Hass auf Schizophrene

Was meinst du denn mit erfolgreicher, worauf bezieht sich das? Das Arbeitsleben? Da würde ich nämlich auch argumentieren, ob ein erfolgreiches Arbeitsleben schon ausreicht, um jemanden glücklich(er) zu machen oder nicht.

Tatsache ist ja, dass Abwärtsvergleiche ("Arschloch-sein") sich kurzfristig geil anfühlt (und mit kurzfristig meine ich verglichen mit dem gesamten Leben) das kennt wahrscheinlich jeder. Aber das Bedürfnis nach diesem Verhalten, die Notwendigkeit, hat an sich schon mit Leid zu tun. Jemand, der mit sich im Reinen ist, seine Stärken und Schwächen sehen, verstehen und akzeptieren kann, hat es schlicht und ergreifend nicht dauerhaft oder auch nurregelmäßig nötig, von oben herab auf andere zu blicken. Selbst die Menschen, von denen man sagen würde, sie sind die arrogantesten, selbstverliebtesten Menschen (Narzissten) haben an und für sich ein sehr, sehr fragiles Ego und überkompensieren das schlichtweg. Sie halten sich selbst nicht aus und das überträgt sich dann auf andere. Sie versuchen damit einfach negative Gefühle über sich selbst zu bewältigen.

Selbstverständlich sind die auch "erfolgreich", insbesondere im Job, weil die ihre Probleme gegen andere kehren und nicht gegen sich selbst, das passt ja ganz wunderbar in unsere Ellenbogen-Mentalität. Aber wenn es um Selbstwert, Liebesbeziehungen geht oder allgemein um ehrliche, tiefgehende Freundschaften, sind sie in der Regel sehr, sehr schlecht aufgestellt wegen ihrem Verhalten und ihren Denkmustern. Und wenn du die meiste Zeit deines Lebens damit verbringst, zu hassen, verbittert zu sein, zu denken die meisten um dich herum sind Abschaum, dumm, was-auch-immer, dann bist du nicht glücklich. Du schürst deine Wut, deine Frustration, deine negativen Gefühle. Das kann, wie gesagt, anfangs gut sein, da s kann auch viel Energie und Kraft geben beispielsweise "es den anderen zu zeigen" und dann viel in Job oder was auch immer zu stecken, im Konkurrenzkampf aufzugehen, immer wieder Beweise zu finden, dass andere unten sind und du oben. Auf Dauer macht das aber kaputt.

Jeder kann entscheiden, wie er sein möchte. Gesünder ist es trotzdem, wertschätzend zu sein. Gegenüber anderen und sich selbst.