Welche Erfahrungen habt ihr beim Reduzieren von Neuroleptika gemacht? Ich bin frustriert!

Hallo Efeu,

ich gratuliere dir zu dem tollen Erfolg, daß du deine Dosis halbiert hast

und daß du durch die Erhöhung dich quasi wieder eingependelt hast.

Der Körper funktioniert nun mal nicht wie ein Uhrwerk, wie wir uns das so wünschen.

Er braucht wohl ein bißchen, bis er sich wieder auf etwas Neues einstellen kann.

Laß dir doch ein wenig Zeit, ja?

Ich kenne das aus der Begleitung von anderen, daß Schlafstörungen auftreten können.

Hast du denn andere Stützen im Umgang mit Psychosen außer Medikamente -

sodaß du eben diese Schlafstörungen anders bewältigen kannst?

Bei mir persönlich haben Medikamente ja nie gewirkt, ich mußte die unerwünschten Nebenwirkungen eben zusätzlich ertragen.

Darum hab ich sie abrupt abgesetzt bzw. die Depotspritze einfach nicht mehr abgeholt - was ich keinem einfach so empfehle!

Mein Glaube und meine Beziehung zu Gott waren allerdings schon so erprobt und gefestigt,

daß ich dazu bereit war - egal was geschieht - es im Gebet durchzustehen,

was gleichbedeutend war mit "durch die Psychose mit nichts als Glaube hindurchgehen".

Das kann man allerdings nicht einfach so machen.

Es braucht seine Zeit bis eine Beziehung zu Gott und ein Vertrauen in Ihn entstanden ist,

denn es ist diese Beziehung, die mich seit 21 Jahren ohne Symptome und ohne Medikamente trägt.

Allerdings muß ich auch nicht arbeiten und habe daher diesen Streß nicht.

Du kannst wirklich stolz auf das Erreichte sein und gib bitte nicht auf, ja?

Liebe Grüße und Gottes Segen,

Gelöschtes Mitglied 593