Tja, wirklich was befriedigendes kann ich nicht anbieten. Zumindest nicht, was das Thema Negativsymptome angeht. Die Jahre gehn nicht spurlos am Gehirn vorüber. Das braucht auch an sich Zeit, sich zu generieren. Deine Priorität sollte Stabilität und Aufbau von unten her sein. Letztlich musst Du so oder so mit negativen Zuständen leben lernen. Was für andere gefühlt ein "normaler" Zustand ist, ist für Dich zudem vielleicht schon ein belastender Zustand. In jedem Fall musst Du mit Durchhaltewillen dabei bleiben und vor allem schauen, was es außer Medikamenten vor allem an aktiven Möglichkeiten gibt, selbst was für die Selbstregulation von Zuständen zu tun. Das sind Lernprozesse, die sind anstrengend. Vor allem viel mit Selbstdisziplin verbunden. Die Aussicht, dass plötzlich die passende Medikation zu einem Gefühl von ausreichendem Wohlbefinden führt, sollte man zumindest kurzfristig ad acta legen. Was zumindest Bupropion leisten kann, auch kurzfristig: Themen wie Suchtdruck etwas die Schärfe nehmen. Aber sich gehen lassen, nichts tun, ist letztlich keine Option, auf Dauer ist die Kombination ADHS+Passivität+depressive Zustände+Rückzugstendenzen die Garantie, dass es immer wieder erneut bergab geht.