Erstes mal Gott und Religion
Für mich ist Glaube und Spiritualität eine wichtige Säule meiner mentalen Gesundheit. Sie schenkt mir Hoffnung, Zuversicht und meine Glaubensgeschwister sind mir eine große Hilfe wenn es mir mal nicht gut geht. Sie besuchen mich auch im KH wenn ich dort bin und Sonntags gehe ich gerne in die Kirche und genieße die Gemeinschaft. Ich singe auch in der Kirchenband, da fühle ich mich Gott am Nächsten. Er lässt mich gut schlafen und schenkt mir jeden Tag aufs Neue Kraft und Zuversicht für den Alltag. Ich vertraue darauf dass er einen guten Plan für mich hat. Mit meinem
Blog, meinem
neuen Buch und damit das nächstes Jahr die Langzeittherapie in Heilbronn in mein Leben kommt.
Aber Achtung, Religion hat, insbesondere für uns schizophrene Menschen eine Schattenseite, wie ich schmerzlich erfahren musste. Wenn man sich anfängt zu viele Gedanken über Hölle und Teufel zu machen dann weckt das schnell paranoide Gedanken und die tun uns nicht gut. Heute habe ich einen besseren Umgang damit gefunden und lasse das Thema nicht so nah an mich heran und lasse mir keine Angst einjagen. Ich lehne den Gedanken ab dass da eine unsichtbare Macht in meinem Kopf lauert die mich verführen und vernichten will. Solche Gedanken sind nicht gut für Psychotiker. Es sind nur meine eigenen, blöden Gedanken und die kommen von der Psychose. Zufallsprodukte des Geistes. Blasphemische Gedanken sind keine Sünde, man kann nichts dafür.
Mein Rat:
Glaub an Gott - vergiss den Teufel.