Persönlichkeitsspaltung
@Rusja hier ein für Angehörige gut verständlicher Artikel, was Schizophrenie ist:
Schizophrenie für Angehörige – einfach, respektvoll und verständlich erklärt
Es kann als Betroffene:r sehr schwer sein, bei dieser Erkrankung eine gute medikamentöse Therapie zu finden. Meist ist da sehr viel Potenzial für verträglichere Wirkstoffe und auch Medikamentenumstellungen. Nur sollte elterlicherseits unbedingt das Verständnis da sein, dass bei vielen Betroffenen nur bis zu einem gewissen Grad nur mit Medikamenten geht. Dass die Diagnose und Problematik real sind. Deine Tochter benötigt jemanden, der ihr als Bezugsperson hilft, indem du etwa ihre Symptome und krankheitsbezogenen Probleme kennst und verstehst, dass es zu einem gewissen Grad Medikamente und Erkrankungseinsicht braucht. Wenn du als Elternteil keine Einsicht hättest, indem du die Diagnose kaum akzeptierst und das alles glattbügelst, also bei Symptomen bewusst drüberschaust, oder sie drängst oder manipulierst, die Medikamente mit aller Gewalt abzusetzen, dann wäre etwa ein Kontaktabbruch verständlich. Sie ist von ihrem Wesen her schon zerrissen, kann es kaum jedem recht machen, dann solltest du kein Spannungsfeld eröffnen, wo sie sich zwischen dir und ihrer Behandlung entscheiden muss.
Demnach sind auch Psychoedukation und Aufklärungsmaterial bei Psychose wichtig. Deine Tochter kann und sollte ihre Gesundheitsentscheidungen möglichst selbst treffen, damit du das annimmst und zumindest verstehst, dass Erkrankungseinsicht wichtig ist, auch wenn man für sich mal entscheidet, zu reduzieren oder abzusetzen.
Hat ein Familienteil die Betreuung übernommen oder hat sie einen richtigen Betreuer? Da könntest du, wenn du dir der Umstände bewusster bist, auch ein persönliches Gespräch vereinbaren, da diese normal dir einen Grund nennen sollten, bzw. da könntest du dich direkt an den SpDi in deiner Umgebung wenden. Erst einmal wäre es überhaupt gut, wenn du dir bewusst bist, woran es liegen könnte.