Zur Depot‑ vs. Tabletten‑Logik – eine sachliche Einordnung
Unter realistischen Annahmen (Ø 700 € Depotkosten und 35 % Depotanteil) verursacht die Risperidon/Paliperidon‑Pipeline über 34 Jahre bei 500.000 Patient:innen rund 45,7 Mrd. €, während das Cariprazin‑Modell (20 % Depot, 300 €, konsequente Generika‑Umstellung wie bei Tabletten) bei 17,7 Mrd. € liegt – eine Mehrbelastung von rund 28 Mrd. €, die sich im Wesentlichen aus der größeren Depotvielfalt und der fehlenden Generikadynamik erklärt, ohne dass ein klarer Zusatznutzen erkennbar wäre, während zugleich unnötige Patientenbindungen entstehen und neue, besser verträgliche und günstigere Wirkstoffe in Tablettenform (z. B. Brexpiprazol, Lurasidon, KarXT) durch diese überteuerten Alt‑Depots faktisch vom Marktzugang abgehalten werden, obwohl sie in den ersten Patentjahren mit etwa 150 € Monatskosten realistisch einsetzbar wären – womit sich die Frage stellt, ob mehrmonatige Depotformulierungen heute überhaupt noch sinnvoll sind, während 2‑wöchige Depots in vielen Fällen völlig ausreichen würden.
Kurzes Endergebnis unter realistischen Bedingungen, wenn zukünftig Cariprazin auch in Depot angeboten werden würde:
Cariprazin 18 VS 46 (Mrd. €) für Risperidon/Paliperidon
Man zahlt für Risperidon/Paliperidon das 2,6 Fache und hat stetig steigendeKostenn nach diesen 34 Jahren = Gegenwart.