Der Zusammenhang von Gedankenausbreitung und Eigenbezug

Materie gibt es nicht wirklich.
Es gibt auch eine Weltanschauung, die heißt "dialektischer Materialismus". Diese stammt von den russischen Kommunisten zu Zeiten von Lenin und hat u. a. das "Dogma": dass "die Materie ewig ist und dass sie unendlich ist". Das heißt, gemessen an den heutigen Erkenntnissen über die Welt, aber nur, dass wir in der Zeit leben und nicht Herr der Zeit sind. Die Materie ist definitiv NICHT ewig und auch NICHT platt "unendlich", wir sind nur Teil des Ganzen und deshalb müssen (und dürfen: Religion als Privatsache) uns entscheiden, glauben wir an einen Mastermind oder geben wir uns mit unseren fünf Sinnen und deren technischen Prothesen (einschließlich den Teilchenbeschleunigerexperimentierständen) zufrieden. So wissen wir etwa, dass das Higgs-Boson existiert und die Schwerkraft vermittelt; je mehr wir wissen, desto ehrfürchtiger werden wir gegenüber dem Ganzen, denn es war ganz knapp, dass man es mit enormem Aufwand endlich entdeckt/bewiesen hat.

Also, für mich ist die Materie elementar wichtig, der Idealismus aber weist uns als Menschen darauf hin, dass es einen Sinn im Leben gibt, und führt uns zu Gott, zu dem unser Geist geht, wenn wir sterben, und auf welchen wir uns zurückführen. Das ist für mich ein Trost, es ist vielleicht alles erdacht und ich kann dann auch damit Frieden schließen, dass ich schon bald (oder später, aber das ist dabei egal) sterben muss, ich bleibe desweiteren, wenn ich mich bemühe, als Andenken erhalten; mehr glaube ich nicht.