Bupropion und amisulprid

1. Neue Dopaminhypothese: Warum Halluzinationen aus Mangel und Überschuss entstehen
2. Grafische Übersicht: DA-, NA‑Rezeptoren und Schizophrenie‑Netzwerk

Bupropion bei Schizophrenie: Transporter, Rezeptoren und Kombinationsstrategien

Das hier allgemein erklärt, ohne sich auf ADHS festzulegen, da Bupropion auch so bei Schizophrenie hilft.
Bei Schizophrenie hast du grob im präfrontalen Gehirnbereich einen generellen Mangel an Dopamin, dort greift die NET-Wirkung (Noradrenalinwiederaufnahmehemmung). Da es dort fast nur NET als Transporter gibt wird das Dopamin dort darüber statt über DAT abgebaut.
Bupropion wirkt auf NET zu DAT 2:1 also es wirkt präfrontal stärker als striatal (im Striatum was für Positivymptome relevanter ist)

Im Striatum sieht man bei Schizophrenie einen generellen Überschuss an Dopamin. Bupropion wirkt dort auf DAT, Dopamin bleibt länger im synaptischen was Wahrnehmung, Konzentration und Wachheit verbessert. Dadurch werden Halluzinationen reduziert, die häufig aus Konzentrationsschwächen bzw. Gedächtnislücken, etwa in der Wahrnehmung, entstehen, und die das Gehirn diese Lücken automatisch schließt (bei Schizophrenie sind das dann Halluzinationen). Damit schafft Bupropion von unten her Stabilität, indem es zu schwach Dopaminsignale verstärkt und damit klar macht, aber Überschüsse von DAT und NET Wirkung weitgehend unangetastet bleiben, da präsynaptische Autorezeptoren die Dopaminfreigabe in den Synaptischen Spalt regulieren (wie viel neues Dopamin reinkommt). Bupropion hält das Dopamin etwas länger im synaptischen Spalt, da es die Verstoffwechselung über NET oder DAT hemmt (verzögert), damit bleibt mehr Dopamin im Spalt und präsynaptische Autorezeptoren müssen länger warten, bis neues Dopamin einströmt.

Ich werde hier meine Erfahrungen teilen danke für deine Antwort ich hatte schon die niedrigste Dosis von amisulprid eine Rückfall hatte ich nur wenn ich die Medikamente ganz abgesetzt habe ich bin seit 3 Jahren erkrankt und adhs schon seit meiner Kindheit , wie kann denn bupropion zu mehr Stabilität führen es wirkt doch gegengesetzt ?
Gegengesetzt ist von daher etwas zu grob, da Bupropion modulierend eingreift und zu keiner generellen Steigerung von Dopamin führt, sondern nur dort greift, wo es zu schwach ist. Das Problem an Schizophrenie ist, dass einerseits Signale viel zu leise sind und überhört werden und auf der anderen Seite extrem laute Signale diese schwachen Signale übertönen. Bupropion greift von unten und Antipsychotika greifen von oben. Beides wirkt im richtigen Rahmen antipsychotisch. Allein wäre Bupropion ohne Antipsychotikum auf Dauer zu schwach, wären andere Strategien wie in der Intervalltherapie später nach Stabilisierung und Reduktion überlegenswert.