Sollte man einen Schwerbehindertenausweis beantragen?

Man benötigt keine 60% für Erwerbsminderungsrente oder Psychose! Bei Schizophrenie können es auch nur 30 oder 40% sein, da man prozentual das Psychische, zumindest bei mir 2011 anders gewertet hat. Ich hab glaube ich nur 30 oder 40% bekommen, wobei das glaube ich seitens meines damaligen Arbeitgebers von der Personalabteilung mitbeantragt wurde und mir erklärt wurde, dass es bei körperlichen Einschränkungen anders gerechnet wird.

Wer mehr bekommt, mag das vielleicht Vorteile haben, aber wenn man weniger bekommt, sollte man sich auch keine Sorgen um EM-Rente oder anderes machen.
Womöglich wird Schizophrenie im Laufe der Jahre eher schlimmer, was erklären könnte, warum man am Anfang, wenn man eventuell noch in Arbeit steht, da auch erst Jahre später höhere Prozente ausstellt. Gibt ja auch so einmalige Psychosen, was damals bei mir noch hätte sein können.

Rechtfertigen sollte man sich von niemandem müssen.

Nur damit klar ist, dass man keine übertriebenen Prozente braucht um Erwerbsminderungsrente und Anderes beantragen zu können. Das liegt auch in den Händen des Psychiaters, weshalb ich was das Prozentuale angeht keine Maximalforderungen stellen würde, sonder man kann sich selbst schlau machen wie die Prozente bei Psychose gerechnet werden und welche Dinge auf einen zutreffen.

Also eher objektiv bleiben.

Mir ist unklar @Mutzi und @Flemmli ob die Vorteile so gravierend sind. Ab 50% müsste man den Ausweis bekommen.
Der Kündigungsschutz ist mir unklar, ab wann dieser besteht, wenn man aber sehr krank ist und man trotz schlechter Leistung zwangsmäßig in einem Betrieb bleibt, dann könnte es für manche Betroffene auch eine Einschränkung sein. Für manche, die ansonsten alle Kraft in die Arbeit stecken und kein Privatleben mehr haben, kann volle Erwerbsminderungsrente auch etwas sein, wenn man vorher etwa voll gearbeitet hat. Dann kann man auf Mini-Job basis auch Arbeiten ohne sich Sorgen um Jobverlust zu machen, was für viele Betroffene realistische Arbeitszeiten sind und für viele Arbeitgeber auch einladend sein kann.

Ist also relativ, wo Schutz gut ist und wo man durch Schutz in einen Job gepresst wird, den man unter Antipsychotika und ohne Antrieb dann selbst bei Stundenreduktion nur schwer ertragen kann. Gibt ja Traumjobs, die einem Motivation und Antrieb geben, aber auch jobs in denen man unglücklich ist und da ein Kündigungsschutz einen vielleicht in einer negativen Situation hält und man dann weil man sich für diese Arbeit aufbraucht, keine Zeit mehr für die eigene Gesundheit und Privates hat.

Deswegen würde ich eher früh runterschalten, wie es möglich und sinnvoll ist, da gesundheitlich alles herausholen und dann beruflich in einer gesünderen Situation wieder aktiver sein.

Von daher eher relativ, da es ins eigene Leben passen muss.