Mögliche Stellenwert von Bupropion bei Therapieresistenz

Ich brauche kein Bupropion, da es für mich ein Antidepressivum darstellt und ich keine Depressionen mehr habe. Diese sind zeitweise aufgetreten als meine Mutter starb. Das war ein ganz normaler Trauerprozess.
Werde aber fairerweise mal meine Psychiaterin fragen, was sie von Bupropion hält.
Meine optischen Halluzinationen sind noch da, was ich aber mit Amisulprid reduzieren kann. Mein Lorazepam verschreibt mir meine Psychiaterin weiter weil sie weiß, dass ich es noch weiterhin benötige. Großes Absetzen dieses Mittels hat in meinem Alter kaum Chancen, da der Entzug weitaus schwieriger verläuft als noch in jungen Jahren. Von daher keine Sorge.
Naja, im Grunde ist die Bezeichnung Antidepressivum bei Bupropion sowieso fehlerhaft, es ist ein Amphetaminderivat. Ursprünglich erfunden zur Raucherentwöhnung. Und es rauchen nunmal gehäufter ADHSler, denen Bupropion hilft, den Tabakkonsum zu reduzieren, weil Bupropion in den ADHS-Hirnen moderat das Dopamin erhöht und weniger Selbstmedikation durch Nikotin erforderlich ist. Der Einsatz bei Depressionen kam erst später ins Gespräch, aber auch Medikinet und Elvanse (Lisdexamfetamin) als echte ADHS-BtM wirken ja moderat "antidepressiv". Als Antidepressiva werden die aber trotzdem nicht verkauft. Das tut man letztlich auch nur beim Bupropion, weils erstens schwächer wirkt und zweitens nicht unters BtM fällt. Im Grunde könnte man Depressiven aber auch Amphetamine verordnen. Wirken würde das auch. Letztlich ist Bupropion im Grunde nur für DIE Schizophren Erkrankten hilfreich, die parallel zur Schizophrenie auch eine ADHS haben. Egal obs diagnostiziert wurde oder nicht.