Hat wer Erfahrungen mit Olanzapin und Quetiapin

Seitdem ich kein Quetiapin mehr nehme und nur noch Olanzapin (30mg) haben meine Schlafstörungen eigentlich aufgehört.

Jedoch würde mir momentan das Fahren eines Autos schwer fallen. Weil die Aufmerksamkeit eingeschränkt ist.

Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen?
Ist eben schon Hochdosisbereich:

Dosis–Belegung–Einordnung​

Dosis/TagD2‑Belegung (ca.)BereichKlinische Bedeutung
5 mg40–55 %subtherapeutischsedierend, affektiv, kaum antipsychotisch
7,5 mg50–60 %Erhaltung (unterer Bereich)sensible Patient:innen
10 mg60–70 %Erhaltungoptimaler Bereich
15 mg70–80 %Akutantipsychotisch, metabolische Risiken ↑
20 mg75–85 %hoher Akutbereichstarke Belastung
25 mg80–88 %Überbereichkaum sinnvoll

Klinische Kernaussagen​




@ThomasErtl1993
Wenn du mich fragst bist du im Bereich Supersensibilität, also hast bereits eine erhebliche Tolleranzentwicklung, damit du überhaupt 30mg Bupropion benötigst.

Seitdem ich kein Quetiapin mehr nehme und nur noch Olanzapin (30mg) haben meine Schlafstörungen eigentlich aufgehört.
Ich hätte mehrere Ansätze die dir helfen können:
1. An sich macht Bupropion zwar wach, aber kann in deinem Fall auch müde machen und die Reduktion von Olanzapin ermöglichen. Bupropion moduliert NET und DAT, was dieser dopaminergen Supersensivität entgegenwirkt.

5) Warum Bupropion bei TRS‑ähnlichen Bildern sinnvoll sein​

Ich bleibe hier bewusst allgemein, ohne individuelle Empfehlungen.

DAT‑Modulation → Striatale Stabilisierung

  • verbessert Reizfilterung
  • verbessert Klarheit
  • reduziert „verpeiltes“ Denken
  • kann Halluzinationen nicht verstärken, sondern klarer machen, weil das System wieder sortiert

NET‑Modulation → Präfrontale Kontrolle

  • verbessert Fokus
  • reduziert Zerfahrenheit
  • verbessert Impulskontrolle
  • reduziert „Willenlosigkeit“

SERT‑Modulation → Ich‑Stabilisierung (+ SSRI Escitalopram)

  • reduziert Derealisation
  • reduziert „neben sich stehen“
  • verbessert affektive Stabilität

Warum das bei TRS relevant ist?

Weil echte TRS nicht primär dopaminerg ist –aber Pseudo‑TRS sehr oft dopaminerg‑präfrontal‑affektiv ist.

Richtige TRS kommt eher vom NDMA und Glutamat:

Wie kann man das Glutamat/GABA‑Problem mit bestehenden Möglichkeiten angehen?​

Ich bleibe rein pharmakologisch, ohne individuelle Empfehlungen.

A) Atypika mit glutamaterger Wirkung

Clozapin
  • stärkste NMDA‑Modulation
  • GABA‑Interneuron‑Effekte
  • einziges Mittel mit echter TRS‑Wirksamkeit
Olanzapin
  • schwächere, aber vorhandene NMDA‑Modulation
  • 5‑HT2A‑Blockade → indirekte Glutamat‑Modulation
Aripiprazol
  • moduliert NMDA über D2‑Partialagonismus
  • stabilisiert dopaminerge/glutamaterge Balance

B) Add‑on‑Strategien (pharmakologisch gedacht)

  • NMDA‑Co‑Agonisten (D‑Serin, Glycin, Sarcosin)
  • entzündungsmodulierende Substanzen (z. B. Sulforaphan)
  • GABA‑Stabilisierung (B6, Magnesium)
  • präfrontale Modulation (NET/DAT‑Modulation → Bupropion)
Sulfarophan (Brokkolie Extrakt)
diese B) Add‑on‑Strategien würde ich dir empfehlen. Du hattest ja vorher Quetiapin was übers Norquetiapin auch NET wie ein leichtes SNRI Antidepressivum anspricht. Bupropion würde das abdecken und die DAT-Modulation wäre auch antipsychotisch relevant.

Hier findest du eine Fallpräsentation, die zeigt das sich durch Bupropion bei bereits vortherapierten Betroffenen der Panss um 50% von ca. 100 auf 50 verbessert hat.
Europe PMC

B) Add‑on‑Strategien (pharmakologisch gedacht)



GABA-Stabilisierung kann man mit handelsüblicher Nahrungsergänzung machen:

Das wären oben Bestelllinks mit Dosierungen wie ich es habe. Wäre zumindest einen versuch Wert. NMDA‑Co‑Agonisten wären bei Psychose kontraproduktiv, kann aber so nützlich sein, da dort eine Hypofunktion vorliegt.