Bupropion und amisulprid

In meiner Jugend war ich polytox außer heroin alles konsumiert dann war ich vor 3 Jahren auf langzeittherapie und war danach noch 2,5 Jahre clean nach dieser Zeit wurde ich rückfällig in einem Zeitraum von 5 Monaten mit Gras und hatte 5 episodische Rückfälle mit Kokain jeweils immer 1 Woche also garnicht so lange ich habe schnell ein Schlussstrich gezogen und bin auf Therapie danke für deine Antwort bin wirklich gespannt auf das bupropion bin gerade an dem Punkt ich habe so die schnauze voll von neuroleptiker das ich wirklich Lust habe das amisulprid bis auf 50-100mg runterzudosieren
Tja, wirklich was befriedigendes kann ich nicht anbieten. Zumindest nicht, was das Thema Negativsymptome angeht. Die Jahre gehn nicht spurlos am Gehirn vorüber. Das braucht auch an sich Zeit, sich zu generieren. Deine Priorität sollte Stabilität und Aufbau von unten her sein. Letztlich musst Du so oder so mit negativen Zuständen leben lernen. Was für andere gefühlt ein "normaler" Zustand ist, ist für Dich zudem vielleicht schon ein belastender Zustand. In jedem Fall musst Du mit Durchhaltewillen dabei bleiben und vor allem schauen, was es außer Medikamenten vor allem an aktiven Möglichkeiten gibt, selbst was für die Selbstregulation von Zuständen zu tun. Das sind Lernprozesse, die sind anstrengend. Vor allem viel mit Selbstdisziplin verbunden. Die Aussicht, dass plötzlich die passende Medikation zu einem Gefühl von ausreichendem Wohlbefinden führt, sollte man zumindest kurzfristig ad acta legen. Was zumindest Bupropion leisten kann, auch kurzfristig: Themen wie Suchtdruck etwas die Schärfe nehmen. Aber sich gehen lassen, nichts tun, ist letztlich keine Option, auf Dauer ist die Kombination ADHS+Passivität+depressive Zustände+Rückzugstendenzen die Garantie, dass es immer wieder erneut bergab geht.