Beziehung zwischen Nicht-Schizophrenen und Schizophrenen geht das?
Hallo,
also ich hab folgende Erfahrung gemacht:
Mein Freund ist schizophren und ich nicht. Wir haben uns vor 8 Jahren kennengelernt da war er noch nicht schizo.
Sind beide Anfang 30 und haben zwei kleine Kinder und ein gemeinsames Haus das noch abzuzahlen ist.
Bei ihm fing die Schizophrenie schleichende an.
Er hörte Leute über sich reden obwohl da niemand war. Mittlerweile ist es so schlimm, dass er fest davon überzeugt ist die Nachbarn stalken ihn und sie steuern seine Gedanken usw.
Ich war viele Monate, ja fast Jahre, sehr einfühlsam und habe versucht ihm zu helfen. Habe akzeptiert dass er krank ist und deswegen nicht so viel zuhause mithelfen kann und wenig mit den Kindern macht.
Aber mittlerweile ist es echt so, dass es bei mir ständig zwischen Mitleid und Wut ihm gegenüber schwankt. Er sieht bis heute nicht ein dass er krank ist. Durch die Medikamente schläft er sehr viel. Auch verbringt er enorm viel Zeit vor dem Smartphone und PC.
Und das alles während ich die ganze Arbeit alleine verrichten muss. Ich habe gelernt Männerarbeit am Haus zu verrichten, immer alleine aufzustehen, ihm hinterher zu putzen und alles alleine zu regeln und ihn an alles wichtige zu erinnern.
Er dankt es mir nicht mal. Ist manchmal sogar noch richtig gemein.
Und ganz ehrlich: Es kotzt mich inzwischen so an!
Ich fühle mich völlig ausgenutzt.
Wir machen auch nichts schönes zusammen und er hat durch die Medikamente auch keine Lust mehr auf Sex. Eigentlich ist er nur noch ein Zombie.
Ich bemitleide ihn aber zugleich bemitleide ich auch mich selbst, dass ich nicht mit einem gesunden Mann zusammen sein kann.
Einfach abhauen ist nicht so leicht wegen der Kinder und des gemeinsamen Hauses und irgendwie fühle ich mich für ihn verantwortlich.
Aber das ist kein Leben. Er nimmt mir durch seine Krankheit die Lebensfreude.
Ich finde das ungerecht und gemein.
Also meiner Meinung nach ist die Beziehung zwischen einem Schizo und einem Nichtschizo auf Dauer nichts.