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Bewegungsunfähigkeit?

SchattenObjekt89

Well-known member
Hallo zusammen, ich habe seit 2 Jahren immer wieder starke Erschöpfungszustände und bleibe sehr lange im Bett. Manchmal schaffe ich es nicht einmal, auf die Toilette zu gehen oder mir etwas zu trinken zu nehmen ( auch wenn die Wasserflasche in unmittelbarer Nähe steht) … ich kann mich dann einfach über einen kürzeren Zeitraum nicht bewegen und bin wie versteinert körperlich. Geht / ging es euch auch mal so? Ist das ein Teil der Negativsymptome?
 
Lithium als Spurenelement bzw. Orotat verschaffte ein wenig Abhilfe, ansonsten bedurfte es zeitweise etwas zur Abschwächung (...)

Kenne es, jedoch verweigere ich mich dem klinischen Weg bis zu einem gewissen Punkt (außer Bedarf).
(...)

Versuchte es anzusehen als einen Prozess, der mit einer weiteren Integration von Bewusstseins-Inhalten einhergehen wird (wie soll ich es nennen, Carl Jung et al.)
War mir schonmal eine Zeitlang "recht dürftig zumute", hatte sich auf natürlichem Wege eine Besserung eingestellt.

Es beliefe sich dann wohl auf ein Spiel auf Zeit.

Vitamin D-Spiegel, versuchte ich durch Nahrungsergänzung auszugleichen bzw. nahm es dann auch im Sommer regelmäßig (mit K2).
Versuchte so natürliche Sachen wie Kurkuma, Ingwer, Ashwagandha (->Cortisol), nicht zuletzt um einer etwaigen Koffein-Abusus entgegenzuwirken.
Falls bzw. weil es auch hie und da drückte, nahm ich Mittel ein wie Vitamin C (soll Entzündungen und Schmerzen hemmen) mit MSM.
Nicht ganz billig momentan, muss man abwägen. Reines Pulver ist meist günstiger und, mho, effektiver.
Ergänzungen wie Magnesiumglycinat (abends), Kreatin (niedrig dosiert) versucht. Letzteres: wenn man wenig trinkt ggf. davon absehen.
Was als natürliche Heilmittel gilt, wie Natron gegen Entzündungen.

Nachtrag
(...)

Beiläufig noch erwähnt bzw. kam mir noch bei:
-Natron, wenn man es als Heilmittel versuchen möchte: Richtschnur beachten bzw. rantasten
-neben Magnesium wird u.a. auch Kalium gegen das Gefühl von "Verkrampfung" eingesetzt
-die Rolle die Omega 3-FS bei Entzündungen bisweilen zugeschrieben wird

Ohne zu meinen, genanntes hielte einer genaueren Überprüfung stand in der Hinsicht, zB ob man in dem Moment de facto von Entzündungen spricht.
 
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Hm, klingt irgendwie nach einer psychischen Starre. Dass du dann verzögert bist. Könnte ein Negativsymptom sein, weil die Lust sich zu bewegen gebremst ist.
 
mir scheint, es kommt immer wieder zu symptomen oder..ich meine verschlechterungen.

man denkt ich habs und dann haut einen wieder etwas neues um. dranbleiben! in kauf nehmen, den schlaf / die depressionen.
es gibt ja keine lösung. ausser: die erschöpfung gehört dazu.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es mag jetzt unbarmherzig von mir erscheinen. Wieso nicht den ersten Schritt unter eignen Zwang?
Ist bei mir nicht besser geworden mit der paranoiden Schizophrenie. Ich will oft niemanden Treffen, nicht nach Draussen, sicher nicht an Neue Orte etc. Doch, dann kommt der Zwang, sei es Familie oder der Psychiater, die pushen.
Meistens war ich froh doch noch was erlebt zu haben vom Tag. In Retroperspektive am Abend.

Ich schleppte mich oft zur Kaffeemaschine für meine obligaten 3 Tassen, nach 1h auf Wachzeit gings dann. Heute ists bisschen besser, als nach den Akuten Phasen oder als Arbeitnehmer. Ich versteh deine Not, aber ich sagte mir immer: "Ich bin der Herr über meinen Körper" unter Berücksichtigung der Möglichkeiten.
 
Seltsam, genau so geht es mir zurzeit:
Starre muskelsteifheit es fühlt sich an wie eine chronische Erschöpfung, kann mich nicht bewegen.
Ich dachte erst es liegt am Risperidon bzw. Paliperidon Spritze , aber seit der Umstellung auf Abilify weis ich: ich leide an chronischen Erschöpfungszuständen

Gehört also zur negativsymptomatik, ist das richtig?
Es ist definitiv keine medikamentöse Nebenwirkung bei mir, die letzte Psychose ist ein halbes Jahr her. Seit dem starke Erschöpfung…
 
Ja, das dürfte zu den Negativsymptomen gehören. Nur dass sie sich auch körperlich ausdrücken. Ich hab leider keine Ahnung was man da machen könnte. Vielleicht Nahrungsergänzung etwas ausprobieren? Magnesium vielleicht.
 
Ich bin schon sehr dankbar für deinen Input hier (Verfasser). Hatte nämlich heute auch so ein Tag. Wenn auch nicht chronisch oder Ultra schlimm, aber ich habe es mit 4h Zusatz Tagesschlaf bisschen gemildert. Hoffe es geht wieder weg.
 
Cholin: ausreichende Zufuhr könnte sich bei positiv auswirken auf Symptomatik, die mehr oder weniger mit beschriebenem in Verbindung steht.

Nun habe ich überlegt, ob ich erstmal abwarte ob ich es in einigen Wochen auch weiterhin so beurteilen würde.
Daher, erstmal unter Vorbehalt.
Wer möchte, kann sich mal damit befassen.

Cholin kann man, zB auch genetisch bedingt, mehr Bedarf bestehen.
(Stichwort "PEMT": Körpereigene Produktion von Phosphatidylcholin.)
Oder man nimmt zu wenig davon zu sich. 🤓

Cholin spielt eine Rolle bei der Produktion von "Acetylcholin" (Neurotransmitter).

Wer sich interessieren sollte, es gibt verschiedene Formen mit vsch. Anwendungsgebieten/Vorteilen, von der günstigeren wird tlw. abgeraten, einen leistbaren Mittelweg bildet vl. ein Kombi-Präparat.

Cholin ist ein B-Vitamin[ehemals B4] und ein essentieller Nährstoff. Cholin spielt eine wichtige Rolle in einer Reihe von biologischen Prozessen, einschließlich Fett- und Cholesterintransport, Energiestoffwechsel und Zell- und Nervensignalisierung. Außerdem wird Cholin benötigt, um Acetylcholin zu produzieren, eine Gehirnchemikalie, die an Gedächtnis und Muskelkontrolle beteiligt ist, sowie Phosphatidylcholin und Sphingomyelin, zwei strukturelle Komponenten von Zellmembranen.

Der Körper produziert kleine Mengen an Cholin, aber Cholin muss auch in Ihrer Ernährung enthalten sein, um die Gesundheit zu erhalten.

Cholin als Medikament

Cholin ist demnach ein wichtiger Nahrungsbestandteil, der viele Krankheiten verhindern, oder rückgängig machen kann. Schon in diesem Sinne kann die Verbindung als Medikament aufgefasst werden. 2023 wurde eine Studie veröffentlicht, die Cholin als Analgetikum empfiehlt. Dieses „neu“ entdeckte Schmerzmittel soll sogar der Wirkung von Opioiden ebenbürtig sein.

Dabei führt die Einnahme nicht zur Abhängigkeit, Sucht oder Entzugserscheinungen, weil keine Toleranz-Entwicklung („Gewöhnung“) eintritt. Cholin hemmt Schmerzen, weil es die Vorstufe für Acetylcholin darstellt, das im Allgemeinen als aktivierender Trigger wirkt, also Aktionspotenziale (Signale) auslöst. Doch schon 2011 stellten Forscher fest, dass Acetylcholin einige Neurone hemmt, die am Schmerzempfinden beteiligt sind.

Schmerzstillend wirkende Neurone im Hippocampus (dort im Ammonshorn, Cornu ammonis) werden durch Acetylcholin hingegen angeregt. Das zeigt eine Studie, die sich auch mit der Wirkung von Acetylcholin im zentralen Höhlengrau (Periaquäduktales Grau, PAG) des Hirnstamms befasst. Diese Hirnregion ist in der Schmerzkontrolle eingebunden. Speziell im Bereich des ventrolateralen periaqueduktalen Grau (vlPAG) wirkt Acetylcholin auf den Nikotinrezeptor Alpha-7 (nAChR α7). Für die Wissenschaftler war es überraschend, dass auf diese Weise eine beruhigende, schmerzstillende Wirkung resultierte. Denn der Alpha-7-Rezeptor ist sonst für seine aktivierenden Eigenschaften bekannt. Der Mechanismus stellt einen anderen Signalweg dar, als ihn Opioide gehen. Opioid-tolerante Mäuse erlebten eine mehrstündige Schmerzlinderung nach der Gabe von Acetylcholin [30].
Ohne den Power-Stoff Cholin geht nichts!
 
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Hallo, dein Beitrag ist mir erst im Nachhinein aufgefallen. Das, was du beschreibst – diese zeitweise Bewegungsunfähigkeit und extreme Schwäche – klingt sehr belastend. Das wird oft vorschnell als Negativsymptom eingeordnet, kann aber auch andere Ursachen haben, z. B. starke psychomotorische Hemmung, katatone Anteile oder auch eine sehr starke medikamentöse Dämpfung (je nach Medikament oder Dosierung).

Mich würde interessieren, wie es dir inzwischen geht und ob sich etwas verändert hat – sei es durch eine Anpassung der Medikation oder einfach mit der Zeit. Hat dir etwas konkret geholfen?
 
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ja, hallo mich interessiert auch ob es dir besser geht, weil ich auch dasselbe erlebe-- ich habe starke --so wie-- lähmungen und liege zuviel im bett--ich geh auch soviel raus wie möglich, habe trotzdem schmerzen--im ganzen körper--sonst bin ich ok--einfach diese schmerzen ! ich vertraue darauf dass es wieder besser wird.
 
Jetzt nachdem ich auf Abilify 10mg umgestellt worden bin kann ich die muskelsteifheit und bewegungsstarre eindeutig dem Risperidon zuschreiben! Ich kann mich jetzt auf einmal wieder bewegen ohne dass es sich anfühlt als müsse alles anstrengend sein
Mit Abilify habe ich zwar andere Probleme aber für mich kann ich hier eindeutig Risperidon/Paliperidon dafür verantwortlich ausmachen!
 
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