Beziehung zwischen Nicht-Schizophrenen und Schizophrenen geht das?

Ich bin mittlerweile seit 6 Jahren mit meiner Freundin zusammen, die nicht schizophren ist. Allerdings hat sie auch psychische Probleme (dissoziative Identitätsstörung) und meine Krankheit ist erst letztes Jahr so richtig ausgebrochen. Darauf folgte eine sehr krasse Depression, während der sie auch über Trennung nachgedacht hat, weil ich kaum noch reden konnte und komplett emotionslos war, was sie zu sehr verletzt hat. Ich habe dann für zwei Monate bei meinen Eltern gewohnt, um sie zu entlasten und bin zurückgekommen, als es wieder besser geworden ist.

Sie hat mir auch versichert, dass sie es jetzt bereut, über Trennung nachgedacht zu haben, aber dass sie einfach nicht die Stärke hatte, anders damit umzugehen. Meine Prognose von Seiten der Ärzte war sehr schlecht, weil ich in sehr kurzer Zeit drei Episoden hatte, deswegen konnte sie auch nicht wissen, ob es noch mal besser wird. Seit ich aber aus der Depression raus bin, ist unsere Beziehung genauso intakt und liebevoll wie vorher. Ich glaube also schon, dass es funktionieren kann, wenn die Symptome nicht so stark sind, dass es den Partner komplett überfordert. Vor allem mit starker Emotionslosigkeit stelle ich es mir schwer vor, eine Beziehung zu führen, konnte ich zu dem Zeitpunkt auch nicht.

Wichtig ist, dass die Partnerin oder der Partner einfühlsam ist und sich Mühe gibt zu verstehen, wie es sich anfühlt, mit der Krankheit zu leben. Ich glaube schon, dass es da förderlich ist, wenn die Person auch anders geartete psychische Probleme hat oder andere Angehörige mit psychischen Problemen, weil ich mir sonst eine Schizophrenie als ersten Kontakt damit sehr überfordernd vorstelle.