Können negativ Symptome heilen?

Hallo @Moriko,

deine Frage ist sehr wichtig – viele Betroffene erleben Antriebslosigkeit und Konzentrationsprobleme als besonders belastend.
Die gute Nachricht: Es gibt Ansätze, mit denen sich Negativsymptome und kognitive Einschränkungen deutlich verbessern lassen – in manchen Fällen sogar vollständig zurückgehen.

👉 Eine kompakte Übersicht findest du hier:
Medikamente-Orientierung bei Psychose – Kurzfassung


Therapieansatz:

  • Eine Umstellung auf Aripiprazol (Tablettenform, z. B. 5 mg täglich) kann helfen, da dieser Wirkstoff als Partialagonist weniger sedierend wirkt und kognitive Funktionen eher unterstützt.
  • Alternativ kommt auch Cariprazin (Reagila) infrage – ebenfalls ein Partialagonist, allerdings sind Wechselwirkungen schwer vorhersehbar, weshalb ich persönlich eher zu Aripiprazol tendiere (auch wegen der D4-Rezeptorwirkung bei Therapieresistenz).
  • Risperidon sollte in diesem Modell abgesetzt werden, da es Negativsymptome eher verstärken kann.

Intervalltherapie als Erweiterung:

  • In stabileren Phasen kann das Antipsychotikum phasenweise pausiert werden – dabei greift dann das Antidepressivum Bupropion (SNDRI), das gezielt gegen Negativsymptome und kognitive Einschränkungen wirkt.
  • Für emotionale Stabilität in der Intervallphase eignen sich Citalopram oder Sertralin (SSRI) – sie regulieren Stimmung und senken Libido, was therapeutisch hilfreich sein kann.
  • Bei Einschlafproblemen durch Bupropion oder das Absetzen des Neuroleptikums helfen Trimipramin-Tropfen – allerdings nur kurzfristig, da die Wirkung nachlässt. In solchen Fällen kann Aripiprazol wieder kurzzeitig eingesetzt werden, um Schlaf und Antrieb zu stabilisieren.

Zusatzinfo:

Die Intervalltherapie ist ein komplexer, aber vielversprechender Ansatz – sie erfordert eine gute Abstimmung mit dem behandelnden Psychiater.
Wenn du magst, kann ich dir eine druckbare Übersicht oder ein visuelles Schema dazu erstellen.

Du hast mit deiner Frage einen wichtigen Punkt angesprochen – und es gibt Wege, die Hoffnung rechtfertigen. Schritt für Schritt.


Da du insgesamt höhere Dosierungen hast, könnte 5mg Aripiprazol eventuell bei dir etwas wenig sein. Das könntest du zur Erhaltung ungefähr um 5-15mg einnehmen. Bis zu 30mg sind zwar maximal möglich, aber tendenziell ist eine kleine Wirkdosis vorzuziehen, was auch so schon weniger Negativsymptome bedeuten kann.

Negativsymptome überschneiden sich häufig mit Nebenwirkungen und auch da ist Risperidon ein Wirkstoff mit stärkeren Nebenwirkungen.
Ich glaube die machen nichts mehr an den Medikamenten. Aber Dankeschön, abilify hatte bei mir keine Wirkung leider.