Zur Depot‑ vs. Tabletten‑Logik – eine sachliche Einordnung

Auch wenn das etwas viel Text ist.
Wenn ein Tablettenhersteller mit Wirkstoffen aus den 90er Jahren bis heute diese sehr überteuert verkaufen kann, dann läuft etwas falsch.

Risperdal-Consta (gibt es schon 2002) und kostet für das 2 wöchige Depot immer noch teils 400€
Risperdal Consta 50 mg (5 St.)
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(Stand 14.02.2026)


Risperidon- und Paliperidon-Depots gibt es schon länger als Generikum. Man sollte da eine Generikumpflicht einführen, damit dort überhaupt ein Wettbewerb entsteht, wobei selbst Generikahersteller Schweinepreise verlangen:
Paliperidon-ratiopharm 150mg Depot-Injektionssusp. (1 St)

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750 Euro im Monat für einen Wirkstoff von 2007, wo die Patente dieses Medikaments spätestens 2023 abgelaufen sind, aber es ja keine Umstellungspflichten gibt und so die Preise im astronomischen Bereich bleiben

Für Reagila (Cariprazin), ein sehr neues Originalmedikament in Tablettenform, kostet 300 €, aber für 3 Monate! Also nur 100 € im Monat für einen neuen Wirkstoff von 2018. Das ist eine echte neuentwickelte Innovation, die im Grunde unter Wert angeboten wird. In Zukunft wird man wohl zahlen müssen, wenn man Patienten helfen will, aber dann sollten sich die Depothersteller auf Rückzahlungen gefasst machen.

Reagila 3 mg Hartkapseln (98 St) Apotheken Preise

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Risperdal Consta 37.5mg (1 St) kaufen online

Das sind Preisunterschiede, nur kostet das neue Medikament Reagila (Cariprazin) (2018) lediglich 100€ im Monat für das patentierte Präparat.
Medikamente mit einer Wirkstoffzubereitung aus den 1990er Jahren kosten dagegen für Paliperidon (2012) selbst in Generikumform 750€ für 4 Monate und oben das Risperdal-Consta (2002) für 2 Wochen 300 €, also mal zwei genommen 600€ im Monat.

Medikament von 2002 kostet immer noch 600 € in Depotform, neu patentierter Tablettenwirkstoff (2018) mit erheblichen Entwicklungskosten gerade mal 100 € im Monat

Verhältnis = 6:1

Verschwendung = nur die Spitze des Eisbergs. Die Medikamentekosten der Depots entstehen in Kliniken und Ambulanzen, nur selten über Apothekenrezepte. Da ist es vermutlich sehr schwer, die Kosten zu beziffern, vor allem wenn Preisverhandlungen und anderes hinter verschlossenen Türen intransparent stattfinden, wie es bisher der Fall war.