Können negativ Symptome heilen?

🔍 Kontext zu den Medikamenten:​


WirkstoffkombinationBewertungMögliche Folgen
Risperidon 4mg + Cariprazin 4,5mgungewöhnlichDopaminblockade + Partialagonismus → Risiko für kognitive Dämpfung
Paliperidon 150 mg + Olanzapin 20mgmaximaldosiertSedierung, Gewichtszunahme, Libidoverlust, emotionale Verflachung


Hallo @Glocki, hallo @Moriko,

danke euch beiden für eure Offenheit – es ist nicht leicht, über solche Themen zu sprechen. Ich möchte auf eure Medikation und die beschriebenen Negativsymptome eingehen, weil hier oft mehr Nebenwirkungen im Spiel sind, als man denkt.


@Glocki
Deine Medikation mit 150 mg Xeplion (Paliperidon) und 20 mg Olanzapin ist sehr hoch dosiert. Beide Wirkstoffe wirken stark sedierend und dämpfend – das kann Antriebslosigkeit, emotionale Verflachung und Konzentrationsprobleme eher verstärken, anstatt sie zu lindern.
Der Zusatznutzen solcher Hochdosis-Kombinationen ist häufig gering, die Nebenwirkungen dagegen massiv.
Vielleicht wäre es sinnvoll, mit deinem Arzt zu besprechen, ob eine Monotherapie oder eine Reduktion auf die minimal wirksame Dosis möglich ist. Rückfälle treten oft dann auf, wenn abrupt abgesetzt wird oder unterhalb der Minimaldosis reduziert wird – nicht unbedingt, wenn man vorsichtig anpasst.
Ein Psychiaterwechsel kann in solchen Fällen auch eine Option sein, wenn du das Gefühl hast, dass deine Situation nicht mehr hinterfragt wird.


@Moriko
Deine Kombination aus 4 mg Risperidon und 4,5 mg Reagila (Cariprazin) ist ebenfalls ungewöhnlich. Risperidon wirkt stark blockierend und kann kognitive Einschränkungen und Negativsymptome verstärken. Cariprazin dagegen ist ein Partialagonist, der eigentlich eher aktivierend wirkt – aber in Kombination mit Risperidon wird dieser Effekt oft überlagert.
Darum wäre es sinnvoll, mit deinem Arzt zu besprechen, ob eine Monotherapie mit Cariprazin oder auch Aripiprazol möglich wäre. Mehrere Antipsychotika gleichzeitig erhöhen das Risiko von Nebenwirkungen, ohne dass der Nutzen unbedingt steigt.
Vielleicht kannst du auch einmal nachfragen, welche Minimaldosis bei dir früher stabil gewirkt hat – das gibt oft Hinweise, wie man eine Therapie verträglicher gestalten kann.


Abschließend: Negativsymptome sind nicht immer nur Teil der Erkrankung – sie können auch Folge der Medikation sein. Deshalb lohnt es sich, genau hinzuschauen und gemeinsam mit dem Arzt nach verträglicheren Alternativen zu suchen.
Langfristig könnten Partialagonisten (Cariprazin, Aripiprazol) oder auch eine Intervalltherapie mehr Lebensqualität ermöglichen – natürlich nur in enger Absprache mit dem behandelnden Psychiater.
Ich bin gerade in einer Psychatrischen Klinik und wunder mich selbst warum er mir dann Risperidon gibt.
Kann von dieser Medikamentation das stimmen hören auch schlimmer werden?