Ich denke, generell ist es nicht schlecht, dass du die rechtliche Vorkehrung für eure Kinder hast, jedenfalls aktuell. Sicherlich bedeutet Schizophrenie haben nicht, dass man nicht in der Lage ist sich um seine Kinder zu kümmern. Das bedeutet aber stabil zu sein. Und soweit ich es in Erfahrung gebracht habe, bedeutet stabil zu sein, eine gewisse Krankheitseinsicht, psychologische Begleitung in Form einer Therapie und Verlässlichkeit bzw. bereit zu sein Verantwortung zu übernehmen. Nach deiner Schilderung klingt es aktuell noch nicht so. Das kann sich eventuell auch noch ändern. Ich würde auch mit den älteren Kindern ins Gespräch gehen, Kinder haben eigentlich eine gute Intuition, ob etwas stimmt oder nicht.
Ich kann aber auch sagen, dass mein Mann vor absetzten der Tabletten nicht viel Krankeheitseinsicht hatte, aber er hat wenigstens die Medikamente genommen.
Es klingt als ob deine Frau noch eine Restsymptomatik hat, sie reflektiert noch nicht. Mir wurde erklärt, dass es auch bei jedem mit der Erkrankung unterschiedlich ist und das man erst von einer Stabilität sprechen kann, wenn eine gewisse Refletktion vorhanden ist. Bei meinem Mann aktuell auch nicht der Fall, immer wieder neue Vorwürfe, die Vergangenheit wird, ich nenne es mal, umgedichtet. Kannst du mit ihr reden, nimmt sie Dinge an?
Ja Geld spielt bei meinem Mann eine große Rolle. Er hat in einer gemeinsamen Besprechung mit seiner Psychologin gesagt, dass ich über sein Geld verfügt habe, weil ich Lebensmittel gekauft habe, die er nicht wollte. Wir haben Gott sei Dank getrennte Konten. Er spiegelt auch überhaupt nicht wieder, was er alles geshoppt hat, dass er deswegen kein Geld mehr hat. Er ruft mich auch in regelmäßigen Abständen an und wirft mir vor, dass ich ihm noch Geld schulde oder es unterschlagen habe. Obwohl die finanzielle Belastung immer bei mir lag und er mir eigentlich noch Geld schuldet.
Wir haben uns mit seiner Psychologin geeinigt, dass er unser Kind zweimal die Woche sieht. Das läuft jetzt zur Probe. Es läuft mal besser, mal schlechter. Unser Kind ist zwischendurch wegen fehlender Verlässlichkeit durch ihn sehr enttäuscht und weint oft. Das kann ich auf Dauer nicht mit ansehen.
Im letzten Gespräch mit seiner Psychologin ist auch die Oberärztin habe ich meinen Eindruck der letzten Jahre geschildert, es wurde dann nur gesagt, dass es verletzend für meinen Mann ist und das sie den Sinn nicht sieht, warum ich das erzähle. Das hat mich sehr verletzt, es wird irgendwie keine Unterstützung für Angehörige angeboten.