Warum wir NET/DAT‑Wirkstoffe in der Schizophrenie neu denken müssen – und warum systematische Studien jetzt notwendig sind

Meine Hausärztin weiß davon nichts, ich mache das eigenständig. Ich lasse mich von der Pharmaindustrie nicht verarschen.
Da hast du tatsächlich Recht.
Man hat diese Medikamente auch entwickelt, weil man erst Tierversuche mit Hasen, die man mit nicht artgerechtem Futter gefüttert hat, durchgeführt und daraus möglicherweise falsche Schlüsse gezogen hat.
Vor kurzem habe ich etwas in einem seriösen Medium gesehen, dass Haferkleie das Cholesterin effektiv senken konnte. Es stünde daher den chemischen Statinen bei weniger schwerer Symptomatik in nichts nach, wie immer auch die Ernährung entsprechend angepasst. Überhaupt scheint es viele Naturheilweisen zu geben, es muss nicht immer die Chemiekeule sein. Im Bereich der psychischen Beschwerden ist es ja auch so, da wird überdramatisiert, dann werden zum Teil (!) Fehldiagnosen ausgesprochen, ich fahre wie du auch mit einer geringeren Dosis des Neuroleptikums (das man in "Antipsychotikum" umgetauft hat, was aber an der fehlenden Wirksamkeit im Prinzip nichts ändert) sehr gut, da meine bisherige Praxis meine Anregungen nicht aufgreift und darauf pfeift, wechsle ich sie jetzt, Ende September ist der nächste Termin, bis dahin fühle ich mich stabil, Hausärztin hat mir Aripiprazol 10 mg verschrieben, falls diese Schiene ausgehen sollte (habe aber noch eine ganze Schachtel Cariprazin jeweils 3 mg offen und 4,5 mg neu und ungeöffnet) . Es ist ja fast ein Witz dass man das sagen muss: Das Seelische, fernab von einer medikamentösen "Einstellung" (eigentlich eher: Ruhigstellung), sollte gerade bei der sogenannten (klassischen) "Schizophrenie" mitnichten vernachlässigt werden. Ich fragte mal nach Psychosomatik und erhielt sinngemäß die Antwort, dass es diese gar nicht gäbe, in der Psychiatrie, der Arzt war vorgebildet rein in psychiatrischen (Akut-) Stationen, in Psychiatrische-Grundversorgungs-Krankenhäusern, ansonsten Doppelstudiumbelegung Neurologie (was in dem Fall nicht schaden muss, vielleicht aber trotzdem zusätzlich geschadet hat).
Ich habe den Blutdrucksenker so wie du die Cholesterinmedikamente so eingestellt, dass er im akzeptablen Bereich liegt. Eine zu große "Schönung" würde hingegen nichts bringen außer gefährliche Nebenwirkungen (Stichworte Angioödem, Hyperkaliämie).