Clozapin mehr Aufwand als Nutzen

@eselhinterkarotte es gibt ja auch andere Strategien, aber dann fällt folglich Clozapin heraus oder man sollte es nur vorübergehend als Add-on einsetzen. Müde machen ja Olanzapin, Quetiapin und Clozapin alle drei. Alle Drei wären als Add-on Variante vorstellbar, aber man könnte auch selektiver vorgehen und damit beschäftigt sich das hier:
Monoaminerge Modulation und Rezeptorachsen bei TRS: Erweiterte Add-on-Strategien

TRS müsste man eben konsequent auch eher mit Partialagonisten angehen, wobei Cariprazin eventuell D4 schwächer ist als Aripiprazol und Brexpiprazol. Aktuell wäre als milde Variante eben Quetiapin nur vorübergehend (Tage/Wochen) in kleiner Dosis zu ergänzen und erst nach 2-4 Wochen ergänzenden Quetiapin zum Clozapin zu greifen, was ja nochmal stärker sediert. Trimipramin als vorübergehende Sedierung statt Quetiapin wäre auch eine gute Überlegung.

Klar später mal KarXT und Evenamid als selektiver Ersatz cholinerger Wirkung aber ich bezweifle, ob das der "Durchbruch" ist, da eben auch die cholinerge Wirkung nur ein Aspekt von Vielen ist.

Der verlinkte wissenschaftliche Forschungsbericht, bildet zumindest die Breite der Rezeptorlandschaft Plus SERT NET und DAT also die Transporter für Wiederaufnahmehemmung ab.

In der Rezeptorkarte kann man die Profile auch einfacher verstehen. Cariprazin ist etwa D1 schwach (Präfrontal wo mangel ist) und Alpha 1 (Sedierung) schwach, was die positive Wirkung auf Negativsymptome besser erklären könnte als nur über D3.
Rezeptorbindungsprofile_2025_02_22.png