Sie müsste erstmal das Medikamente einzeln für sich für etwa einen Monat einnehmen um das überhaupt mit der Motivation beurteilen zu können. Aripirpazol motiviert schon auch aber teils wird da auf marginalen Unterschieden herumgeritten.
In ihrem Fall sind 3 Antipsychotika keine Dauerlösung und normal macht man das wenn überhaupt nur in einer Umstellungsphase und eher kurz.
Sie nimmt 75mg Quetiapin, was zum Schlafen eher zuviel ist, aber für die Schizophrenie die Standarderhaltungsdosis bei etwa 150-300mg liegt.
Viellicht hat sie Qutiapion wegen Schlafstörugnen vom wohl vorherigen Amisulprid bekommen, was aber beim Aripiprazol im Grunde wegfällt, da in vernünftigen Erhaltungsdosierungen von 5-7,5mg mit einem guten Schlaf zu rechnen ist. Vorteil es wirkt in minimalen Dosierungen sehr stark auf die gewünschten Rezeptoren, von daher sind Nebenwirkungen beim Aripiprazol (Abilify) einzeln wirklich extrem Minimal. Erst dann wenn sie ca. 1 Monat Amisulprid und Quetiapin abgesetzt hat und nur Aripipiprazol hat lässt sich das beurteilen.
Fachlich sind laut konservativen Leitlinien der DGPPN im Grunde nur ein Antipsychotikum dier die Erhaltungstherpie vorgesehen, solange sie keine Nonresponce hat. Sie nimmt aber keinen Wirkstoff in ausreichener dosierungen.
Quetiapin zu schwach 150-300mg wäre bei Monotherpaie etwa minimum notwendig.
Amisulprid zu schwach, da fängt die Wirkung etwa bei 100mg an.
Aripiprazol hat sie selbst abgesetz wäre aber unter 5mg wirkam und sie nahm 5ml was bedeutet die hat 5mg verordnet bekommen.
Aripiprazol absetzen kann sie klar, aber dann muss sie Amisulprid wieder deutlich erhöhen auf wirklich wirkungsvolle Dosierungen die um Akutwirkung zu bekommen auch bei 150-300mg, teils mehr zu legen, da sie ja scheinbar aktuell instabil ist.
Aripirpazol wirkt eben ab 5m relativ verlässlcih und kann sie immer noch auf Schrittweise 7 oder 10ml steigern wenn die Wirkung fehlt, da 5mg individuell auch zu wenig sein können obwohl es häufig ausreicht.
Wäre aktuell das einfaste das sie erstmal ihre Medikation vereinfacht.
Sie braucht kein Amisulprid mehr, dann solltest du davon ausgehen das sie kein Quetiapin mehr zwingend braucht und Aripiprazol das ersetzt. Sonst hast du eben wieder Nebenwirkungsprobleme weil sie etwas einnimmt was sie kaum braucht und wenn erstmal Aripiprazol (Monotherapie) haben sollte und dann kann sie ja probieren ob es ihr mit zusätzliichen Quetiapin besser wird damit sie das und ihre Motivation überhaupt objektiv einschätzen kann.
Später wenn sie Aripiprazol (Abilify) monotherapie hat kann sie relativ einfach auf Cariprazin (Reagila) Monotherapie wechseln.
Problem ist das ab 2 Antipsychotika(!) gleichzeitig die Mortalitäte also die Sterblichkeitsrate extrem ansteigt und solche 3er kombis wenn auch nur minimal den Leitlinien wiedersprechen und zum Tod führen können wenn man es mal drastisch ausdrückt. Klar erfordern Umstellungen manchmal Kreuztititation aber häufig kann man das schon auch Zügiger machen. Seit wann hat sie denn schon Aripiprazol zusätzlich und wollte sie ganz umstellen?
Dann sollte sie das mal durchziehen und nach 1-2 Monaten ohne andere Antipsychotika haben sich die Rezeptoren soweit normalisiert und die anderen Wirkstoffe sind aus dem Körper, das man die Nebenwirkungen und Negativsymptome besser beurteilen kann. Kogintiv hat Abilify vorteile. Beim Antrieb gibt es gemischte Meinungen nur sagen die einen so oder so. Betroffene neigen auch so dazu häufig zu frühe Schlüsse zu ziehen und je akuter sie ist desto mehr behart sie darauf, obwohl das eben etwas Zeit braucht. Man hätte die anderen Antipsychotika auch das Quetiapin vielleicht schneller reduzieren können.
Deswegen einfach Aripiprazol (Abilify) was sie ja in 5mg hatte und in Saftform auch leicht auf 7 oder 10 mg erhöhen kann wenn sie mehr braucht aber erstmal mit 5mg schauen sollte.
Wenn die anderen abgesetzt sind wird sie das merken und Aripirpazol verbessert auch so einen Schlaf der psychotisch bedingt gestört ist, also die Antipsychotische Wirkung ist da schlaffördernd. Wenn man aber unnötig Dopaminüberblockiert (fast egal welches Antipsychotikun) dann stört das den Schlaf. Quetiapin ist da eben eine Ausnahme, da es weniger über die Dopaminblockade wirkt. Cariprazin ist ein moderner Partialagonist wie Aripiprazol, der etwas vorteile bei Negativsymptome allgemein haben kann, aber es gibt da auch viele Negativsymtome und hier hat eine ältere Patientin davon schon deutlich verlangsamten Herzschalg bekommen.
Aripiprazol ist eben nun die sichere Wahl erstmal wo sie ja weis das sie es vertägt. Wenn sie dann nur noch eine Monotherapie kann sie auch leicht unter stabilen bedingungen zum Clozapin wechseln, falls das Problem noch da ist.
Betroffene schnappen eben auch so Narrative im Netz auf und bilden sich denn ein das dies auf einen selbst zutrifft. Man sucht etwas und das wird bestätigt andersherum ist das ähnlich.
Für Objektivität kann man keine drei Wirkstoffe gleichzeitig betrachten die wirken auf Zig Rezeptoren, also sehr breit und ist schon schwer das bei einem Wirkstoff abzuschätzen.