Techniker Krankenkasse Chef bei BILD:„Wir haben ein Gerechtigkeitsproblem“

Ich sehe jetzt gerade keinen konkreten Einstiegspunkt in die von dir aufgeworfene Diskussion, da Paliperidon-1-Monats-Depot von mehreren Generikafirmen als echtes Generikum erhältlich ist. Risperidon benötigt man nur noch per os, entweder wenn Paliperidon-OROS®-Tabletten nicht angewendet werden können (Verengungen im Verdauungskanal) oder man sie nicht selbst bezahlen will. Sie sind m.W.n. (noch) nicht als Generikum erhältlich, wobei das dann auch ein Frage der Haftung ist, immerhin ist jedes Generikum ein Medikament wie unter dem Originalmarkennamen auch. Paliperidon kann z. B. durch Amisulprid gut ersetzt werden, das Risperidon hat geringfügige Nachteile, ich habe es aber deswegen zugunsten eines "vollständigen" Medikamentenwechsels (damals wie heute Aripiprazol) verworfen.

Ich meine, du solltest dich nicht immer an den einzelnen Wirkstoffen festbeißen, wäre doch viel schöner, wenn man eine gute statistische Chance hätte, ganz ohne auszukommen, oder etappenweise zumindest, aber das wird bisher kaum erforscht, weil die Psychiater es sich halt gerne zu einfach machen und wahrscheinlich auch, weil ein Patient, über längere Strecken ohne Rezept, ihrer Auffassung nach als "geheilt" gelten könnte und dann als Quelle des geschäftlichen Betriebs der Arztpraxis fraglich ist. Insofern würde ich für Deutschland begrüßen, aber das ist schon quasi ausgeschlossen worden durch die Zulassungsstudien für die EMA, welche sich auf Adjuvans-Applikation, und auf den M. Alzheimer beschränken, dass Xanomelin Trospiumchlorid einen Paradigmenwechsel bewirkt, es wäre eine stille Revolution, relevante Kosten haben die Krankenkassen eh, da diese sich umgekehrt zur Nachfrage, auch bei Generika, verhalten und nicht sehr viele Menschen wegen "der Schizophrenie" durchgehend in (fach-) ärztlicher Behandlung sind.