verhindert toxische Calcium‑Überflutung
➡️
Schützt Nervenzellen
C. Einfluss auf Inositol‑Signalwege
Lithium hemmt die
Inositol‑Monophosphatase, was die Signalübertragung über NMDA‑Rezeptoren moduliert.
➡️
Dämpft überaktive Glutamat‑Signalwege
D. Verstärkung hemmender Systeme
Lithium erhöht:
- GABA‑Aktivität (der wichtigste beruhigende Neurotransmitter)
➡️
Gegengewicht zur NMDA‑Erregung
3️⃣ Warum ist das klinisch wichtig?
Bei Bipolarstörung
- NMDA‑Überaktivität wird mit Manie und Stimmungslabilität in Verbindung gebracht
- Lithium wirkt hier stabilisierend und neuroprotektiv
Bei Psychose / Schizophrenie
- Glutamat‑Dysregulation (inkl. NMDA‑Hypo- oder Hyperaktivität) spielt eine Rolle
- Lithium kann bei schizoaffektiven Verläufen Symptome glätten
- Es wirkt aber nicht primär antipsychotisch wie ein Neuroleptikum
🧩 Zusammenfassung
Lithium wirkt auf NMDA, indem es die Überaktivität des Rezeptors hemmt und die neuronale Erregbarkeit stabilisiert.
Das schützt Nervenzellen und stabilisiert Stimmung und Stressreaktionen im Gehirn.
@Moriko und
@Benutzer_Trichtersieb
Lithium-Orotate ist in Deutschland kein Nahrungsergänzungsmittel, man bekommt es überwiegend in teurer chemischer flüssiger Form in kleinen Dosierungen, die am Anfang auch ihren Dienst tun.
Falls Interesse besteht: Ich hole mir das Lithium-Orotat von dort, da ich da online nur wenige Anbieter gefunden habe.
https://de.iherb.com/pr/vitamatic-lithium-orotate-20-mg-90-vegetable-capsules/147587
90 Kapseln 20mg Lithium-Orotat kosten da vergleichsweise wenig und sind eine in dem Bereich hohe Dosierung.
Ich denke, Lithium-Orotate wäre für später interessant, wenn das Bupropion funktioniert und das Cariprazin (Reagila) weit reduziert oder mal testweise in einer Intervalltherapie phasenweise abgesetzt werden soll.
Wenn bei den Antipsychotika die kleinsten Dosierungen da sind, in denen man normal instabil wird, da sollte die Wirkung noch am besten greifen.
Ähnlich sehe ich das mit Bupropion, dass die Stärke der Wirkung mit der dann möglichen Reduktion von Cariprazin (Reagila) stärker werden sollte. Wenn also die Wirkung schwächelt, kannst du
@Moriko später das Cariprazin (Reagila) immer noch reduzieren, da Bupropion als Addon da praktisch einen Teil der antipsychotischen Wirkung übernimmt, also neben den Negativsymptomen auch Positivsymptome damit gelindert werden.