🧠Dopamin‑Partialagonisten der dritten Generation
@Chris25
Du könntest probieren das Risperidon abzusetzen, da das Derealisation in meinen Augen begünstigt. Zudem auch eine Überdosierung darstellen kann.
Falls die anderen allein zu schwach sind lieber das Aripiprazol etwas erhöhen. Ziel sollte sein unter 20mg Aripiprazol zu bleiben. Antipsychotisch wirksam sind häufig schon 2-5mg wobei 5mg bereits eine verlässlich auch im Akutfall wirksame Tablettendosis sein kann. Bei 10mg ist das Wirkmaximum häufig erreicht. Akathisie ist wie EPS ein Zeichen von Überblockade an D2.
Escitalopram+Aripiprazol kann zusammen etwas nervösität machen, da wäre niedrig dosiertes Bupropion ergänzend nützlich um die leichte innere Unruhe auch aufgrund der Partialagonismus vom Aripiprazol zu reduzieren.
Lamotrigin kenne ich mich weniger aus, wobei die Kombi mit Bupropion möglich sein sollte:
1. Krampfschwelle
- Bupropion senkt die Krampfschwelle, dosisabhängig.
- Lamotrigin ist antikonvulsiv, was diesen Effekt eher abpuffert.
- Die Kombination gilt insgesamt als sicher, aber bei Epilepsie oder sehr hohen Bupropion‑Dosen ist erhöhte Aufmerksamkeit sinnvoll.
2. Keine bekannten UGT‑Interaktionen
- Bupropion hemmt UGT‑Enzyme nicht, daher ist auch über diesen Weg keine Interaktion zu erwarten.
Fazit
Die Kombination Lamotrigin + Bupropion ist
pharmakokinetisch unproblematisch, insbesondere
keine CYP2D6‑Interaktion. Klinisch ist sie üblich und sicher, solange die individuelle Krampfschwelle berücksichtigt wird.
Ziel:
-Risperidon absetzen
-Bupropion (NDRI Antidepressivum) ergänzen
-Aripiprazol-Dosis anpassen, möglichst unter 20mg bleiben und bei Akathisie reduzieren. Nach erfolgreicher Umstellung 5-10mg Zieldosis.
-Bupropion kann den Aripiprazol-Blutspiegel um das 1,4-1,7 Fache steigern was beachtet werden sollte, da der Abbau über CYP2D6 vom Aripiprazol aufgrund des Bupropion's stark verlangsamt wird. Ob sich der 1,4-1,7 Fache Blutspiegelanstieg auf Nebenwirkung und Wirkung auswirkt muss man individuell betrachten und TDM (Therapeutisches Drug Monitoring wäre dann vor und nach der Umstellung auf Bupropion empfohlen um diesen Blutspiegelanstig des Aripiprazol's sichtbar zu machen. Es müssen keine zwingende Dosisanpassungen nötig sein und diese sollten Zeitlich verzögert während oder nach der Umstellung auf Bupropion erfolgen, da mögliche Schlafstörungen durch Bupropion eher ein Zeichen einer vorübergehend zu geringen antipsychotischen Dosis wären. Bupropion sollte über die Einnahmedauer hinweg Dosisreduktionen der Antipsychotika ermöglichen.